Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Kleinblitterdorf (Privatst.) Niedersalbach (Privatst.)
Altenkessel dto. Curhof dto.
Fürstenhausen dto. Obersalbach dto.
Clarenthal dto. Hirtel dto.
Aschbacherhof dto. Eiweiler dto.
Friedrichsthal dto. Hellenhausen dto.
Altenwald dto. Großwalderhof dtio.
Sulzbach dto. Kirschhof dto.
Numborn dto. Großrosseln dto.
Kutzhof dto. Naßweiler dto.
Lummerschied dto. 1St. Nicolaus dto.
Holz dto. 2Carlsbrunn dto.
Bietschied dto. 1. Lauterbach (Gemeindestiere)
Quierscheid dto. Ludweiler dto.
Berschweiler (Gemeindestier) BGeislautern dto.
Wahlschied dto. 1 Güdingen dto.
Kölln⸗Rittenhofen dto. 1 Rentrisch (Privatstiere)
Wehrden dto. 2 Brebach dto.
Völklingen dto. 1 St. Johann dto.
Nachkörungen.
Auersmacher (Gemeindest.) 1Scheidt (Privatstier)
Fechingen dto. Engelfangen dto.
Ludweiler dto. St. Johann dto.
Bischmisheim dto. Burbach dto.
Abgekört, bezw. nicht angekört wegen Fehler, schlechtem
Bau oder mangelhafter Entwickelung des Körpers.
Auf Hartungshof. .. 21Sulzbach ... 1
Engelfangen... 1RVüttlingen.. 11
Aschbacherhof .. 11Großroffeln. ...1
Im Ganzen wurden mithin 118 Stiere gegen 146 im
Jahre 1892 angekört.
Die Ursuche der geringeren Stierhaltung liegt in dem
allseitigen großen Futtermangel. Der Landmann hat alle
Thiere, die nicht unbedingt für den Fortbestand seiner Wirth—
schaft nöthig sind, abgeschafft.
Der Futterzustand der Stiere, namentlich solcher, die
in Privatstallungen stehen, war weniger gut als in den
Vorjahren und sehr vielen Besitzern mußte eine bessere
Fütterung der Thiere dringend an's Herz gelegt werden.
Der Ankauf von Glanvieh nimmt in den Gemeinden
mehr und mehr ab, in immer weiteren Kreisen wird man
überzeugt, daß das Glanvieh in die hiesigen landwirthschaft⸗
lichen Verhältnisse nicht hinein paßt, an Stelle desselben
treten Kreuzungen des Simmenthaler Schlages. Reine
Simmenthaler Stiere stehen in Kleinblittersdorf bei dem
Ackerer Joseph Dietsch, in der Gemeindestallung zu Guichen—
bach und bei dem Wirth Jakob Bickelmann zu Dilsbuͤrg.
Glanstiere finden fich noch in den Gemeindestallungen
zu St. Arnual, Ludweiler, Völklingen, Geislautern und
Puttlingen.
Reine ostfriesische und englische Stiere find im Kreise
nicht vertreten, dagegen finden sich Kreuzungsprodukte von
Ostfriesen in Kutzhos. Niedersalbach. Hilschbdach, Dudwäller,
und Fürstenhausen; englische Kreuzungen in Sulzbach und
auf dem Großwalder-⸗Hof.
Die Schweinezucht hat seit dem vorigen Jahre keine
Veränderung erlitten. Kreuzungen der Landrace init eng—
lischen Schweinen findet man öfter, als in den früheren
Jahren.
Saarbrücken, den 10 Februar 1894.
Mette,
stellvertretender Kreiskhierarzt.

J

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
53) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Sételle,
9) Ob Aussficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen,
12) sofort, Breyell, Bürgermeisteramt, 3) Flur⸗ und
Waldhüter, 4) Rüstigkeit, Energie und Zuverlässigkeit, 8) —,
6) auf Kündigung, 7) —, 8) 600 Mt. Gehalt jährlich,
9) nein, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt; Be—
werbungen sind bis zum 21. Maͤrz einzureichen.
2. 2) 1. April 1894, Köln (Rhein), Ober-Bürger—
meisteramt, 3) 6 Polizeisergeauten, 4) tadellose Führung,
körperliche Rüstigkeit, Fähigkeit, selbstständige schriftliche An—
zeigen ꝛc. zu entwerfen, 5) 6 Monate, 6) während der Probe mit
4wöchiger Kündigung, demnächst Anstellung auf gegenseitige
3 monatige Kündigung, jcdoch mit Penfionsberechtigung und
Anspruch auf Wittwen- und Waisenversorgung, 75 —,
8) und 9) während der Probezeit monatlich je 110 Mk.
Diäten; nach der Anstellung 1400 Mk. Gehalt jährlich,
steigend alle 2 Jahre um 100 Mk. bis zum Höchstbetrage
von 2100 Mk. und freie Uniform, 10) Bewerber dürfen
nicht üder 35 Jahre alt seia; Meldungen sind unter Bei—
fügung von Zeugnissen, Zivilversorgungsschein und selbst—
angefertigtem Lebenslauf baldigst einzureichen; die Militär—
dienstzeit kommt nach den desfallsigen Bestimmungen als
vensionsfähige Dienstzeit in Anrechnung.
3. 1. Mai 1894, Köln (Khein), Kaiserl. Postamt 2,
3) Postschaffner, 4) Elementarschulbildung und körperliche
Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kündigung,
7) 400 Mk., kann durch Gehaltsabzüge gedeckt werden,
8) 900 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß
—V
10) Bewerbungen sind an die Kaiserl. Oberpostdirektion
Köln (Rhein) zu richten.
4. 2) sofort, M-Gladbach, OberBürgermeisteramt, 8)
Bureau⸗Assistent, 4) längere Thätigkeit in der Verwaltung
und selbständiges Arbeiten in allen Bureauarbeiten, besonders
in Steuer- und Militärsachen, 5)) 6 Monate, 6) auf gegen—
seitige Zmonatige Kündigung, 7) —, 8) 1200 Mt. Gehalt
jährlich, 9) ja, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt; ob bei
einer Pensionierung die Militärdienstzeit angerechnet wird
und event. in welcher Höhe, bleibt späterer Beschlußfassung
oorbehalten; Bewerbungen nebst Lebenslauf und Zeuganisabschriften
 sind baldigst einzureichen.

Spar- und Darlehnskasse für den Kreis Saarbrücken.
Im Monat Januar sind an Einlagen
eingezahlt.. .77211312,80 M.,
und zurückgenommen worden. .. 170449,07 „,
Mithin Mehr-Einnahme . 1086383
Saarbrücken, den 1. Februar 1894.
Der Rendant,
Dettweiler.

Saarbrücken, den 12. Februar 18094.
Der Königliche Landrath, Bake.
            
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