liches Gesicht, spitzes Kinn. Er trug gleichfarbigen
kaffebraunen Anzug, buntgestreiftes braun wollenes
Arbeitshemd, rothe Leibbinde und schwarzen Schlapp⸗—
hut mit breiter Krempe. Er hatte keine Uhr.
Ein etwa 1,80 mugroßer, junger Mann in den zwan⸗
ziger Jahren, wahrscheinlich Strela heißend, mit dunklem
Haar und dunkler Kleidung, schwarzem Schlapphut.
Der bisher verdächtigte Simon Pastuagaowic ist nicht
betheiligt.
Judem um genaue Beobachtung und Durchsuchung aller
verdächtigen Personen ersucht wird, wird gleichzeitig auf die
Befährlichkeit der beiden Verbrecher hingewiesen, die beide
mit Revolver bewaffnet sind.
Vom Herrn Regierungspräsidenten sind 500 Mark
Belohnung sür die Ergreifung der Thäter ausgesetzt. Außer—
dem hat der geschädigte Unternehmer Möller eine Belohnung
oon 20060 des von jetzt ab noch wieder eingebrachten
Beldes zugesichert.
Um möglichst weite Verbreitung dieser Bekanntmachung
wird ergebenst ersucht.
Neuwied, den 29. Januar 1902.
Der Untersuchungsrichter.
J. V.: Tiemann.
sönigl Lehranstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau zu Geisenheim a. Rh.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß
in nächsten Frühjahre und Herbst folgende Kurse an unserer
Anstalt abgehalten werden und zwar:
J. Weinbaukursus vom 16. Januar (Vorm. 9 Uhr)
bis 6. Februar. Das Honorar beträgt 20 Mk.,
Nichtpreußen zahlen ein solches von 30 Mk. Winzer
ind honorarfrei.
Obstbaukursus für Geistliche, Lehrer, Gartenbesitzer
und Landwirthe vom 27. Februar bis 22. März.
Nachkursus vom 18. bis 22. August. Das Honorar
fjür beide Kurse beträgt 20 Mk., für Nichtpreußen
auch Lehrer) 80 Mk. Lehrer aus Vreußen nehmen
anentgeltlich Theil.
Baumwärterkursus vom 27. Februar (Vorm.
8 Uhr) bis 22. März. Nachkursus vom 18.
bis 22. August. Lehrhonorar wird von preuß. Unter⸗
hanen nicht erboben, von Nichtpreußen dagegen ein
solches von 10 Mk. für beide Kurse.
Anmeldungen zu den Kursen sind bis spätestens 8 Tage
vor Beginn derselben an die Dierektion der Anstalt zu richten,
nach diesen Termine einlaufende Meldungen können nicht
nehr berücksichtigt werden. Wohnung besorgt auf Wunsch
der Anstaltsdiener.
Geisenheim, den 4. Dezember 1901.
Der Direktor:
Goethe, Kgl. Landes-Oekonomierath.
44
Personal-Chronik.
Der Berginspektor Schmale zu Grube von der Heydt
ist zum Bergrevierbeamten mit dem Titel „Bergmeister“ er⸗
nannt worden.
Den Mitgliedern der Königlichen Bergwerksdirektion zu
Saarbrücken, Bergwerksdirektor Zörner und Justitiar Koch,
wurde der Charakter als „Bergrath“ und dem Bauinspektor
datowski der Charakter als „Baurath“, sämmtlich mit dem
persönlichen Rang der Räthe 4. Kliasse verliehen. Der Berg—
werksdirektor Schantz ist zur Berginspektion XI, Grube Camp—
hausen, der Berginspektor von Braunmühl zur Berginspektion
IV, Grube Dudweiler, versetzt und der Berginspektor Mank—
mit der Verwaltung einer Mitgliedstelle beauftragt worden
Der Bauinspektor Milow ist gestorben.
Ernannt zu Schichtmeistern: Die Militäranwärter Wien—
beck bei der Berginspektion V, Grube Sulzbach, Bartholomaei
bei der Berginspektion X. Grube Göttelborn, und Krieg be
der Berginspektion III, Grube von der Heydt.
Versetzt: Die Berginspektoren Schmale von der Berg—
inspektion III, Grube von der Heydt, und Sarter von der
Berginspektion IX, Grube Friedrichsthal, als Bergrevier—
beamten mit dem Titel „Bergmeister“, ersterer für das
Bergrevier Commern—Gemünd nach Euskirchen, letzterer
für das Revier Dortmund III nach Dortmund.
Die Schichtmeister Mathiessen von der Berginspekton X
Grube Göttelborn. zur Berginspektion J. Grube Kronprinz
Frieß von der Berginspektion J. Grube Kronprinz, nach
Göttelborn, Odenell von der Berginspektion V, Grube Sulz—
bach, an das Oberbergamt zu Dortmund, Mahn von der
Berginspektion IX, Grube Friedrichsthal, zur Badeverwaltung
Deynhausen und Walter von der Berginspektion X, Grube
Göttelborn, zur Berginspektion Zabrze in Schlesien.
Dem Bergwerksdirektor Bergrath Gante zu Grube
Camphausen wurde der beantragte Abschied ertheilt
Saarbrücken, den 3. Februar 1902.
Der Königliche Landrath, von Fidler.
Deffentlicher Anzeiger.
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