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Zusammenstellung
der von den landwirthschaftlichen Vertrauensmännern des Kreises
Saarbrücken über den Saatenstand um die Mitte des Monats
August 1902 abgegebenen Begutachtungsziffern
Note 1 sehr gut, 2— gut, 3 mittel, 4 gering, 5 sehr gering).
Runderlaß der Herren Minister für Landwirthsghaft soe des Innern
1 B3476 M. V.
vom 16. November 1901 J
Fruchtarten
Durchschnitts⸗
noten für den
Regier⸗
Staat ungs⸗
bezirk
Anzahl der ven gegenwärtig
ehrenamtlich thätigen elf Vertrauens⸗
männern abgegebenen Noten
5außerdem
Winterweizen ...
Zommerweizen....
Wintersipelz. . ...
Winterroggen ...
Zommerroggen..
Sommergerste ...
dafer
sartoffeln .....
lee.. . ......
Luzerne . ......
Wiesen .....
2.4
2.6
—E
2.8
2
2
: 324
: 3-4
: 2—3
Königliches statistisches Büreau.
Hufbeschlag⸗Wettbewerb
gelegentlich der Provinzial-Thierschau der Landwirthschaftskammer zu
Düsseldorf vom 12. bis 15. September 1902
Im Anschluß an die vom 12. bis einschl. 15. September
1902 zu Düsseldorf stattfindende Provinzial-Thierschau der
Landwirthschaftskammer wird am 15. September um 71/3 Uhr
Vormittags ein Hufbeschlag-Wettbewerb für geprüfte Huf—⸗
ichmiede aus der Rheinprovinz abgehalten, wozu sich Theil⸗
nehmer unter Beifügung ihres Prüfungszeugnisses bei dem
Beneralsekretariat der Landwirthschaftskammer Bonn, Weber⸗
straße 59, bis zum 15. August d. Is. zu melden haben.
Der Wettbewerb vollzieht sich zuerst bei Pferden mit
zesunden Hufen und erstreckt sich auf
a) Prüfung des Ganges und Bedeutung des letzteren für
den Beschlag,
Abreißen der Eisen, Ausschneiden zweier Vorderhufe,
Ineruͤgen Aufpassen und Aufschlagen zweier flacher
Eisen,
Musterung des Pferdes nach vollendetem Beschlag.
Sodann haben sich die aus diesem Wettbewerb als
Sieger hervorgehenden Schmiede einem engeren Wett⸗
58 — an Pferden mit abweichenden Hufen zu unter⸗
ziehen.
Die an dem Wettbewerb theilnehmenden Schmiedemeister
müssen in handwerksmäßiger Bekleidung erscheinen und haben
das zum Abreißen der Eisen, Auswirken der Hufe und Auf⸗
schlagen der Eisen nothwendige Handwerkszeug mitzubringen;
die Schmiedefeuer und die übrigen Beschlaggegenstände sowie
die Pferde werden gestellt.
Für die Prämiirung hat die Landwirthschaftskammer
für die Rheinprovinz Geldpreise im Gesammtbetrag bis zu
500 Mk. zur Verfügung gestellt. Die Zahl und die Höhe
der einzelnen Preise werden erst bestimmt, wenn die Anmel⸗
dungen der Theilnehmer vorliegen. Keine Prämie soll jedoch
unter 20 Mk. betragen.
Mit der Ertheilung sämmtlicher Preise ist die Aushän⸗
digung einer Ehrenurkunde verbunden.
Der Wettbewerb findet auf dem Ausstellungsterrain,
velches auf dem linken Rheinufer bei Oberkassel gelegen ist,
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Personal-Chronik.
Der Königl. Förster Bungartz zu Fürth in der Ober—
försterei Neunkirchen ist vom 1. Oktober d. Is. ab auf die
Försterstelle Bildstock, ebenfalls in der Oberförsterei Neunkirchen,
versetzt worden.
Dem Kanzlei⸗Inspektor Helle bei dem Landgerichte in
Saarbrücken ist anläßlich seines Uebertritts in den Ruhe—
sttand der Titel als Kanzlei⸗Sekretär beigelegt und der Kanz⸗
ist Buchin daselbst unter Veilegung des Titels als Kanzlei—
Inspektor zum vertheilenden Kanzlisten beim Landgericht be—
tellt worden.
Versetz sind: der Postinspektor Fritzel von St. Johann
(Saar) nach Dirschau, der Ober-Postpraktikant Müller von
Aachen als Postinspektor nach St. Johann (Saar), der Post—
»erwalter Wirth von Neuerburg nach Brebach.
Auszug aus der Vakanzenliste für
Militär⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
sü) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. Oktober 1902, Elsen, Polizei-Verwaltung, 8)
Polizeidiener, 4) Bewerber muß gesund, köperlich rüstig und
aüchtern, sowie befähigt sein, leichtere schriftiche Arbeiten
ruszuführen, Gesundheitsattest und selbstgeschriebener Lebens—
lauf ist vorzulegen, 5) 6 Monate, 6) während der ersten
3 Jahre auf gegenseitige 3 monatige Kündigung, alsdann
aus Lebenszeit, 7) —, 8) Anfangsgehalt 1100 Mk. steigend
alle 3 Jahre um je 50 Mk, bis zum Höchstbetrage von
1350 Mk. außerdem 90 Mk jährliche Miethsentschädigung,
9) —, 10) die Stelle ist pensionberechtigt, die Militärdienst⸗
zeit wird bei der Pensionierung angerechnet.
2. 2) sofort, Euskirchen, Stadtverwaltung, 3) Voll⸗
ziehungsbeamter bei der Stadtkasse, 4) körperliche Rüstigkeit
und gute Volksschulbildung, 5) 6 Monate, 6) auf Lebens—
zeit, 7) —, 8) Gebühren im jährlichen Betrage von circa
500 Mk., 9) nein, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt unter
Anrechnung der Militärdienstzeit bei der Pensionierung.
3. 2) 1. Januar 1903, Golkrath, Bürgermeisterei
Kleingladbach, Bürgermeisteramt Kleingladbach zu Gerderath,
3) Bürgermeisterei- und Polizeidiener und Feldhüter,
9) Rüstigkeit, wie der Dienst der in Rede stehenden Stelle
'olche überhaupt erfordert, sowie Unbescholtenheit, 5) —,
3) auf beiderseitige 3monatige Kündigung, 7) —, 8) 300 Mk.
Behalt und 40 Mk. Kleidergeld jährlich, 9) vorläufig nicht,
da Bürgermeisterei-Versammlung und Gemeinderath auch
für die Neubesetzung der Stelle das Einkommen nach den
hisherigen Sätzen zum Gesammtbetrage wie unter 8 fest⸗
zesetzt haben, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt und soll
zei einer Pensionierung die zurückgelegte Militärdienstzeit
als vensionsfähige Dienstzeit angerechnet werden.
4. 2) 1. Oktober 1902, Hechingen, Stadtrath Hechingen,
3) städtischer Schlachthaus⸗Aufseher, 4) Aufsicht über Schlacht⸗
jausgebäude nebst Zubehör und Inventargegenstände, Reini⸗
wung der Zufahrtsftraßen. Hofräume,. Lokalitäten u. s. w.