Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Den eingesandten Flaschen muß ein versiegeltes Schreiben
beigefügt werden, in welchem der Name des Ausstellers, so⸗
wie die Lagen und Jahrgänge der eingesandten Weine ein⸗
geschlossen sind. Die Außenseite der versiegelten Schreiben
muß die Zeichen oder Zahlen der Flaschenetiquetten tragen.
5. Verloosung.
Mit Genehmigung des Herrn Oberpräsidenten Excellenz
wird in Verbindung mit der am 16. und 17. September
d. J. stattfindenden Ausstellung eine große Verloosung von
schönen Zuchtthieren und neueren landw. Geräthen und
Maschinen ꝛc. abgehalten werden. Die Genehmigung zum
Looseabsatz erstreckt sich auf die Kreise Saarburg, Merzig,
Saarlouis, uund Saarbrücken, Stadt und Landkreis Trier.
Es werden 6000 Loose ausgegeben zum Einzelpreise von
1 Mark. Der Abnehmer von 10 Loosen erhält ein Freiloos.
Der Gesammtwerth der Gewinne wird ca. 3037 Mk. be—
tragen. Die Zahl der G.winne beträgt 180, worunter ca.
30 Hauptgewinne, bestehend in Rindern der Glanrasse,
Zuchtferkeln edlerer Rassen, landw. Geräthen und Maschinen ꝛc.
Der Besitz eines Looses berechtigt zum unentgeltlichen Besuch
des Festplatzes. Der Vertrieb der Loose geschieht durch die
Lokalabtheilung, und find Loose bei Herrn R. Orth in Saar⸗
burg zu haben. Das Resultat der Ziehung wird durck
Ziehungslisten und im Saarburger Kreisblatt bekannt
gemacht.
Die Mitglieder des landw. Vereins für Rheinpreußen
und alle Freunde werden zu recht zahlreichem Besuche freund—
lichst eingeladen.
Saarburg, Bzk. Trier, im Juli 1894.
Pfeffer von Salomon, Königlicher Landrath,
Direktor der Lokal-Abtheilung Saarburg und Vorsitzender
des Zuchtverbandes XVI.
Das Festkomitee der Stadt Saarburg.
Hahn, Bürgermeister.

Tagesordnung:
Sonntag, den 16. September: Eröffnung der Aus—
stellung durch den Lokalabtheilungsdirektor auf dem Fest—
platze um 11 Uhr Vormittags; Konzert auf dem Festplatz
um 4 Uhr Nachmittags; Ball 9 Uhr Abends in der Kaiser—
halle nur für die Mitglieder der Lokalabtheilung und von
diesen eingefüh ten Auswärtigen. Montag, den 17. Sep—
tember, Morgens 8!0 Uhr: Empfang der Gäste und General—
versammlung; Morgens 9 — 11 Uhr: Besichtigung und
Prämiirung der Pferde, des Rindviehs und der Schweine
auf der Wiese unterhalb des Seminars, der Geräthe und
Maschinen, der Erzeugnisse des Acker-, Obst⸗, Garten- und
Weinbaues auf dem Spielplatz und in der Turnhalle des
Seminars. Weinprobe im Kasino. Morgens 1124 Ahr:
Vertheilung der Preise auf dem Festplatz; Mittags 122/3 Uhr:
Festzug in die Stadt; Nachmittags 19. Uhr: Gemeinschaft⸗
liches Festessen in der Kaiserhalle. Das Gedeck ohne Wein
1,30 Mark. Anmeldungen zur Theilnahme werden recht—
zeitig erbeten. Nachmittags 4 Uhr: Verloosung, Trabrennen,
sonzert auf dem Festplatze, Volksbelustigung. Beim Trab⸗
rennen sind drei Preise von 30, 20, 10 Mark ausgesetzt.
Die Pferde müssen im Kreise Saarburg geboren und als
Ackerpferde benutzt worden sein. Anmeldungen an Herrn
Max Keller in Beurig. Abends 91/3 Uhr: Beleuchtung
der Bura.

Bekanntmachung.
Der unter dem Rindviehbestande des Polizeidieners
Friedrich Altmeier zu Eiweiler ausgebrochene Milzbrand ist
erloschen und wird die unterm 24. Juli er. angeordneie
Stallsperre hiermit aufgehoben.
Heusweiler, den 8. August 1894.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
CIOOSs.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Aunwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Vaufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bel welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der ötelle.
9) Ob Ausficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) sofort, Ahrweiler, Königl. Amtsgericht, 8) Kanzlei⸗
gehilfe, 4) gute, leserliche Handschrift, muß orthographisch
richtig schreiben können, im gerichtlichen Schreibwesen erfahren
sein und kleinere Schreiben selbständig fertigen können, 5) —,
6) auf Kündigung, 7) —, 8) für die Seite Schreibwerk 5
bis 10 Pf., 9) Bewerber erwirbt, wenn er Militär⸗-Anwärter
ist, durch Ablegung des KanzleiExamens die Aussicht auf
etatsmäßige Anstellung, 10) Bewerbungen sind Zeugnisse über
Führung, frühere Beschäftigung, sowie selbstverfaßter und
geschriebener Lebenslauf beizufügen.
2. 2) 1. September 1894, Altenwald, Bürgermeisteramt
Sulzbach, 3) Polizeidiener, 4) körperliche Rüstigkeit, Alter
nicht über 834 Jahre, Nüchternheit, leserliche Handschrift und
die Fähigknit zur selbständigen Abfassung yon Anzeigen und
Polizeibexichten, 5) 8 Monate, 6) auf Kündigung, 7) —,
8 900 Mk. Gehalt und 200 Mk. Miethsentschädigung jährlich,
9 ja, das Anfangsgehalt von 900 Mk. steigt von 3 zu 8
Jahren um je 75 Mk. bis auf 1350 Mk., 10) das Gehalt
inkl. Miethsentschädigung ist pensionsberechtigt; bei der
Pensionirung werden nur die Dienstjahre in der Gemeinde
Altenwald in Anrechnung gebracht.
3. 2) 1. November 1894, Bonn, Kaiserl. Postamt,
3) Postschaffner, 4) Elementarschulbildung und korperliche
Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kündigung,
7) 400 Mk., kann durch monatliche Gehaltsabzüge gebildet
werden, 8) 900 Mk. Gehalt und 180 Uk. Wohnungsgeld—
zuschuß jährlich, 9) das Gehalt steigt bis 1500 Mk, jaͤhrlich,
10) Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober-Vostdirektion
Köln (Rhein) zu richten.
4. 2) 1. Oktober 1894, Heißen (Kreis Mülheim,
Ruhr), Buͤrgermeisteramt. 8) 2. Sekretär im Verwaltungs—
Büreau, 4) Bewerber muß gründliche Vorbildung in der
Kommunalverwaltung besitzen und der evangelischen Religion
angehören, 5) 6 Monate, 6) auf Kündigung, 7) —, 8) bis
zu 1200 Mk. jährlich, 9) nein, 10) die Stelle ist nicht
pensionsberechtigt; Neldungen werden bis zum 12. September
er. entgegengenommen.
5. 2) 1. April 1895, Köln, Ober-Bürgermeisteramt,
83) Kassen⸗Assistent J. Klasse, 4) Sicherheit im Rechnen,
Frfahrung im Kassen- und Rechnungswesen. 5)6 Monate
            
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