Personal-Chronik.
Bei der Königlichen Bergwerksdirektion zu Saarbrücken
sind der bisher mit Wahrnehmung einer Mitgliedstelle
beauftragte Berginspektor Manke zum Bergwerksdirektor und
Direktionsmitgliede, die Bergassessoren Cremer und Czapla
zu Berginspektoren ernannt worden. Der Gerichtsassessor
Kieserling aus Eisleben wurde der Direktion als rechtkundiger
Hulfsarbeiter überwiesen.
Ernannt: zum Bergwerksdirektor: Der Berginspektor
Stoecker bei der Berginspektion V, Grube Sulzbach; zu Berg⸗
inspektoren: der Bergassessor Hundt bei der Berginspektion
III, Grube von der Heydt, der Bergassessor Dr. Tübben bei
der Berginspektion IX, Grube Friedrichsthal; zum Lehrer an
der Bergschule zu Saarbrücken: Der Bergassessor Jüngst;
Versetzt: Der Berginspektor Gerlach von der Berginspektion
IV, Grube Dudweiler, als Bergrevierbeamter (auftragsweise)
des Reviers Ost-Essen nach Essen, der Schichtmeister Schmelzer
von der Berginspektion II, Grube Gerhard, zur Wahrnehmung
der Rendantenstelle nach Berginspektion X, Grube Göttelborn
der Schichtmeister Kfinsik von der Verginspekion V, Grube
Sulzbach, zur Berginspektion Königshütte (O.«Schl.),
Pensionirt: Der Schichtmeister Steinberq von der Berginspek⸗
tion II, Grube Gerhard; Gestorben: Der Oberschichtmeister
Lillig von der Berginspektion X, Grube Göttelborn.
Der Förster Bauer zu Scheidterberg in der Oberförsterei
Saarbrücken ist vom 1. Juli d. Is. ab auf die Försterstelle
Kohlwald (Schiffweiler) in der Oberförsterei Neunkirchen
versetzt worden.
Spar- und Darlehnskasse für den Kreis Saarbrücken.
Im Monat April 1902 sind an
Einlagen eingezahlt.. .2786914,07 Mk.
Zurückgenommen...206668,834,
An Darlehen sind ausbezahlt. 103440,00,
In Effekten wurden angelegt. 150000,00,
Neue Sparkassenbücher sind ausgegeben 208 Stück.
Der Umsatz betrug.... 71000788,40 Mt.
Saarbrücken, den 1. Mai 1902.
Der Rendant,
Dettweiler.
Wie aus dem Inhalt eines im Druck vorliegenden
„Gesellschafts-Vertrags der Loos-Gelegenheits-Gesellschaft“
hervorgeht, besteht eine solche Gesellschaft aus 50 Mitgliedern.
Diese haben 560 Monate hindurch je 5 Mk. (im Ganzen also
12500 Mk) zu zahlen, wofür 300 Barletta-Loose erworben
werden, sodaß schließlich auf jedes Mitglied 6 Loose kommen.
Für die 6 Loose, die das Mitglied bei Auflösung der auf
50 Monate gebildeten Gesellschaft erhält. zahlt es also im
Banzen 250 Mk. ein, währerd die auf 100 Fr. (Lire) lauten—
den Loose an der Berliner Börse nach den Kurslisten zu
einem Kurs von etwa 20 Proz. gehandelt werden. sodaß
der wirkliche Werth eines Stückes ungefähr 16 Mk., der
von 6 Stück also ungefähr 96 Mk. beträgt.
In Kopenhagen haben die Barletta⸗Loose keinen festen
Kurs, sollen aber zu ungefähr 10 Kronen (* 11,25 Mk.)
das Stück käuflich sein.
Da die Loose demnach von den Mitgliedern der Gesell⸗
schaft weit über den Werth bezahlt werden, der ganze Ge⸗
schäftsplan also auf Ausbeutung geschäftlicher Unerfahrenheit
zu beruhen scheint, muß vor dem Beitritt zu einer der—
artigen „Loos-Gelegenheits-Gesellschaft“ dringend gewarnt
werden.
Saarbrücken, den 12. Mai 1902.
Der Köniagliche Landrath, von Fidler.
Deffentlicher Anzeiger.
Seit Jahrzehnten bei Aerzten und Publikum gleich
Nbeliebi, ficher, dabei angenehm wirkendes, unschäd—
liches Mittel, haben sie ihren Welt-Ruf bewahrt bei
Stufve onfung
Hartleibigkeit deren Folgezustãuden, wie Blut⸗
undrang Kopfichmerzen, Appetitlofigkeit, Un—⸗
behageun u. j. w. Man lese die Broschüre mit
den Reußerungen vieler angesehener Professoren.
Bestandtheile der ächten Apoih. Rich. Brandt'—
schen Schwelzerpillen (à Schachtel 1 Mt.):
Extract von Silge 1 gr., Moschnsgarbe, Absynth, Aloe je 1 gr
Billerkiee, Gentian, je 056 gr., Gentlan und Bitterkleepulver in gleichen
Theilen, um daraus 50 Pillen von 0.12 gr. herzustellen.
Ansichts Postkarten der Schweiz,
die interefsautesten Gegenden 24 Serien ñ 5 Stück sind in faft
allen Avotueken gratis erhältlich.
—*
J—
In verschiedenen deutschen Zeitungen sind neuerdings
Anzeigen folgenden Inhalts erschienen:
„U2 Millionen Mark
sind mit einem Loos zu gewinnen. Jedes Loos mindestens
ein Gewinn. Der kleinste Treffer beträgt mehr wie der
Einsatz, daher kein Risiko. Keine Klassenlotterie, keine Serien—
oder Ratenloase. Gesetzlich erlaubt. Kein Schwindel. Jeder
überzeuge sich erst und verlange Prospekt.“
(Es folgt die Angabe der Bezugsstelle.)
Diejenigen, die sich auf die Sache einlassen, erhalten
von einem Geschäft in Kopenhagen, das anscheinend mit
dem Bankhause in Zusammenhang steht, vor dem in der
Nummer 271 des „Reichs-Anzeigers“ vom 13. November
1900 gewarnt worden ist, eine Einladung zum Beitritt zu
einer sogenannten Loos-Gelegenheits-Gesellschaft
zugesandt, deren Zweck der Ankauf von Barletta- und Ma—
drider 100-FFrancs-Loosen sein soll.
Alebersicht der Orle,
mit denen Saarbrücken St. Johann im
Fern⸗Sprechverkehr
steht, nebst
Gebühren⸗Verzeichnis.
S 1 Mark per Gæemplar
vorrätig bei
Gebr. Hofer, Budhdrutlerei,
S—rbrũücken.
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Redaktion des nicht-amtlichen Theils. Druck und Nersaavon Gebrüder Sofer in Saarbrücken.
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