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aufgefordert, die Gebühren für derartige „Feldtelegramme“
zurückzuerstatten.
AÄls Voraussetzung hierfür gilt, daß die Telegramme
aus besonders wichtiger Veranlassung und von solchen in
Deutschland wohnenden Angehörigen zur Absendung gelangen,
deren Mittellosigkeit durch ortspolizeiliche Bescheinigung
beglaubigt ist.
Ueber die für Feldtelegramme nach Ostasien vorgeschrie⸗
bene Form geben die Kaiserlichen TelegrapheneAemter
Aufschluß.
Berlin, den 22. September 1900.
Der Kaiserliche Kommissar und Militär-Inspekteur
der freiwilligen Krankenpflege.
Friedrich Graf zu Solms-Baruth.
Das K. Amtsgericht Ludwigshafen a. Rh. hat auf
Grund des 8 226 R.⸗St.-G.«B. Haftbefehl erlassen gegen
Karl Kuhn, geb. 11. Februar 1880, Sohn von Michgel,
Maurer von Ludwigshafen a. Rh., weil Kuhn dringend
verdächtig ist, am 7. October 1900 den Fabrikarbeiter
Peter Frank vorsätzlich körperlich mißhandelt und hierdurch
den Tod des Frank verursacht zu haben.
Kuhn hot am Morgen des elften Oktober 1900 Ludwigs⸗
hafen am Rhein verlassen.
Signalement des Kuhn: 1,66 Meter groß, schwarze
Haare, schwarze Augenbrauen, schwarzes Schnurrbärtchen,
gut genährt, kräftig gebaut, Hose, Rock und Weste aus dem⸗
selbem Stoff: braunem Cheviot — trägt wahrscheinlich
anter diesen Kleidern einen Arbeitsanzug, bestehend aus
heller, englisch-lederner Hose und blau⸗ und weißgestreifter
Blouse, — schwarzer, weicher Filzhut.
Ich ersuche um Fahndung, Festnahme und Drahtnachricht.
Frankenthal, 11. Oktober 1900.
Der Kgl. Erste Staatsanwalt,
Martini.
Bekanntmachung.
In dem Gehöft der Wittwe Andreas Bucher in Blies—
ransbach ist eine Kuh an Milzbrand gefallen. Die Gehöft—
perrung wird hiermit angeordnet.
Brebach, den 11. Oktober 1900.
Die Polizei⸗Verwaltung.
Der Bürgermeister,
Fritsch.
Bekanntmachung.
Unter dem Schweinebestande des Lokomotivputzers
Theodor Herrmann zu Völklingen ist die Schweineseuche
ausgebrochen, weshalb über das Gehöft die Stallsperre
verhängt worden ist.
Völklingen, den 15. Oktober 1900.
Die Polizeiverwaltung.
Der Buͤrgermeister,
StBrmer.
Saarbrücken, den 22. Oktober 1900.
Der Königliche Landrath. von Fidler.
Vodaktion des nicht—amtlichen Theise Denck und
Deffentlicher Anzeiger.
Bekanntmachung.
Der Gastwirth Johann Glefsius aus Neufechingen beab—
sichtigt, auf seiner in Flur 4, Parzellen⸗-Nr. 4738/ 117 der Gemeinde
Fechingen gelegenen Parzelle ein
Schlachthaus
zu errichten. Dieses Unternehmen wird hiermit in Gemäßheit des 817 der
Bewerbeordnung und der zur Ausführung derselben ergangenen
ministeriellen Anweisung vom 9. August 1899 mit der Aufforderung
zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß etwaige Einwendungen binnen
1i4 Tagen schriftlich oder zu Protokoll des Unterzeichneten
anzubringen sind. Zeichnung und Beschreibung liegen während
der Dienststunden in meiner Amtsstube zur Einsicht offen. Die
Kinspruchsfrist nimmt ihren Anfang mit dem Tage, an welchem
die diese Bekanntmachung enthaltende Nummer des „Saarbrücker
Kreisblattes“ ausgegeben wird und ist für alle Einwendungen, welche
nicht auf privatrechtlichen Titeln beruhen, präklusivisch, sodaß nach Ab—
lauf dieser Frist Einwendungen nicht mehr angebracht werden können
Zur muͤndlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen
habe ich Termin auf
Donnerstag, den 8. November 1900, Vormittags 11 Uhr.
auf meiner Amtsstube hierselbst anberaumt. Ich bemerke noch aus—
drücklich, daß im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der
Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen
norgegangen werden wird.
Brebach, den 15. Oktober 1900.
Die Polizei-Verwaltung.
Der Bürgermeister,
IV
Für das Arbeiterjunggesellenheim
mit z. Zt. ea. 300 Einwohnern eines
größeren industriellen rheinischen Werkes
wird ein
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Verwalten
gesucht, der auch die Küche mit übernehmen müßte.
Bewerber, energ., dabei tadellosen Charakters,
die durch ruhiges, zielbewußtes Auftreten in einer
derartigen Anstalt Ordnung zu halten vermögen
und moͤglichst bereits einen ähnlichen Posten be⸗
kleideten, wollen Lebenslauf u. Zeugnisabschriften
unter Angabe der Gehaltsansprüche und des evt.
Eintritts einreichen unter Re. 4512 an Rudols
Hoase. KGöln. 46
n
IXte Straßburger
Pferde⸗Lotterie.
Ziehung garantiert 12. Nov. 1900
Gew. l.V.
Haupt· —— cc —
Ib, Ob, 3000 2. CD anariensünger
Voos Mt, 11 Loose 10 A 71 g
Porto u. Liste 25 Pfg. extra) ee a q
empfiehlt sowie alle genehmigten Loost —— frei r eressant
ß seneral· Macehro, St. Andreas
J.ürer ucagtraxhurf c Weenüs. Sa glidrenbert i-p.
In Saarbrücken bei Gebr. Bauer a⸗
Leonh. Bauer; in St. Johann be ff. fette . Gänse
Fr. abersern, Fr. Uocichert, A nur prima Waare, 8 bis 10 Pfund.
Rosprieh, p. Wagner; in Alten, 2, KFfund 40 bis 45 Pfg. Enten
wald bei Roh. Stass. A0 55 Pfg. gegen Nachnahme franko.
Mi⸗d⸗rv⸗x*ufer werden gefucht Zud ANiekel. Kallkannen hel Tilshi
Nerslao unnn Geheüder 5955— Sannarhrücken