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Personal-Chronik.
Der evangelische Lehrer Karl König zu Brebach, ist in
dieser Eigenschaft endgültig bestätigt worden.
Der Lehrer Müller zu Fürstenhansen ist an die katho—
lische Schule zu Fließem im Kreise Bitburg berufen worden.
Landwirth, achte darauf, so billig als
möglich zu düngen.
Beim Bezuge künstlicher Dünger und besonders Phosphor—
jäure- Düngemittel für die Herbstsaaten, ist es dringend
nöthig, solche Dünger zu erhalten, deren Anwendung haupt—
sächlich zu empfehlen ist, die zugleich billig sind. Die „Weser
Zeitung“ behandelt diese Frage in einem sehr sachgemäß
geschriebenen Artikel und bringen wir deshalb auch das
Wesentlichste aus demselben hier zur Kenntniß unserer Leser:
„Die mineralischen Rohphosphate werden den Landwirthen
zu den niedrigsten Preise angeboten; doch sind diese Phosphate
so schwer zersetzbar, daß sie sich als nahezu unwirksam er—⸗
wiesen haben. — Was die Knochenmehle betrifft, so wirken
dieselben so langsam, daß es jedenfalls verkehrt wäre, die
Phosphorsäure in denselben mit den gleichen oder gar noch
höheren Preisen zu bezahlen, wie die Thomasphosphorsäure.
— Vielfach werden aber die Superphosphate empfohlen! —
Allein im letzten Jahre haben die deutschen Landwirthe für
Superphosphatphosphorsäure 20 Millionen Mark mehr be—
zahlt, als für die gleiche Menge Thomasphosphorsäure
Nur die Waffserlöslichkeit der Phosphorsäure ist also mi
diesen 20 Millionen Mark erkauft worden, und da mus
man sich sagen, ob denn die Wasserlöslichkeit, die doch nu—
als eine vorübergehende, kurze Zeit dauernde, anzusehen ist
denn im Boden vermindert sich dieselbe sehr schnell, that
sächlich einen soviel höheren Werth im Vergleich zum Lös
liichkeitsgrad der Thomasphosphorsfäure besitzt, daß eine solch.
Mehrausgabe gerechtfertigt ist. — In sehr vielen guten
Thomasschlacken, englischen und deutschen, giebt die Wirkung
der Phosphorsäure der des Superphosphates kaum etwas
nach, ist ihr also voll gleichwerthig. — Nun sucht man die
Meinung zu verbreiten, daß, wie das Superphosphat, so
uuch das Thomasmehl sehr bald im Boden schwer löslich
werde, und von einer sog. „Vorraths-Düngung“ mit Thomas—
mehl wenig Nachwirkung zu erwarten sei; diese Ansicht ist
durchaus irrig. Die Thomasschlacken-Phosphorsäure bleibt
im Boden wirksam! Es kommt aber noch hinzu, daß das
Thomasmehl zur Hälfte aus Kalk besteht, dessen Wirkung
nicht vergessen werden darf; denn die im Thomasmehl ge—
gebene Kalkdüngung hat sich stets als den Pflanzen fehr
zusagend erwiesen. — Wir wiederholen: Gute Thomasmehle
ind in ihrer Wirkung dem theuren Superphosphat gleich;
daneben giebt es aber auch solche, die man auf gewöhnlichem
Uckerbo en gar nicht verwenden sollte. Daher achte der
Landwirth beim Bezuge von Thomasschlack nmehl darauf,
virklich gute, solche mit einem hohen Löslichkeitsgrade
zu benutzen.
Saarbrücken, den 23. September 1895.
Der Königliche Landrath, Bake.
Deffentlicher Anzeiger.
Bekanntmachung.
Der Fabrikant Wilhelm Vossen hierselbst hat auf dem
Fräulein Hetiane Träger gehörigen, Ecke der Gersweiler- und
Malstatterstraße hierselbst bel genen Grundstück einen Schuppen
errichtet, welcher als Werkstätte zur Vornahme von Eisen—
konstruktionzarbeiten dienen soll.
In Gemäßheit des 8 16 der Gewerbe-Ordnung für das deutsche
Reich und der 88 33 und 34 der ministeriellen Anweisung vom
19. Juli 1884 bringe ich Vorstehendes zur öffentlichen Kenntniß
mit dem Bemerken, daß die Beschreibung und die Zeichnungen der
Anlage in meiner Amtsstube zur Einsicht offen lsegen. Etwaige
Einwendungen gegen die Anlage sind innerhalb 14 Tagen schriftlich
in 2 Exemplaren oder zu Protokoll anzubringen. Diese Frist
nimmt ihren Anfang mit Ablauf des Tages, an welchem das die
gegenwärtige Bekanntmachung enthaltende Amtsblatt der König—
sachen Regierung ausgegeben wird. Nach Ablauf der vorbezeichneten
Frist können Einwendungen in dem Verfahren nicht mehr er—
zoben werden.
Zur Exrörterung der lrechtzeitig erhobenen Einsprüche wird
Termin auf ·
Samstag, den 19. Oktober er. Vormittags 10 Uhr
auf meiner Amtsstube anberaumt mit der Eröffnung, daß im Falle
des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden
gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen wird vorge—
zangen werden. 46
Saarbrücken, den 16. September 105.
Der Rürgermeister.
FeEIO manu.
6
Gebrannter
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5
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a Ab. 1,70, 1,80, 1,90, 2,4 per ß Kilo, als beste
und reellste Marke bekannt und heliebt, zu haben
in Saarbrücken bei L. F. Jolas, Eisenbahn—
straße 13 H. Kröss (R. Schellenberger's
Nachf), Frau L. Korn, schloßberg 10, Carl
Kraus, Eisenbahnstraße, Geschw. Lingener, Louis San—
dder, Frau Wilh. Treck.
General Depot für St. Johann Haarbrücken:
H. Sandkuhl Nachf. Qlertz & Bucher);
in St. Johann: 6G. Biekelmann, Saarbrücker Lisen—
bahn-Kousumverein, Phil. Köhl, Marktstraße 4 und
Dudw ilerstraße 24, E. Leouhard, Oberthorstr. I, Benno
Nerger, Pasquay & Lindner und Carl Waletzko;
in Brebach: Peter Dupré.
in Louisenthal: Geschw. Psotta; 8524
in Sulzbach: W. Roos und Jos. Schulz.
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Für eine alte, sehr solide
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stedaction des nicht-amtlichen Theils, Druck und Verlag von Gebrü d * Hofer in Saarbrücken.