Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Im Orte Völklingen ist die Schweineseuche wieder er—
soschen und sind daselbst die Sperrmaßregeln aufgehoben
vorden.
Völklingen, den 16. Oktober 1896.
Die Polizeiverwaltung.
Der Burgermeister.
Stürmer.

Personal-Chronik.

Veränderungen im Justizbeamten-Personal im Landgerichtsbezirk
Saarbrücken.
Der von der Großherzoglich Oldenburgischen Staats⸗
Regierung in Vorschlag gebrachte Amtsrichter Erk in Ober—
tein ist zum Landrichter in Saarbrücken ernannt.
Den Rechtsanwälten Leibl und Simons in Saarbrücken
vurde der Titel als Justizrath verliehen, ebenso dem Notar
Henrich zu Völklingen.
Die katholischen Lehrer Ludwig Treitz zu Püttlingen,
und Gerhard Schmitz zu Güdingen sind in dieser Eigenschaft
endgültig bestätigt worden.
Versetzt sind die Postassistenten Aloys Wagner von
Saarbrücken nach Trier, und Mann von Saarbrücken nach
Merzig.

Auszug aus der, Vacanzentiste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
hei welcher Behörde? 83) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗
eichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündignng erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haͤltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen
1. 2) sofort, Aachen, Könial. Polizei-Direktion, 3)
Schutzmaun, 4) Charge: Unteroffizier; Nüchternheit, Egergie,
zutes moralisches Verhalten, körperliche Gesundheit und
süstigkeit, jetzige Größe mindestens voll 1 m 70 em, gutes
Auffassungsveriögen, genügende Gewandtheit in der schrift—
lichen Darstellung und Schuldenfreiheit, 5) 6 Monate, 6)
zunächst probeweise, event. später auf Lebenszeit, 7) —, 8)
iooo Mk. Anfangsgehalt, 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß
und freie Dienstkleidung (Uniform), 9) ja, durch successives
Aufrücken in die höheren Gehaltsklassen bis zum Höchstgehalt
von 1500 Mk.; daneben bleibt die Höhe des Wohnungsgeld,
zuschusses und die freie Uniform unverändert, 10) während
—0
fangsgehalts der Schutzleute von 1000 Mk. jährlich gezahlt.
2. 2) 1. Dezem ber 1896, Bensberg, Bürgermeisteramt,
3) Polizei-Wachtmeister, 4) volle Befähigung zur selbständigen
Bearbeitung der einschlägigen Bureaugeschäfte, 5) —, 6) auf
stündigung, 7) —, 8) 1500 Mk. Gehalt jährlich, 9 nicht
ausgeschlossen, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
3. 2) 1. Januar 1897 Bonn, Kaiserl. Postamt, 3)
Briefträger, 4) Elementarschulbildung und körperliche Rüstigdeit,
 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kundigung, 7) 200 Mk.,
ann durch monatliche Gehaltsabzüge gedeckt werden, 8) 800
Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß jährlich, 9)

das Gehalt steigt bis 1500 Mk. jährlich, 10) Bewerbungen
in an die Kaiserl. Ober-Postdirektion Köln (Rhein) zu
richten.
4. 2) 1. Januar 1897, im Bezirk der Kaiserl. Ober⸗
Postdirektion Aachen, 8) Landbriefträger, 4) Elementarkennt⸗
nisse, 5) 6 Monate, 6) auf Kundigung, 7) 200 Mk., kann
durch monatliche Gehaltsabzüge gedeckt werden, 8) 700 Mk.
Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß jährlich, 9)
ja, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober-Postdirektion
Aachen zu richten.
5. 2) sofort, Köln (Rhein), Kaiserl. Postamt 1, 8)
Briefträger, 4) Elementarschulbildung und körperliche Rüstigkeit,
 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kündigung, 7) 200 Mk.,
kann durch Gehaltsabzüge gedeckt werden, 8) 800 Mtk. Gehalt
und 180 Mk. Wohnupgsgeldzuschuß jährlich, 9) das Gehalt
steigt bis 1500 Mk. jährlich, 10) Bewerbungen sind an die
Kaiserl. Ober-Postdirektion Köln (Rhein) zu richten.
6. 2) 1. Januar 1897, Köln-Deutz, Kaiserl. Postamt,
3) Postschaffner, 4) Elementarschulbildung und körperliche
Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kundigung, 7)
200 Nk, kann durch monatliche Gehaltsabzüge gedeckt werden,
8) 800 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß
jaͤhrlich, 9 das Gehalt steigt bis 1600 Mk. jährlich, 10)
Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober-Postdirektion Köln
(Rhein) zu richten.
7. 3) sofort, Kornelimünster, Gemeinde, 8) Wegewärter,
4) der Anzustellende muß mit sämmtlichen vorkommenden Wege⸗
arbeiten genau vertraut und körperlich gesund sein; falls
Bewerber die geforderten Kenntnisse nicht besitzt, muß derselbe
im Stande sein sich dieselben während der Probezeit anzu⸗
rignen, 5) 3 Monate, 6) auf Kündigung, 7) —, 8 600
Mk jaͤhrlich, 9 nein, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
8. 2) sofort, Küppersteg bei Köln, Zündhütchen⸗ und
Patent-Sprengkapselfabrik, 5) Pförtner, 4) Kontrole des
Fin⸗ und Ausgangs des Arbeiterpersonals und des Fuhr—
verks, Reinigung und Heizung der Arbeiter-Speisesäle, der
Höfe und Zugänge zur Fabrik, Instandhaltung der Fabrik—
sampen, 5) —, 6) auf 6 vöchige Kündigung, 7) —, 8) 45
Mk. monatlich, neben freier Wohnung, Feuerung und Licht,
9) steigt bis 60 Mk. monatlich, 10) die Stelle ist nicht
pensionsberechtigt.
9. 2) 1. Rovember 1896, wird bei der Einberufung
bestimmt 8) Postschaffner, 4) Elementarschulkenntnisse und
körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kün—
digung, 7) 200 Mk., kann durch Gehaltsabzüge gedeckt werden,
8) 800 Mt. Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß
jährlich, 9 ja, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober⸗
Postdirektion Koblenz zu richten.

Saarbrücken, den 19. Oktober 1896.
Der Könialiche Landrath, Bake

Jeder Ar t wird bestätigen können, daß sich die
3 Apotheker Richard Brandt's Schweizer⸗
—
chädliches Mittel bei Verstopfung, ungenügender und unregel—
naßiger Leibesbffnung feit Jahrzebnten bestens bewährt haben
ind von keinem anderen Mittel übertroffen werden.
Erhaltlich nur in Schachteln zu Mk. J in den Apotheken. Die Bestand.
theile der achten Apotheker Rich ard Brandt'schen Schweizerpillen sind
Frtracte von: Silge 1,8 Gr., Moschusgarbe, Aloe, Absynth je 1 Gr.
Billerklee. Gentian je 0,d Gr., dazu Gentian- und Bitterkleepulver
in gleichen Theilen und im Quantum. um daraus 50 Pillen im
Hewicht von 0.12 herzustellen 2
            
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