Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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II. 1. An Orten, wo unter vielen Anderen auch Schwind⸗
süchtige verkehren, sollen unvorsichtig ausgesäete Tuberkel—
bacillen unschädlich gemacht, der Auswurf unschädlich besei—
tigt, nämlich reichlich gut zu reinigende Spucknäpfe aufgestellt
werden. Hier entsteht die Frage, in welcher Form und aus
welchem Stoffe die Spucknäpfe gemacht sein sollen. Sie
sollen flach und groß sein, damit nicht leicht daneben gespuckt
wird. Letzteres soll nicht durch Randbiegung, sondern durch
die Größe des Gefäßes erzielt werden. Je nach dem beson—
deren Zwecke dürften Durchmesser von etwa 15, 20, 25 em
(Untertasse, Dessertteller, Suppenteller) zu verwenden sein,
flacher Boden, bis zu 5 em Höhe, eiwas nach außen ab⸗
weichender Rand, glatte Flächen, keine Henkel. Zwar ge—
stattet Metall gründlichste Reinigung durch Erhitzen, wird
jedoch leicht rissig und rauh, auch Porzellan bekommt leicht
kleine rauhe Bruchflächen. Aus dickem Glas ließe sich, so⸗
hald einmal der Bedarf groß wird, billig und zweckent⸗
sprechend das Gefäß herstellen, sicher auch so, daß es sieden⸗
des Wasser aushielte. Der Spucknapf ist so weit, daß
— ——
Die verschiedentlich (z. B. bei der Verhandlung in München)
aufgeworfene Frage, ob der Inhalt des Speibeckens zu des⸗
infiziren sei vor dem Ausgießen, möchten wir vereinen.
Themische Mittel berühren die Ballen des Auswurfes nur
von außen, bewirken dort Gerinnung der Eiweißstoffe und
dringen nicht weiter ein. Kochen wäre sicher, aber kaum zu
erzielen. Somit bleibt nur Ausgießen in die Abfuhrröhre
oder Tonnen, wo der Auswurf feucht und deshalb unschaäd⸗
lich bleibt. Echluß folgt.)

Bekanntmachungen anderer Behörden.
Bekanntmachung.
Folgende Nummern der Anleihe vom 24. Januar 1887
sind ausgeloost worden und werden hiermit gekündigt:
Buchstabe Azu 200 Mark:
Nr. 26, 29, 38, 72, 94, 98, 109, 128, 144, 149;
Buchstabe Bzu 500 Mark:
Nr. 238, 253, 258, 278, 291, 293, 298, 306, 311,
335., 338, 345, 353, 358, 3683, 8385, 418, 434, 448;
Buchstabe C zu 1000 Mark:
Nr. 500, 538, 589, 618, 646, 662, 706.
Buchstabe D zu 2000 Mark:
RNr. 788, 840.
Die Zurückzahlung findet gegen Einsendung der Schuld⸗
scheine nebst nicht fälligen Zinsscheinen und Anweisung dazu
am 2. Januar 1895 statt. Von da ab hört die Ver—
zinsung auf.
St. Johann a. d. S., den 29. Juni 1894.
Der Bürgermeister.
Dr. Neff.

Bekanntmachung,
Nach dem Beschlusse der Stadtverordneten⸗Versammlung
vom 29. November d. Is. und in Uebereinstimmung mit
der Ortspolizeibehörde ist die Straßen⸗ und Baufluchtlinie
für einen neuen Straßenzug von der Alleestraße
nach dem Bahnhofe St. Johann-Saarbrücken
in Gemäßheit des Gesekes vom 2. Juli 1875 festgesetzt worden.

Der bezügliche Plan wird nach 8 7 des vorgenannten
Gesetzes auf die Zeit von vier Wochen und zwar vom 5. De—
zember d. Is. bis einschließlich 2. Januar 1895 zu Jeder—
manns Einsicht in dem städtischen Baubüreau hier offengelegt.
Einreden gegen den Plan find binnen der am 2. Januar
1895 ablaufenden Präklusivfrist bei dem unterzeichneten
Bürgermeister anzubringen.
Malstatt-Burbach, den 1. Dezember 1894.
Der Bürgermeister.
Meyer.

Personal-Chronik.

Versetzt wurden: Der Güter-Expedient Oskar Hanket
von Völklingen nach Neunkirchen und der Güter⸗Expedient
Wilhelm Luchmann von Neunkirchen nach Völklingen.
Ernannt: Der Stations-Assistent Heinrich Schmitz zu
Saarbrücken wurde zum Güter-Expedienten ernannt.
Der Schulamtsbewerber Hermann Knoblauch aus Völk—⸗
lingen ist an die evangelische Schule zu Geislautern,
der Lehrer Peter Joseph Assenmacher zu Immendorf,
Regierungsbezirk Cöln, an die katholische Schule zu Holz,
der Lehrer Andreas Wagner zu Holz an die katholische
Schule zu Eppelborn im Kreise Ottweiler,
der Lehrer Konrad Biebelhausen zu Naßweiler an die
katholische Schule zu Buchenschachen,
die Lehrerin Margaretha Spang zu Thailen an die
katholische Schule zu Völklingen,
die Lehrerin Maria Angelika Schu zu Fürstenhausen
an die katholische Schule zu Püttlingen und
der Lehrer Albert Müller zu Altenwald an die katho—
lische Schule zu Fürstenhausen berufen worden.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
4) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 83) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle—
9) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen
1. 2) 1. April 1895, Adenau, Gemeindekafsse 8) Voll—
siehungsbeamter, 4) körperliche Rüstigkeit und Fähigkeit zur
Anfertigung eines kurzen Berichts, 5) 6 Monate, 6) auf
b monatige Kuündigung, 7) 200 Mk., kann durch Gehalts⸗
abzüge gedeckt werden, 8) 240 Mk. jährlich, 9 nein, 10) die
Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
2. 2) sofort, Brauweiler, Provinzial⸗Arbeitsanstalt
3) 4 Aufseher, 4) Energie, nüchterner Lebenswandel und
körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monaic, 6) zunächst 4 wöchige
und bei zufriedenstellenden Leistungen später 3 monatige
Kundigung 7) —, 8) je 1000 Mi. Gehalt, 140 Mk. Mieths⸗-entschädigung
 und 75 Mk. Kleidergeld jährlich, 9) das Gehalt
steigi alle Z Jahre um 50 Ak. bis zum Höchsibetrage von
1400 Mk. 10) vpersonlich⸗ Vorstellung unter Vorlode des
            
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