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den Kreis Saarbrücken. —
Amtliches Anzeigeblatt für
Nr. 7.
Bekanntmachungen des Königlichen Regierungs-Präsidenten.
Montag, den 12. Februar
1900.
Trier, zu Mitgliedern der Prüfungsbehörde für die Apo—
thekergehülfen-Prüfung von mir ernannt worden sind.
Die Prüfungen werden in der zweiten Hälfte der
Monate Maͤrz, Juni, September und Dezember jeden Jahres
abgehalten. Nach 8 2 der vorgenannten Bekanntmachung
oom 13. November 1875 sind die Anträge auf Zulassung
zur Prüfung seitens der Lehrherren spätestens bis zum 15.
des vorhergehenden Monats an den unterzeichneten
Regierungspräsidenten zu richten.
Trier, den 6. Januar 1900.
Der Regierungs-Präsident.
zur Nedden.
Nach einer Bekanntmachung des Polizei-Präsidenten in
Berlin vom 17. Dezember 1899 erbietet sich der in Berlin,
Schutzenstraße Nr. 6a, wohnhafte Reisende Eduard Damp,
der sich auch fälschlich als Schiffsoffizier a. D. bezeichnet,
wiederum in Annoncen und in einer von ihm verfaßten
Broschüre: „Wie ich von meinem langjährigen Lungen- und
Kehlkopfleiden geheilt bin“ zur Vornahme von Kuren.
p. Damp, welcher nicht die geringste Vorbildung für
die ärztliche Kunst genossen hat, verabfolgt seinen Patienten
Leinsamenthee und Spartiumthee. Die Untersuchungen haben
ergeben, daß der Spartiumthee ein heftig wirkendes Herzgift
enthält, daß die zum Preise von 12,80 Mark abgegebenen
Miltel einen Werth von höchstens 1,80 Mark besitzen und
daß die genannte Broschüre völlig werthlos ist.
Ich warne daher dringend, sich in Krankheitsfällen an
den p. Damp zu wenden.
Trier, den 31. Dezember 1899.
Der Regierungs-Präsident.
J. V.: von Rosenberg-Gruszcezynski—.
Dem Komitee für den Luxuspferdemarkt in Briesen
/Westpr. hat der Herr Minister des Innern durch Erlaß
vom 24. Dezember v. J., Nr. II 15821, die Erlaubniß
ertheilt, in Verbindung mit dem nächstjährigen — zweiten
— Pferdemarkte eine öffentliche Verloosung von Pferden,
Wagen und anderen Gegenständen zu veranstalten und
die Loose — 120000 Stück zu je 1 Mk. — in der ganzen
Monarchie zu vertreiben. Die Anzahl der Gewinne beträgt
1652 im Gesammtwerthe von 50000 Mark.
Trier, den 10. Januar 1900.
Der Regierungs-Präsident.
zur Nedden.
Durch die in Stück 35 des Amtsblattes vom 31.
August v. Is. auf Seite 376/77 zum Abdruck gebrachte
Bekanntmachung, betreffend die beim Institut für Infektions⸗
krankheiten in Berlin eingerichtete Station für Schutz—
impfungen gegen Tollwuth, ist mitgetheilt worden, daß die
Kosten für die zur Behandlung im Institut aufzunehmenden
Patienten sich pro Tag auf 1,50 Mk. für jedes Kind unter
12 Jahren, auf 2 Mk. für jeden Erwachsenen belaufen, und
daß nach diesen Sätzen 48 Mk. resp. 60 Mk. im Voraus
anzuzahlen sind. Nachdem es nothwendig geworden ist,
diese Kurkostensätze vom 1. Januar 1900 ab auf 2 Mk.
resp. 2,60 Mk. pro Tag zu erhöhen, bedarf es von diesem
Zeitpunkte ab auch der Einzahlung eines entsprechend höheren
Kurkostenvorschusses, der sich danach auf 60 Mk. resp. 75
Mk. beläuft.
Trier, den 4. Januar 1900.
Der Regierungs-Präsident.
J. V.: von Rosenberg-Gruszczynski.
Der Herr Ober-Präsident der Rheinprovinz hat durch
FErlaß vom 4. d. Mts Nr. 20669 dem Kirchenvorstand der
katholischen Pfarrgemeinde Oberehe im Kreise Daun die
Erlaubniß ertheilt, behufs Aufbringung der Mittel zum
Neubau einer katholischen Pfarrkirche in Oberehe eine Haus⸗
sollekte bei den katholischen Bewohnern des Regierungsbezirks
Trier bis Ende Juli d. Is. durch Deputirte der genannten
Bemeinde abhalten zu lassen.
Trier, den 17. Januar 1900.
Der Regierungs-Präsident.
zur Nedden.
Des Königs Majestät haben dem Vereine für die Her—
stellung und Ausschmückung der Marienburg mittelst Aller—
höchster Ordre vom 27. Dezember 1899 die Erlaubniß zu
ertheilen geruht, eine Anzahl weiterer Geldlotterien mit
einem Reinertrage von 2 Millionen Mark zu veranstalten
und die Loose in der Monarchie zu vertreiben.
Trier, den 24. Januar 1900.
Der Regierungs-Präsident.
zur Nedden
Auf Grund des 81 Absatz 3 der Bekanntmachung des
Herrn Reichskanzlers vom 13. November 1875 — A.Bl.
1875 Seite 294/96 — betreffend die Prüfung der Apotheker—
gehülfen, wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht,
daß für die 3 Jahre 1900,1902 der Regierungs- und
Medizinalrath Dr. Arthur Schmidt' hierselbst zum, Vor—
ißzenden die Apotheker Arheit und Lengemann hoeide ⁊u