Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Bekanntmachungen anderer Behörden.
stachdem die im Gemeindestierstalle und in dem Gehöfte
des Eisenbahnarbeiters Lamy zu St. Arnual aufgetretene
Maul- und Klauenseuche erloschen ist, werden die dolizeilichen
Sperrmaßregeln hiermit aufgehoben.
Brebach, den 24. Juli 1894.
Die Polizeiverwaltung.
Der Buͤrgermeister.
Frisch

Bekanntmachung.
In dem Gehöfte des Polizeidieners Friedrich Altmeier
zu Eiweiler ist eine Kuh an Milzbrand krepirt.
Auf Grund der 88 5 bis 15 der Ministerial-Instruktion
vom 20. März 1881 zum Seuchengesetz vom 23. Juni 1880
ift das Gehöft des Polizeidieners Friedrich Altmeier polizei—
lich gesperrt.
Heusweiler, den 24. Juli 1894
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
CIOOSs.

Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht,
daß der Ausbruch der Schweineseuche in der Bürgermeisterei
Gersweiler amtlich konstatirt worden ist. Die Schweineställe
find polizeilich gesperrt.
Bersweiler, den 25. Juli 1894.
Die Polizeiverwaltung.
Der Bürgermeister.
Lichtenthäler.

VPersonal-Chronik.

Die evangelische Lehrerin Olga Dessauer zu Malstatt—
Burbach ist in dieser Eigenschaft endaültig bestätigt worden.

Anszug aus der Vacanzenliste
für Militair-⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
hei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
eichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
86) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der öitelle.
) Ob Ausficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. Oktober 1894, Aachen, Kaiserl. Ober-Post⸗
direktion 8) Postschaffner, 4) Elementarschulkenntnisse, 5)
b Monate, 6) auf Kündigung, 7) 400 Mt., kann durch
Gehaltsabzüge gedeckt werden, 8) 900 Mk. Gehalt und
—D0
2. 2) 1. August 1884, Aachen, Ober-⸗Büͤrgermeisteramt,
3) Bote, 4) Bewerber darf nicht über 40 Jahre alt sein
und muß vollständige Gesundheit und körperliche Rüstigkeit,
gute Handschrift und Gewandheit in Erstattung sachgemäßer
schriftlicher Anzeigen besitzen, 5) 6 Monate, 6) auf 8 monatige
Ründiqgung, 7) —, 8) 1000 Mt. Gehalt und 86 Mk. Klei⸗

dergeld jährlich, 9) ja, bei zufriedenstellenden Leistungen, 10)
die Stelle wird für den Fall, daß der Anzustellende den
dienstlichen Anforderungen in zufriedestellender Weise genügt,
voraussichtlich pensionsberechtigi; bei einer Pensionierung
wird die zurückgelegte Militärdienstz'it als pensionsfähige
Dienstzeit nicht angerechnet; die Vewerbungen sind mit
debenslauf, Zivilversorgungsschein und Zeugnissen, sowie mit
ärztlicher Bescheinigung Uüber den Gesundheitszustand, unter
Angabe des Zeitpunktes, zu welchem der Dienstantritt erfolgen
kann, innerhalb 6 Wochen an das Ober⸗Bürgermeisteramt
Aachen einzureichen.
3. 2) 1. August 1894, Bleialf, Bürgermeisteramt, 8)
Polizeidiener, Feldhüter und Wegewärter, 4) Fertigkeit im
deutschen Lesen, Schreiben ꝛc. sowie große Nüchternheit und
Energie, 5) 6 Monate, 6) auf Lebenszeit, 7) —, 855 Mk.
Gehalt jährlich; alle 2 Jahre vollständige Uniform, alle 6
Jahre ein neuer Mantel, 9) nein, 10) die Stelle ist nicht
bensionsberechtigt.
4. 2) 1. Oktober 1884, Bonn, Universitäts-Kuratorium,
3) Hilfsdiener und Pförtner der Universitäts-Frauenklinik,
9) gqute Führung, koörperliche Rüstigkeit, Ordnungs- und
Reinlichkeitsliebe, qute Elementarschulkenntnisse, 5) 6 Monate,
3) auf 3 monatige Kündigung, 7) —, 8) etatsmäßige
Remuneration von 950 Mk. jährlich, abzüglich 109/0 Ent⸗
chädigung für Dienstwohnung und event. 860 Mk. bei Ent⸗
nahme von Beköstigung, 9) nach Maßgabe des Dienstalters
bei der Universität und der freiwerdenden Stellen innerhalb
des Unterpersonals der Universität ist ein Aufrücken in eine
solche Stelle in Aussicht zu stellen, 101 Bewerber muß
verheiratet sein.
5. 2) 1. Oktober 1894, Konz, Kaiserl. Ober-Postdirek⸗
tion Trier, 3) Landbriefträger, 4) körperliche Gewandheit,
Rüstigkeit, Elementarschalkenntnis, 5) 6 Monate, 6) auf
1wöchige Kundigung, 7) 200 Wik., kann durch Gehaltsab—
züge von monailich 6 Mk. gebildet werden, 8) 650 Mk.
Gehalt und 60 Mk. Wohnungsgeldzuschuß jährlich, 9) Gehalt
steigt bis 900 Mk. jährlich, 10) Bewerbungen sind an die
Kaiserl. Ober-Postdirektion in Trier zu richten.
6. 2) —, Lutzerath, Bürgermeisteramt, 3) 2 Gemeinde⸗
förster, 4) Forstversorgungsberechtigte wollen ihre Bewerbungs⸗
gesuche binnen 8 Wochen einreichen, 5) —, 6) —, 7) —,
8) Anfangsgehalt je 909 Mk. nebst 7 R.Meter Deputatholz,
9) steigt bei 10 jähriger Dienstzeit auf 1000 Mk., bei
15 jähriger auf 1100 Mk. und bei 20jähriger Dienstzeit
auf 1200 Mk.
7. 2) 1. August 1894, Lauterbach, Bürgermeisteramt
Ottweiler, 3) Polizeidiener und Feldhüter, 9 körperliche
Rüstigkeit und Faähigkeit zur Aufnahme schristlicher Anzeigen,
5) —, 6) auf 4 wöchige Kündiguna, 7) —, 8) 240 Mk.
Gehalt jährlich, 9) nein, 10) die Stelle ist nicht vensions—
berechtigt.
9. 2) sofort, Mülheim (Rhein), Bürgermeisteramt,
3) Polizeisergeat, 4) kräftige Körperbeschaffenheit, gründliche
Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen, unbescholtener
Lebenswandel, 5) 6 Monate, 6) auf 3 monatige Kündigung,
7) —, 8) 3 Mk. pro Tag für die Dauer der Probezeit,
nach Ablauf derselben 1200 Mk. jährlich, steigend von
4 zu 4 Jahren um 100 Mk. bis zum Höchstbetrage von
1600 Mk. jährlich; außerdem wird ein Kleidergeld von
)0 Mk. gewährt, auch werden Achselstücke, Koppel, Degen,
Helm und Portepee unentgeltlich leihweise geliefert, 9) —,
10) die Stelle ist pensionsberechligt, bei event. Penfioniruug
wird jedoch die Militärdienstzeit nicht in Anrechnung gebracht.
            
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