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Personal⸗Veränderungen bei dem Kgl. Oberbergamte zu Bonn
im ersten Quartal 1893.
z. Die bisherigen Berginspektoren Vommer bei der
Berginspektion VI, Grube Reden, und Raiffeisen bei der
Berginspektion II, Grube Gerhard, sind unter Verleihung
des Charakters als Bergmeister zu Bergrevierbeamten er—
nannt und Ersterem die Verwaltung des Bergreviers Neun⸗—
tirchen, Letzterem die Verwaltung des Bergreviers Ost-Saar⸗
hrücken übertragen worden, beide mit dem Amässitz in
Saarbrücken.
2. Der Berginspektor Zörner, bisher bei der Berg—
werksdirektion zu Sagarbrücken, wurde in gleicher Eigenschaft
zur Berginspektion VIII, Grube König, versetzt.
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Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-AUAnwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
jeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
35) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. Juni 1893, Rheydt (Reg.Bez. düsseldorf),
Polizeiverwaltung, 3) 2 Polizeisergeanten, 4) gute Schul—
hildung und gute Handschrift, sowie guter Leumund und
örperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate 6) auf Kundigung, 7)
—, 8) je 1100 Mti. Gehalt und 100 Mk. Kleidergeld jähr—
lich, 9) das Gehalt steigt von 5 zu 5 Jahren um 100 Mk.
is zum Höchstbetrage von 13500 Mk, 10) bei Berechnung
des Gehalts wird die Hälfte der früheren Militär; oder
Polizeidienstzeit, jedoch nicht mehr als 5 Jahre dieser Dienst⸗
eit angerechnet.
2. 2) 1. Juli 1893, Aachen, wird später bestimmt, 3)
Postschaffner, 4) Elementarkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf
Kündigung, 7) 400 Mk. kann durch Gehaltsabzüge gedeckt
verden, 8) 900 Mk. Gehalt und der gesetzliche Wohnungs—
geldzuschuß jaͤhrlich, 9) ja, 10) Bewerbungen sind an die
staiserl. Ober⸗Postdirektion Aachen zu richten.
3. 2) 1. Juli 1898, Bonn, Kaiserl. Postamt, 3)
Postschaffner, 4) Elementarschulbildung, 5) 6 Monate, 6)
auf 4wöchige Kündigung, 7) 400 Mk. kann durch Gehalts—
abzüüge gedeckt werden, 8) 900 Mk. Gehalt und 180 Mk.
Wohnungsgeldzuschuß jährlich, 9) das Gehalt steigt bis
1500 Mk. jährlich, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserl.
Ober- Postdirektion Köln (Rhein) zu richten.
.4. 2) sofort, Boppard, Bürgermeisteramt, 8) Voll⸗
zsiehungsbeamter bei der Siadtkasse, 4) körperliche Rüstigkeit,
Nüchternheit und leserliche Handschrift, 5) 8 Monate,
5) auf 3monatige Kündigung, 7) 150 Vik., sofort zu hinter—
legen, 8) 800 Vik. Gehalt jährlich, 9 nein, 10) Stelle ist
nicht pensionsberechtigt; Meldungen sind innerhalb 6 Wochen
einzureichen.
5. 2) sofort, Heerd, Polizeiverwaltung, 8) Flurhüter
und Jagdaufseher, 4) Fleiß, Ausdauer, gesund und kräftig,
5) — 6) auf Kündigung, 7) —, 8) 1000 Mk. jährlich,
d — 10) Sielle ist nicht pensionsberechtigt.
6. 2) 1. Juli 1893, Neuwied, Burgermeisteramt,
3) Schlachthofdiener bezw. Aufseher, 4) Nächternheit, Zu⸗
nerlässigkeit; gelernte Metzaer erhalten den Vorzug, 5) 6
Monate, 6) auf Lebenszeit, 7) keine, 8) 1200 Mt. jährlich,
sowie freie Wohnung, Licht und Brand, 9) nein, 10) die
Stelle ist pensionsberechtigt; bei der Pensionirung wird die
zurückgelegte Militärdienstzeit als pensionsfähige Dienstzeit
nicht angerechnet.
7. 2) sofort, Polch, Bürgermeisteramt, 3) Exekntor
für die Gemeindegefälle, 4) Elementarkenntnisse, 5) 3 Monate,
6) auf Kündigung, 7) 150 Mk., sofort zu hinterlegen,
8) besteht in den eingehenden Gebühren, ca. 150 Mke. jährlich,
9) nein, 10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
8. 2) sofort, St. Johann bei Saarbrücken, Konigl.
Intendantur 8. Armee-Corps, 3) Baubote, 4) Bewerber
muß lesen und schreiben können, gesund und köorperlich
rüstig sein, 5) —, 6) auf 4 wöchige Kündigung, 7) —
8) 2 Mk. 50 Pfg. täglich, 9 nein, 10) Bewerbungen sind
an den Königl. Regierungsbaumeister Richter in Saarbrücken
zu richten.
9. 2) sofort, wird bei der Einberufung bestimmt,
3) Landbriefträger, 4) Elementarschulkenntnisse und körper—
liche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kündigung,
7) 200 Mk., kann durch Gehaltsabzüge gedeckt werden,
8) 650 Mk Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß
ahrlich, 9) ja, das Gehalt steint bis 900 Resuhrüch,
10) Bewerbungen siad an die Kaiserl. Ober⸗-Postdirektion
soblenz zu richten.
10. 2) sofort, Cöln, Ober-Bürgermeisteramt, 83) Aufseher
im Kunstgewerbemuseum, 4) Nühiernheit, Zuverlaässigkeit und
Bewandtheit im Verpacken von Kunsisachen; Bewerber, welche
gzelernte Schlosser oder Metallarbeiter sind, erhalten den Vor—⸗
zug, 5) 6 Monate, 6) während der Probezeit 14tägige, nach
der Anstellung 3 monat:ge Kündigung, aber mit Pensionsberechtigung
und Anspruch auf Wittwen- und Waisenversorgung,
7) keine, 8) und 9) 1000 Mk., fteigend alle 2 Jahre um
60 Mk. bis 1420 Mk. jaͤhrlich, 10) Bewerber dürfen nicht
über 35 Jahre alt sein; dem Gesuch sind Lebenslauf, Führungs⸗
attest und sonstige Zeugnisse beizufügen; verheirathete Be⸗
werber werden bevorzugt.
11. 2) sofort, Eupen, Bürgermeisteramt, 3) Gemeinde⸗
förster und Flurhüter, 4) gute Handschrift, 5) 6 Monate,
6) zunächst auf Kündigung, später auf Lebenszeit, 7) — 8)
1000 Mk. Gehalt jährlich, 9) ja.
12. 2) 15. Juni 1893, Hermeskeil, Königl. Amtsgericht,
3) Kanzleigehilfe, 4) schöne Handschrift, 5) —, 6) auf Kün⸗
digung, 7) —, 8) 40 bis 70 Mk. monatlich, 9) —.
183. 2) sofort, Merode, Bürgermeisteramt, 3) Polizei—
diener, 4 rüstig und befähigt, Anzeigen über strafbare Hand—
lungen selbststäͤndig und fehlerfrei anzufertigen, 5) —, 6)
auf Kündigung, 7) —, 8) 540 Mk. Gehalt und 36 Mark
Kleidergeld jährlich, 9) nein.
14. 2) sofort, Trier, Ober-Bürgermeisteramt, 3) Straßen⸗
nufseher, 4) der Bewerber muß von guter Führung, ein ge—
under, kraͤftiger Mann mit scharfen Augen sein, gehdrig
chreiben, lesen und rechnen können, nachweislich genaue Kennt⸗
nisse des Wegebaues und der Straßenpflasterung besitzen und
gzewöhnliche Absteckungen, sowie kleinere Nivellements mit der
Setzwaage vornehmen können, 5) 1 Jahr, 6) nach Ablauf
der Probe event. auf Lebenszeit, 7) —, 8) 1200 Mk. Ge—⸗
halt jäͤhrlich; bis zum 1. Oktober 1893 12 Mk. monatlichen
Wohnungsgeldzuschuß, von da ab Dienstwohnung; jaͤhrlich
eine Uniform und 15 Mk. Stiefelgeld; alle 5 Jahre einen
Mantel. 9) —