Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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BPereits ausgeloost sind, hiermit zum 831. Dezember 1902
gekündigt. Die Rückzahlung findet gegen Einlieferung der
Schuldscheine nebst den nichtfälligen Zinsscheinen und Talons
bei den Stadtkassen statt und zwar vom 21. Dezember 1902
ab. Vom 1. Januar 1903 an hört die Verzinsung auf.
Malstatt-Burbach, den 18. Juni 1902.
Der Bürgermeister,
Schmock.

Auf Grund des 8 5 des Regulativs zur Ordnung des
Geschäftsganges und des Verfahrens bei den Begirksausschüssen
 vom 28. Februar 1884 wird hiermit zur öffent⸗
lichen Kenntniß gebracht, daß die Ferien des Bezirksaus—
schusses am 21. Juli d. Is. beginnen und bis zum 1.
September d. Is. dauern werden.
Während der Ferien werden Sitzungen zur mündlichen
Verhandlung nur in schleunigen Sachen abgehalten.
Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen bleiben die Ferien
ohne Einfluß.
Trier, den 25. Juni 1902.
Der Vorsitzende des Bezirks-Ausschusses.
J. V.: van de Loo.
Bekanntmachung.
Die Desinfektion des durch Schweinerothlaufseuche in—
fizierten Stalles des Karl Menn zu Altenkessel ist vorschrifts—
mäßig erfolgt.
Die angeordneten Schutzmaßregeln werden daher auf⸗
gehoben.
Püttlingen, den 4. Juli 1902.
Der Bürgermeister,
Pickard.

Versonal-Chronik.

Versetzt: Die Staatsanwälte Dr. Spelthahn und Hansen
zu Saarbrücken an die Staatsanwaltschaft des Landgerichts
zu Cöln bezw. Berlin Il, der Staatsanwaltschafts-Sekretär
Gussow an die Staatsanwaltschaft in Cöln, der Gerichtsschreibergehülfe
 Petermann zu Saarlouis als ussistent an
die Staatsanwaltschaft zu Saarbrücken.
Ernannt wurden: Der Amtsgerichtsrath Heidermanns
zu Düsseldorf zum Landgerichtsdtrektor in Saarbrücken, der
Gerichtsafsessor Chorus zum Landrichter daselbst, der Gerichts—
assessor Lauer in St. Goar zum Amtsrichter in Saarbrücken,
die Gerichtsassessoren Michalke zu Elberfeld, Dr. Großmann zu
Saarbrücken und Scheffer zu Hanau zu Staatsanwälten bei
der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken, ferner der Aktuar
Reuter zu Saarbrücken zum Gerichtsschreiber beim Amtsgericht
 in Saarburg, der Aktuar Bier in Sulzbach zum
Gerichtsschreiber daselbst, der Aktuar Kunz zu Saarbrücken
zum Gerichtsschreiber in Merzig, der Aktuar Friedrich zu
Saarbrücken zum Sekretär bei der Staatsanwaltschaft da⸗
selbst, ferner der Kanzleidiätar Hillebrand daselbst zum
sanzlisten beim Amtsgericht in Saarbrücken.
Versetzt wurde: Der Gerichtsdiener Kuntze zu Trarbach
an das Amtsgericht zu Saarbrücken.
Die infolge Pensionirung des Kanzlei-Inspektors Kassel
erledigte Kanzlei-Inspektorstelle bei der Königlichen Regierung

zu Trier ist dem Regierungs-Kanzlisten Christofes zu Trier
unter gleichzeitiger Ernennung desselben zum Kanzlei-Inspektor
übertragen worden.
Der Regierungs- und Schulrath Dr. Flügel zu Trier ist
unter Ernennung zum Provinzial-Schulrath dem Königlichen
Proinzial-Schulkollegium in Münster i /W. überwiesen worden
Durch Erlaß des Herrn Ministers für Landwirtschaft,
Domänen und Forsten vom 16. Mai d. Is. ist der Regierungs—
und Forstrath von Bentheim zu Trier vom 1. Juli d. Is.
ab in gleicher Eigenschaft an die Königliche Regierung zu
Hannover versetzt wordrn.

Auszug aus der Vakanzenliste für
Militär-⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
hei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
s) Dauer der etwa der Austellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kaun. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Ausficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. August 1902, Cöln, Königl. Polizei-Präsidium,
3) 14 Schutzmänner, 4) Bewerber müssen mindestens 6 Jahre
gedient haben, von tadelloser Führung, lese- urd schreibfähig,
mindestens 1 m 65 em groß, durchaus gesund, nüchtern
und gewand sein; Bewerber, welche noch im aktiven Militär—
dienst stehen, erhalten den Vorzug, 5) 6 Monate, während
welcher der Wohnungsgeldzuschuß nicht gewährt wird, 6)
bei erwiesener Qualifikation nach Ablauf der Probe auf
Lebenszeit, 7) —, 8) j 1200 Mk. Gehalt ugd 180 Mk.
Wohaungsgeldzuschuß sowie freie Dienstkleidung, 9) ja, bis
zum Höchstgehalt von 1600 Mk.
2. 2) sofort, Neunkirchen, Ortstheil Sinnerthal (Reg.⸗
Bez. Trier), Bürgermeisteramt, 3) Polizeidiener, 4) Größe
mindestens 1Im 70 em, Zuverlässigkeit, Nuüchternheit Gewandt-—
heit in der Anfertigung kleiner Berichte und Erfahrung
m Polizeidienst, bezw. Befähtgung, sich dieselbe während
der Probedienstzeit anzueignen, 5) 6 Monate, 9) auf 6 monatige
Zündigung, 7) —, 8) Gehalt 600 Mk,., ferner jährlich
105 Mk. Kleiderbeihilfe, alle 3 Jahre 45 Mtk. für einen
Mantel, Helm, Säbel, Koppel werden leihweise zur Ver—
füqgung gestellt, 9) ja, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt,
sofern Bewerder nicht schon eine anderweitige Pension im
Betrage von mindestens 20 Mek. monatlich bezieht.
Anmerkung. Ob Miilitärdienstzeit bei Vensionirung in
Anrechnung kommt oder nicht wird demnächst veröffenklicht.
3. 2) 1. Oktober 1902, wird bei der Eiunberufung
bestimmt, Kaiserl. Oder-Postdirektion Cöln, 3) Postschaffner,
4) Elementarschulbildung und körperliche Rüstigkeit, 5) 6
Monate, 6) auf 4wöchige Kündigung, 7) —.'8) 900 Mt.
Behalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß jährlich und
u. U. auch Theurungszulage, 99 das Gehalt steiat bis zu
zährlich 1500 Mk.
4. 2) 1. September 1902, wird bei der Einberufung
bestimmt, Kaiserl. Ober-Postdirektion Trier, 8) Postschaffner,
4) körperliche Gewandtheit, Rüstigkeit, Elementarschulkennt⸗
nisse, 5) 6 Monate, 6) auf 3 monatige Kündigung, 7) —,
8) 900 Vik. Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgelozuschuß,
9 Gehalt steigt bis 1300 Mk. pto Jahr.
5. 2) 1. September 1902, wird bei der Einberufung
bestimmt. Kaiserl. Ober-Postdirektion Auhen, 3) Postschaffner.
            
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