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des Grundbuchs das Grundstück oder ein Rechhtt an demselben
ꝛrworben hat, nicht geltend machen kann und daß er sein
Vorzugsrecht gegenüber denjenigen, deren Rechte früher als
das seinige angemeldet und demnächst eingetragen sind, verliert.
Ist die Widerruflichkeit eines Eigenthumsüberganges
nicht angemeldet worden, so finden die Vorschriften des ersten
Absatzes nach Maßgabe der Bestimmungen des 87 An—⸗
vendung.
8 7. Das Recht, einen Eigenthumsübergang rückgängig
zu machen, wirkt, sofern die Widerruflichkeit des Ueberganges
nicht im Grundbuch eingetragen ist, gegen einen Dritten,
velcher ein Recht an dem Grundstück gegen Entgelt erworben
hat, nur dann, wenn zur Zeit dieses Erwerbes der Fall der
Kückgängigmachung bereits eingetreten und dieses dem Dritten
bekannt war.
In Ansehung einer kraft Gesetzes eintretenden Wieder—
aufhebung eines Eigenthumsüberganges finden die Bestim—
mungen des ersten Absatzes entsprechende Anwendung.
Völklingen, den 25. Mai 1899.
Konigliches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
Die unter dem Geflügelbestande des Rittmeisters Spiel—
herg hier, Thalstraße 33, festgestellte Geflügelcholera ist er⸗
loschen. Die angeordneten Schutzmaßregeln sind aufgehoben
vorden.
Saarbrücken, den 7. Juli 1899.
Die Polizei-Verwaltung.
Der Bürgermeister,
Feldmann.
Bekanntmachung.
Nachdem der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche
in den Gehöften der Wittwe Heinrich Becker und des Pen⸗
sionärs Peter Streit in Hanweiler amtlich festgestellt worden,
ist über genannte Gehöfte die Sperre verhängt.
Kleinblittersdorf, den 7. Juli 1899.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister,
Weber.
Bekanntmachung.
Unter dem Rindviehbestande des Georg Gräßel zu
Ritterstraße ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Ueber das Gehöfte ist die Sperre verhängt.
Püttlingen, den 7. Juli 1899.
Der Bürgermeister,
Pickard.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Vaufende Nummer. 2) Die Bacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
zaältsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
d) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. Juli 1899, Asbach, Bröthaler Eisenbahn-Aktien⸗
Gesellschaft in Hennef (Sieg), 3) Bremser, 4) qute elementare
Schulbildung, sowie körperliche Gesundheit und Rüstigkeit,
5) 6 Monale, 6) auf 2monatige Kundigung, 7) —, 8) 800
Mek. Gehalt jährlich, 9) ja, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt;
Militärdienstzeit wird beider Pensionierung nicht angerechnet.
2. 2) sofort, Berg-Gladbach, Polizei-Verwaltung, 8)
Polizeisergeant, 4) gute Führung, namentlich Nüchternheit,
Thätigkeit, Energie und Befähigung zur Abfassung von An—
zeigen, kräftige Körperkonstitution, 5) 6 Monate, 6) auf 8
monatige Kündigung, 7) —, 8) 900 Mk. Gehalt, 75 Mk.
Kleidergeld und 160 Mk. Wohnungsgeld jährlich, 9) ja, 10)
bei definitiver Anstellung wird die Stelle pensionsberechtigt,
die Militärdienstjahre werden bei der Pensionierung nicht
angerechnet; Meldungen sind unter Beifügung der Zeuanisse,
des Zipilversorgungsscheins eines amtlichen Gesundheits⸗
attestes und eines selbstgeschriebenen Lebenslauf einzureichen.
3, 2) 1. Zuli 1899, Beuel, Brölthaler Eisenbahn-Ak—
tien-⸗Gesellschaft in Hennef (Sieg), 8) Bremser, 4) qutie ele—
mentare Schulbildung, sowie körperliche Gesundheit und Rüstig⸗
keit, 5) 6 Monate, 6) auf 2monatige Kündigung, 7) —,
8) 800 Mk. Gehalt jährlich, 9) ja, 10) die Stelle ist pen⸗
sionsberechtigt; Militärdienstzeit wird bei der Pensionierung
nicht angerechnet.
4. 2) 9. Juli 1899, Bischmisheim, Bürgermeisteramt,
3) Feldhüter, 4) körperliche Rüsiigkeit, 5) —, 6) auf Kün⸗
digung, 7) —, 8) 500 Mk. Gehalt jährlich, 9)) —, 10) die
Stelle ist vicht pensionsberechtigt.
5. 2) sofort, Gummersbach, Königl. Amtsgericht, 3)
2 Kanzleigehülfen, 4) deutliche und schoͤne Handschrift, 8)
z Wochen, 6) auf Kündigung, 7) —, 8) je 60 bis 80 Mk.
Schreiblohn monatlich, 9) —, 10) Bewerbungen sind an den
aufsichtführenden Amtsrichter in Gummersbach zu richten.
6. 2) sofort, Hermülheim (Landkreis Köln), Bürger⸗
meisteramt Hürth zu Hermülheim, 8) 1. Sekretär der 6
Spezialgemeinden und der 9100 Seelen zählenden Bürger—
meisterei Hürth, 4) genügende Befähigung zur selbständigen
Verwaltung der Stelle im Sinne des 8 13 des Gesetzes vom
21. Juli 1892 und der ergangenen Ausführungsbestimmungen,
radelfreie Fuührung, Wohnsitz Hermülheim, 5) 6 Monate, 6)
3 monatige Kündigung, 7) —, 8) 1000 Mk. Gehalt jährlich,
9) —, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
7. 2) sofort, Kelberg, Bürgermeister zu Kelberg, 8) Ge⸗
meindeförster, 4) Inhaber des unbeschränkten Forstversor⸗
zungsscheins und Reservejäger der Klasse Al haben die
chriftliche Erklärung abzugeben, durch die Anstellung ihre
Forstversorgungsansprüche als erfüllt zu betrachten; Bewer—
zungen sind dem Bürgexmeister zu Kelberg unter Vorlage
der Berechtigungsnachwestdc binnen 6 Wochen einzureichen,
5) —, 6) — 7) — 8) das Anfangsgehalt beträgt 1000 Mk.,
Wohnung⸗ und Brennholzberechtigung fehlen, 9 nach den
ersten 8 Jahren tritt eine Alterszulage von 100 Mk. und
nach jeden weiteren 8 Jahren eine solche von 50 Mk. hinzu,
bis das Höchstgehalt von 1600 Mk. erreicht ist.
8. 2) 1. Juli 1899, Kreuznach Polizei-Verwaltung,
3) Nacht⸗Wachtmeister, 4) Erfahrung im Polizeidienst, Ge—
wandtheit in der Anfertigung von schriftlichen Arbeiten,
örperliche Rustigkeit, Nüchternheit, Größe nicht unter 1 m
38 em, 5) 6 Monate, 6) auf 83 monatige Kündigung, 7) —,
3) 1200 bis 1600 Mk. Gehalt jährlich und freie Dienst⸗
kleidung, 9) ja, 10) die-Stelle ist pensionsberechtigt mit
Anspruch auf Wittwens und Waisenversorgung; die Militär⸗
dienstjahre werden bei der Pensionierung in Anrechnung
zebracht; Gesuche sind baldigst an das Bürgermeisteramt
Zreuznach zu richten.