Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Die Herren Ortsschulinspektoren werden ersucht, den
Lehrern bezw. Lehrerinnen aufzugeben, die Abschriften der
Stundenpläne mit genauer Angabe des Unterrichtsanfanges
und -Schlusses alsbald einzureichen.
Die Herren wollen die betr. Pläne sammeln und hierher
einsenden.
Saarbrücken, den 12. Mai 1898.
Königl. Kreisschulinspektion J und II.
Ewald. Mylius.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht,
daß vom 1. Apriled. Is. ab die Verwaltung des Bergreviers
Ost⸗Saarbrücken dem Bergmeister Remy mit dem Amtsvohnsitz
 Saarbrücken, dem Bergrath Raiffeisen dagegen die
Verwaltung des Bergreviers Neunkirchen, gleichssalls mit
dem Amtswohnsitz Saarbrücken, übertragen worden ist.
Bonn, den 2. Mai 1898.
Königliches Oberbergamt.

Auszug aus der Vacanzendiste
für Militair-QAnwärter.

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗—⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa. der Anstellung vorangehenden Probezeit.
bb) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Aussicht auf. Verbefsserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. Mai 1898, Bonn, Ober-Buürgermeisteramt,
3) 2 Polizeisergeanten, 4) Rüstigkeit, Energie und Zu—
verlässigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf gegenseitige 83 monatige
—DDD
entschädigung, 100 Mk. Kleidergeld jährlich, 99 ja, das
Behalt steigt alle 2 Jahre um je 50 Mk. bis zum Höchstbetrage
 von 1500 Mk. jährlich, 10) die Stellen sind pensions—
berechtigt mit Anspruch auf Wittwen- und Waisenversorgung;
die Militärdienstzeit vom 21. Lebensjahr wird als penfions—
fähige Dienstzeit angerechnet.
2. 2) sofort, Koblenz, Königl. Artillerie-Depot, 3)
hilfsschreiber, 4) gewandte, gut leserliche Handschrift, Zu—
verlässigkeit und Nüchternheit, 5) —, 6) auf gegenseitige
1wöchige Kündigung, 7) —, 8) 2,50 Mk. für den Arbeitstag,
 9 nein.
3. 2) 1. Mai bezw. 1. Juni 1898, Köln, Königl.
Polizei⸗Präsidium, 83) 17 Schutzmänner, 4) Bewerber müssen
von tadelloser Führung, lese- und schreibfähig, mindestens
1,65 Meter groß, durchaus gesund, nüchtern und gewandt
sein, 5) 6 Monate, während welcher der Wohnungsgeld⸗
zuschuß nicht gewährt wird, 6) auf Lebenszeit, 7) —, 8) je
1000 Mk. Gehalt, 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß jährlich
und freie Dienstbekleidung, 9) ja, bis zum Höchstgehalt von
1500 Mk. jährlich, 10) Bewerber, welche noch im aktiven
Militärdienst stehen, erhalten den Vorzug.
4. 2) 1. Juli 1898, Malstatt Burbach, Bürgermeister⸗
amt, 83) Schutzmann, 4) körperliche Rüstigkeit, Nüchternheit,
Alter nicht Uber 35 Jahre, Größe mindestens 1,70 Meter,
Flementarschulbildung, einige Gewandtheit im Schreiben
5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kuündigung, 7) —, *
1100 Mk. Gehalt, freie Dieustbekleidung und 144 Me

Miethsentschädigung für ledige und 280 Mk. fur verheiratete
Personen jährlich, 9) ja, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt,
doch gelangt die Militärdienstzeit bei der Pensionierung nicht
zur Anrechnung; persönliche Vorstellung erwünscht.
5. 2) 1. bezw. 20. Juli 1898, Stetten (Hohenzollern
Königl. Berg- und Salinen-Inspektion, 8) Bureaugehilse,
M Bewerber muß eine hübsche Handschrift haben, das Ge—
schäftsjournal und die Verkaufsregister nebfst Handkasse führen
önnen, auch die Registratur zu besorgen und Schreibarbeiten
auber auszuführen in der Lage sein, 5) 4 Monate, 6) auf
Z monatige Kündigung, 7) —, 8) 1100 Mk. Gehalt jährlich
zegen 36 Mk. Miethe jährlich, eine Wohnung aus 3 Zimmern,
Fuche ꝛc. bestehend, 9 eine Verbesserung ist bei vorzüglicher
Leistung nicht ausgeschlossen, 10) Reisekosten werden nich
gezahlt.
6. 2) sofort, Trier, Ober-Bürgermeisteramt, 8) Stadt
jekretariats Assistent, 4) gute Führung, Erfahrung in den
Arbeiten für die Einkommensteuere und Vermögenssteun—
Veranlagung oder aber die Befähigung, sich die geforderten
enntnisse innerhalb der Probezeit anzueignen, worübe
Zeugnisse vorzulegen sind, 5) 6 Monate, 6) auf Lebenszeit
7) —, 8) 700 Mk. Gehalt jährlich, 9 ja, 10) die Sielle
ist pensionsberechtigt, die Militärdienstzeit wird bei der
Pensionirung angerechnet.
7. 2) 1. April 1898, Trier Löwenbrücken, Bürger⸗
meisteramt der Vororte Trier, 8) Polizeisergeant, 4) gute
Elementarschulbildung, odentliche Handschrift, 5) —, 6) auf
3 monatige Kündigung, 7) —, 8) 960 Mk. Gehalt, 75 Mk
Kleidergeld, 120 Mk. Remuneration für Botendienst jährlich,
9) —, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
8. 2) sofort, Unkel, Bürgermeisteramt, 8) Polizei—
sergeant, 4) leserliche Handschrift, 5) —, 6) auf Kündigung
7) —, 8) 900 Mk. Gehalt jährlich, 9) nein, 10) die Stelle
ist nicht pensionsberechtigt.

Spar- und Darlehnskafsse für den Kreis Saarbrücken.
Im Monat April 1898 sind an Einlagen
eingezahlt..... . . 248868,98 4
und zurückgenommen worden. .. 217738,38,
Mithin Mehr⸗Einnahme. 28125,60 M
Saarbrücken, den 1. Mai 1898.
Der Rendant,
Dettweiler.

Saarbrücken, den 16. Mai 1898.
Der Könialiche Landrath. Bake

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