Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Der Kursus der ersteren ist auf 12 Wochen (bei höch—
stens 9 Schülerinnen) berechnet. Der Unterricht dauert an
allen Wochentagen von 812 Uhr Morgens bis nach 4 Uhr
Nachmittags.
Er besteht in praktischem und theoretischem Erlernen
des Kochens einfacher Hausmannskost, der Reinlichkeit und
Sparsamkeit im Haushalten und im beschräukten Maße
auch des Waschens.
Das Schulgeld für diesen Kursus beträgt wöchentlich
1,50 Mark, wofür auch eine zweifache Mahlzeit der selbst—
zefertigten Speisen gereicht wird: Mittagessen und Nach—
mittagskaffee.
Die Näh- und Flickschule, an welcher auch solche
Schülerinnen Theil nehmen können, welche der eigentlichen
Haushaltungsschule nicht angehören, dauert von 6—9 Uhr
Abends, das Schulgeld beträgt hier 50 Pfennig für die
Woche.
Nähere Auskunft wird jeder Zeit von den oben ge—
nannten beiden Herren ertheilt werden.
Auch sind diese bereit, auswärtigen jungen Mädchen
zeeignete ehrenhafte Familien nachzuweisen, in welchen sie
für die in der Schule nicht verwendbare Zeit Unterkunft
finden können.
Ottweiler, den 8. Dezember 1894.
Namens des Vorstandes
der Haushaltungsschule zu Ottweiler.
gez.: von Harlem, Kgl. Landrath.

Auszug aus der Vacaunzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bdei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
ü) Dauer der etwa der Austellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzuge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) sofort, Bonn, Königl. Arresthaus-Verwaltung,
3) Hilfs⸗Aufseher, 4) RNüchternheit, körperliche Rüstigkeit,
besonders ruyiges Verhalten den Gefangenen gegenüber, 5) —,
5) auf unbestimmte Zeit, 7) —, 8) Siöten pro Tag 2 Mk.
95 Vf., 9) —.
1. 2) 1. April 1895, Bensberg, Königl. Kommando
des Kadettenhauses, 8) Aufwärter, 4) zuvertässig, nüchtern
und körperlich kraftig, muß verheirathet sein, 5) 6 Mopate,
5) auf 3monatliche Kündigung, 7) —, 8) 700 Mk. Gehalt
jährlich neben freier Wohnung, Feuerung und Licht, 9 ia,
das Gehalt steigt bis 1100 Mk. jährlich.
2. 2) 1. Februar 1895, Grevenbroich, Königl. Amts-—
gericht, 3) 2 Lohnschreiber, 4) deutliche und saubere Hand—
schrift, richtige Orthographie und Fähigkeit, undeutliche Hand—
schriften zu lesen, 5) —, 6) auf 4wöchige Kündigung, 7) —,
8) 5 bis 8 Pfg. für jede Seite des gelieferten Schreib—
verks, 9) —.
3. M I. Februar 18085, Hillesheim (Eifel), Königl.
Amtsgericht, 3) Kanzleigehilfe, 4) gute Schrift, 5) —, 6) auj
sündigung, 7) —, 8) 60 bis 75 Mk. monatlich, 9 nein.

„*2) 1. April 1895, Illingen (Bez. Trier), Bürger⸗
meifteramt, Uchtelfangen, 8) ——— —
leit im Lesen. Schreiben, Rechnen; körperliche diüstigtei und
nüchterner Lebenswandel, 5) 6 Monate, 6) auf Kuͤndigung,
7 Mt ann durch Gehaltsabzuge, gedectt werden
8) die bestimmungswäßigen Gebühren im Betrage von 500
bis 600 Mk jährlich, Aufbesserung des Einkommens
9 z ist
nicht ausgeschlossen im Wege ner Remuncration bei erfolg⸗
reicher Thätigkeit, 10) die Stelle — nicht penfionsberechligt
5. 2) 1. Januar 1895, Koblen,, Höni Volizei⸗
Direkl ion 3) Schumann, H ——
sittliches Verhalten, körperliche Gesundheit 8* ——
gutes Auffassungsvermögen, genügende Gewandtheit e
schriftlichen Darstellung und Schuldenfreiheit, 5) 6 Monalt
6) auf Lebenszeit, 7) —, 8) 1000 Mk. Anfangsgehalt,
180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß und freie Dienstkleidung
(Uniform sowie Ausrüstung), 9) ja, durch stufenweises Auf—
rücken in die höheren Gehaltsklassen bis zum Höchstgehalt
von 1500 Mk., 10) während der Probezeit wird nur eine
Remuneration in Höhe des Äünfangsgehaltes der Schutzleute
von 1000 Mk. jährlich gezahlt.
6. 2) 1. April 1895, Köln⸗-Deutz, Kaiserl. Bahnpost⸗
amt Nr. 8, 3) Postschaffner, 4) Elementarschulbildung und
körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kün—
digung, 7) 400 Mk, kann durch Gehaltsabzüge gedeckt werden,
8) 900 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß
jährlich, 9) das Gehalt steigt bis 1500 Mt. jährlich, 10)
Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober-Postdirektion Köln
(Rhein) zu richten.
7. 2) 1. März 1895, Köln (Rhein), Kaiserl. Bahn—
postamt Nr. 24, 8) Postschaffner, 4) Elementarschulbildung
und körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige
Kündigung, 7) 400 Mk., kann durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden, 8) 800 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeld⸗
»uschuß jährlich, 9) das Gehalt steigt bis 1500 Mt. jährlich,
10) Bewerbungen sind an die Kaiserl. Oberpost-Direktion
Köln (Rhein) zu richten.
8. 2) —, Roetgen, Kreis Montjoie, Bürgermeisteramt,
3) Gemeinde Förster, 4) nur Forstversorgungsberechtigte
und auf Forsiversorgung dienende Reserve-Jäger wollen ihre
Bewerbungsgesuche unter Vorlage ihrer Militärpapiere, sowie
des Berechtigungsausweises und der sämmtlichen seit Er—
cheilung des Militärpasses erlangten Dienst- und Führungs—
zeugnisse binnen 8 Wochen einreichen; Bewerber müssen den
an sie herantretenden, auch wegen des Zustandes des Waldes
besonders schwierigen Pflichten in jeder Weise genügen, 5) —,
6) —, 7) —, 8) Baargehalt 760 Mk. neben freier Dienst⸗
wohnung und Gartennutzung.
9. 2) 1. Januar 1895, Saarlouis, Kaiserl. Postamt,
3) Packetträger, HM körperliche Gewandtheit, Rüstigkeit, Ele⸗
mentarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kün—
digung, 7) 200 Mk., kann durch Gehaltsabzüge gedickt
werden, 8) 700 Mk. Gehalt und 144 Mk. Wohnungsgeld—
zuschuß jährlich, 9) das Gehalt steigt bis 1100 Mk. jähr⸗
lich, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober-Postdirek⸗
tion Trier zu richten.

Saarbrücken, den 31. Dezember 1894
Der Köͤnialiche Landrath, Bake.
            
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