Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Bekanntmachung.
Bei einer von dem Metzger Schunk im hiesigen Schlacht⸗
hofe geschlachteten Kuh wurde die Maul- und Klauenseuche
estgestellt.
Die erforderlichen Schutzmaßregeln und die Sperre
über den Stall der Wirthschaft „Zum deutschen Reich“,
Lebacherstraße 12, sind angeordnet.
Malstatt-Burbach, den 2. Februar 1899.
Die Polizeiverwaltung.
Der Buͤrgermeister,
Meyer.

Personal-Chronik.

Im Bezirk der Königlichen Bergwerksdirektion zu
Saarbrücken wurde dem Mitglied der Bergwerksdirektion,
Bergrath Grumbrecht zu Saarbrücken, sowie den Bergwerksdirektoren
 Bergrath Stapenhorst zu Friedrichsthal, Bergrath
Krümmer zu Sulzbach, Bergrath Hueck zu Grube Gerhard,
Bergrath Kaltheuner zu Dudweiler und Bergrath Wende—
roth zu Kohlwaage der Rang der Räthe IV. Klasse ver—
liehen.
Zu Schichtmeistern wurden ernannt die Bergrevier⸗
Büreau-Assistenten: Filitz, bisherzu Eisleben, bei der Berg—
inspektion IX, Grube Friedrichsthal, Wolterstorf, bisher zu
Dberhausen und Dubitscher, bisher zu Saarbrücken bei der
Berginspektion IV, Grube Dudweiler.
Der Militäranwärter Wenneis bei der Berginspektion II.
GBrube Gerhard.
Versetzt wurden: Der Schichtmeister Werner von der
Berginspektion VII, Grube Heinitz, an die Berginspektion II,
Brube Gerhard und der Schichtmeister Schwilling von der
Berginspektion II, Grube Gerhard, an die Berginspektion VII.
Brube Heinitz.

Auszug aus der Vacanzenbiste
für Militair-Anwärter

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 20. März 1899, Beuel, Brölthaler Eisenbahngesellschaft
 in Hennef (Sieg), 83) Bremser, M hute elemen⸗
are Schulbildung, sowie körperliche Gesundheit und Rüstig⸗
keit, 5) 6 Monate, 6) auf 2 monatige Kündigung, 7) —,
3) 800 Mark Gehalt jährlich, 9) ja, 10) die Stelle ist
pensionsberechtigt, Militärdienstjahre kommen bei der Ven—
ionierung nicht in Anrechnung.
2. 2) sofort, Bonn, Königl. Gefängniß, 3) Ausseher,
Nüchternheit, körperliche Ruͤstigkeit, besonders ruhiges
Verhalten den Gefangenen gegenüber, 5) 6 Monate, 6) nach
»eendeter Probedienstleistung auf 4 jährige Kündigung,
päter auf Lebenszeit, 7) —, 8) während der ProbedienstiAung
 7— Marf Remuvergtinn und 17 Marf 50Pfa

Miethsentschädigung monatlich, nach erfolgter Anstellung
300 Mark Gehalt und 210 Mark Miethsentschädigung jähr⸗
lich, 9 das Gehalt steigt von 3 zu 3 Jahren um je 100
bezw. 80 Mark bis zum Höchstgehalt von 1600 Mark und
210 Mark Miethsentschädigung jährlich, 10) persönliche
Vorstellung erwünscht, jedoch können Reisekosten nicht ver—
gütet werden.
3. 2) sofort, Bonn, Königl. Gefängniß, 3) Hilfs-Auf⸗
seher, 4) Nüchternheit, körperliche Rüstigkeit, besonders
ruhiges Verhalten den Gefangenen gegenüber, 5) —, 6) auf
1wöchige Kündigung, 7) —, 8) 2 Mark 95 Pfg. pro Tag,
3)) Einrücken in eine etatsmäßige Stelle nach Jahresfrist
aicht ausgeschlossen, 10) persönliche Vorstellung erwünscht,
edoch können Reisekosten nicht vergütet werden.
4. 2) 20. März 1899, Hennef, Brölthaler Eisenbahn⸗
Gesellschaft in Hennef (Sieg), 3) 4 Bremser, 4) gute ele⸗
mentare Schulbildung, sowie körperliche Gesundheit und
Rüstigkeit, 5)) 6 Monate, 6) auf 2monattige Kündigung,
7) —, 8) 800 Mark Gehalt jährlich, 9) ja, 10) die Stellen
sind pensionsberechtigt, Militärdienstjahre kommen bei der
Pensionierung nicht in Anrechnung.
5. 2) 1. März bezw. 1. April 1899, Köln, Königl.
Polizei⸗Präsidium, 3) 4 Schutzmänner, 4) Bewerber müssen
von tadelloser Führung, lese⸗ und schreibfähig, mindestens
m G6s em groß, durchaus gesund, nüchtern und gewandt
ein, 5) 6 Monate, während welcher der Wohnungsgeldzu⸗
schuß nicht gewährt wird, 6) bei erwiesener Qualifikation
nach Ablauf der Probezeit auf Lebenszeit mit Pensionsbe—
rechtigung, 7) —, 8) je 1000 Mark Gehalt, 180 Mark
Wohnungsgeldzuschuß jährlich, sowie freie Dienstkleidung,
9) ja, bis zum Höchstgehalt von 1500 Mark jährlich,
10) Bewerber, welche noch im aktiven Militärdienst stehen
erhalten den Vorzug.
6. 2) 20. März 1899, Puüttlingen (Kreis Saar—⸗
brücken), Bürgermeisteramt Püttlingen, 3) Feldhüter und
Hilfs⸗Polizeidiener für die Ortschaft Altenkessel, 4) körper—
che Rüstigkeit, Nüchternheit und Elementarschulbildung,
5) 6 Monate, 6) auf 1monatige Kündigung, 7) —,
8) als Feldhüter 165 Mark, als Hilfs-Polizeidiener
85 Mark, Summa 240 Mark jährlich, 9) ja, 10) die Stelle
ist nicht pensionsberechtigt, Bewerbungen sind bis spätestens
10. März 1899 einzureichen.
7. 2) 1. Mai 1899, wird bei der Einberufung be—
timmt, 3) Briefträger, 4) Elementarschulbildung und
'örperliche Rüstigkeit, 55 6 Monate, 6) auf 3 monatige
Aündigung, 7) —, 8) 800 Mark Gehalt und der gesetzliche
Wohnüungsgeldzuschuß jährlich, 9) das Gehalt steigt bis zu
1500 Mark jährlich, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserl.
Ober⸗Postdirektion in Köln (Rhein) zu richten.
8. 2) 1. April 1899, Saarbrücken, Kaiserl. Postamt,
3) Postschaffner, 4) körperliche Gewandtheit, Rüstigkeit,
Elementarschulkenntnisse, 53 6 Monate, 6) auf 3monatige
Zündigung, 7) —, 8) 900 Mt. Gehalt und 180 Mk
Wohnungeͤgeldzuschuß jaͤhrlich, M Gehalt steigt bis 13800 Mk
jährtich, 100 Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober⸗-Poft
direktion in Trier zu richten.

Saarbrücken. den 13. Februar 1899
.iaftiche Lardretfiy Rafe

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