Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Bekanntmachungen anderer Behörden.
Die nächste Prüfung der die Berechtigung zum einjährigfreiwilligen
 Militärdienst nachsuchenden jungen Leute findet
am 21. September 1898, Nachmittags 23 Uhr, und an
den beiden folgenden Tagen im Sitzungssaale der Könialichen
Regierung hierselbst statt.
Bei der Meldung zu dieser Prufung, welche gemäß
z 91, 2 der Wehr-Ordnung vom 22. November 1888
schriftlich bei der unterzeichneten Kommission bis spätestens
zum 1. August d. Is. erfolgen muß, sfind die Vorschriften
des 8 89, 4 und 5 der Wehr-Ordnung zu beachten und
wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß dem Gesuche
ein selbstgeschriebener Lebenslauf beizufügen und anzugeben
ist, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende
zeprüft zu werden wünscht.
Trier, den 6. Juni 1898.
Der Vorsitzende
der Prüfungs-Kommission für Einjährig-Freiwillige.
Naumann.
Auf Grund des 8 3 des Gesetzes über das Grundbuch⸗
wesen und die Zwanagsvollstreckung in das unbewegliche
Vermögen im Geltungsbereiche des Rheinischen Rechts vom
12. April 1888 (Geis.“S. S. 52) wird bekannt gemacht, daß
die Anlegung des Grundbuchs nunmehr auch für folgende
Brundstücke erfolgt ist:
1. Gemeindebezirk Saarbrücken:
Flur 1Nr. 14660,478, 1473,0,477.
2. Gemeindebezirk Fischbach (ein Theil der Katastergemeinde
Quierschied): Flur 16 Nr. 9240, 152.
3. Gemeindebezirk St. Arnual:
Flur 4 Nr. 20, Flur 5 Nr, 38, 5, 18, Flur 4 Nr. 2
Flur 2 Nr. 11315, Flur 5 Nr. 21, Flur 7 Nr. 41.
4. Gemeindebezirk St. Johann.
Flur 36 Ar. 301/22.
Saarbrücken, den 5. Mai 1898.
Königliches Amtsgericht 5.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Tie Vacanz tritt ein: wann? wo?
dei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
b) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle
) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) sofort, Aachen, Königl. Polizei-Direktion, 8)
sKanzleidiätar, 4) Nüuchternheit, Energie, gutes moralisches
Verhalten, körperliche Gesundheit und Rüstigkeit, gutes
Auffaffungsvermögen, schöne und gewandte Handschrift, Schul⸗
denfreiheit, 5) 6 Monate, 6) bei eintretender Vakanz erfolgt
die Anstellung als Kanzlist auf Lebenszeit, 7) —, 8) 1350
Mt. Jahreskemuneration, 9) ja, durch eveni. Aufrüscken in
eine freiwerdende Kanzlistenstelle mit einem Gehalt von
1600 Mk., welches bis zu 2200 Mk. steigt, und 182 Mt.
Wohnungsgeldzuschuß jährlich.
2. 2) 1. Mai 1898, Bonn, Kaiserl. Postamt 1, 8)
Landbriefträger, 4) Elementarschulbildung, körperliche Rustig—
keit. 5) 6 Monate, 6) auf 8monatige Kuͤndigung7) — 8,
700 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß jahrlich.

9) das Gehalt steigt bis jährlich zu 900 Mk., 10) Bewer—
bungen sind an die Kaiserl. Ober⸗Postdirektion in Köln zu
richten.
æ 3. 2) 20. Juli 1898. Ensdorf (Kreis Saarlouis),
Bürgermeisteramt Lisdorf, 8) Polizeidiener, Feldhüter und
Vollziehungsbeamter, 4) gute Elementarschulkenntniße, Zu⸗
verlässigkeit, Rustigkeit, Gesundheit, Alter nicht über 836
Jahre, 5) 6 Monate, 6) auf 1 jährige Kündigung, 7) —, 8)
750 Mk. Gehalt, circa 80 Mt. Nebeneinnahme jaährlich,
9) bei endgültiger Anstellung außerdem 160 Mk. Mieths—
entschädigung und 120 Mk. Kleidergeld jährlich, 10) für
das Gehalt und die Miethsentschädigung ist Pensionsberech—
tigung und Wittwen- und Waisenversorgung ausgesprochen,
über Anrechnung der Militärdienstzeit wird besondere Ver⸗
einbarung getroffen; Militärpapiere, Zivilversorgungsschein
oder Anstellungsbescheinigung, Führungsatteste, selbstgefertigter
Lebenslauf sind der Bewerbung beizufügen.
4. 2) sofort, Aachen, Königl. Amtsgericht. 3) Kanzlei⸗
gehilfe, 4) geläufige Handschrift, 5)) —, 6) auf monatige
Kündigung, 7) —, 8) 90 bis 100 Mk. Schreiblohn monat⸗
lich, 9 —, 10) Bewerbungen fsind an den auffichtsführenden
Amtsrichter in Aachen zu richten.
5. 2) sofort, Dillingen (Saar), Burgermeisteramt,
3) 2. Polizeidiener für den Nachtschutz, 4) Größe 1,70 Meter,
Nüchternheit, Zuverlässigkeit, Fähigkeit, schriftliche Anzeige
zu erstatten, 5) —, 6) auf 3monatige Kündigung, 7) —,
8) 1000 Mk. Gehalt und 100 Mk. Kleidergeld jährlich,
9) vorläufig nicht, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
6. 2) sofort, Eschweiler Aue, Eisenhütte Phönix, 3)
Portier, 4) derselbe hat den Eingang zur Hütte zu über—
wachen und das Kommen und Gehen der Arbeiter zu
kontrolliren und muß daher energisch und zuverlässiag sein,
auch muß er kleinere, schriftliche Rapporte abfassen können,
5) —, 6) auf 3monatige Kündigung, 7) —, 8 900 Mk.
Gehalt jährlich, 9) Verbesserung hängt von der Leistungs—
fähigkeit ab, 10) die Stelle ist den Militär-Anwärtern nicht
vorbehalten, wurde jedoch auf Wunsch veröffentlicht.
7. 2) —, Kalterherberg, Bürgermeisteramt, 3) Ge—
meindeförster, 4) nur forstlich vorgebildete Forstschutzbeamten
sind als Bewerber zulässig, etwaige Reflektanten wollen daher
ihrem an das Bürgermeisteramt Kalterherberg einzusendenden
Antrage sämmtliche seit Ertheilung ihres Militärpasses er—⸗
langten Dienst und Führungszeugnisse beilegen, 5) —,
6) —, 7) — 8) das normalplanmäßige Anfangsgehalt der
Stelle beträgt 750 Mik., 9) Gehalt steigt alle 3 Jahre um
je 50 Mk. in 7 Stufen bis zum Höchstgehalt von 1100 Mk.
8 2) sofort Odenkirchen, Bürgermeisteramt, 3) 3. Bureau⸗
gehilse, 4) muß mit der Führung des Meldeamts⸗— und
Standesamtsregisters vertraut sein, 5) 6 Monate, 6) auf
monatige Kundigung, 7) —, 8) und 9) 600 Mk. Anfangszehalt,
 steigend bei guter Führung alle 2 Jahre um je
100 Mk. bis zum Höchstbetrage von 900 Mk. jährlich,
10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
9. 2) J. Juli 1898, Trier, Königl. Gefängniß, 8)
Hilfsaufseher, 4) körperliche Rüstigkeit, Nüchternheit, voll⸗
ständige Elementarschulbildung, gelernte Handwerker werden
bevorzugt, 5) —, 6) auf Kündigung, 7) —, 8) 800 Mk.
Gehalt jährlich, 9) ja, 10) Bewerbungen, denen ein selbst⸗
geschriebener Lebenslauf, Militärpapiere, Zivilversorgungs—
schein und ein ärztliches Attest beizufügen ist, sind an den
Vorsteher des Königl. Gefängnisses in Trier zu richten.

Saare ten, den 28. Juni 1806.
Der Könialiche Landrath. Bake.
            
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