Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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grundlagen, sie sind deshalb in gutem Bestande ein Schatz
für jede Wirthschaft im Interesse ihrer FutterzGewinnung
Die Aussaat dieser kleeartigen Pflanzen mit der Drillmafchine,
bei Luzerne und Esparsette auch ohne Ueberfrucht in un—
krautfreiem kräftigem Land, ist noch immer möglich und auch
der Samen nicht übermäßig hoch im Preise. In diesem
Frühjahre besäete lückenhafte Kleeschläge können in ihrem
Bestande durch Nachsaaten noch jetzt ergänzt werden.
Diese Stickstoff sammelnden Futtere und Gründüngungs⸗
pflanzen mit ihrer reichen Bewurzelung zur Ausnutzung zum
Theil tieferer Bodengrundlagen haben uͤberall für den Wirth⸗
schaftsbetrieb eine besondere Bedeutung. Der vermehrte
Anbau von Gründüngungspflanzen, welche in einzelnen
Jahren ausgezeichnete, in andern auch sehr ungenügende
Massenerträge liefern, hat noch den großen Vortheil, daß
sie bei günstiger Entwicklung, wie es die ökonomischen Ver⸗
hältnisse mit sich bringen, auch für Fütterungszwecke und
zur Steigerung der so hochwichtigen Futterreserven und zur
Füllung des Futterbodens benutzt werden können.
Die wahre Oekonomie zeigt sich sowohl in der Erhal⸗
tung und möglichst zweckmäßigen Ausnutzung des Vorhan⸗—
denen wie in der weiteren Voraussicht und den angemessenen
Ausgaben zur richtigen Zeit. Der Segen einer gut geführten
Düngerwirthschaft macht sich auch dadurch bemerklich, daß
Ersahfrüchte mit viel größerer Sicherheit gebaut werden
können, zumal wir wirthschaftlich überall den Maßstab an—⸗
zulegen haben: Was ist mit ökonomischen Mitteln auszuführen,
was nicht? Und zu den wirtschaftlichen Aufgaben gehört
—DDDD
Aufbewahrungs⸗Methoden zur Erhaltung des Gewachsenen
in Anwendung kommen. Möge es dem einzelnen Land—
wirth gelingen, möglichst bald zu der in dieser Zeit schwierigen
Uebersicht zu gelangen, was für ihn Noth thut geschehen
kann und muß. Moͤgen Staat und Gesellschaft zusammen⸗
wirken, um in der Unterstützung des Einzelnen das Vater—
land vor größerem Uebel zu bewahren.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) VLaufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 83) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kundigung erfolgt
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haͤltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob NAusficht auf Verbefferungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
. MNsofort, Blankenrath. Bürgermeisteramt, 8) Polizei⸗
diener, Wegewärter und Voilziehungsbeamter, 4) körperliche
Rüstigkeit, sowie selbstständige Abfassung eines Berichts,
Kenntnis des Wegebaus, 5) 2 Jahr, 6) auf dreimonatige
Kündigung, 7) 150 Mark, welcher Betrag sofort hinterlegt
werden muß, 8) 900 Mark Gehalt jährlich, 9) ja, bei guter
dinnr 10) die erledigte Stelle ist vorläufig nicht pensions⸗
erechtigt.
.2) 1. September 1893, Coblenz, Regierung,
Brückenwärter auf der Rheinschiffbrücke, 4) Kenntnis der
Gegenstände des Elementarunterrichts, insbesondere Lesen,
Schreiben und Rechnen; der Bewerber muß gelernter
Schlofser, korperlich gesund und darf, nicht über O Jahre
alt sein, 5)6 Monate, 6) auf 4wöchige Kündigung

7) keine, 8) 900 Mk. und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß
eventuell freie Dienstwohnung, 9) das Gehalt steigt bis auf
1500 Mk. nebst Wohnungsgeldzuschuß.
3. 2) 1. August 1893, Cöln, Ober-Bürgermeistereiamt,
3) Bau⸗-Aufseher bei den Hafen- und Werstbauten, 4 tech—
nische Kenntnisse zur Beurtheilung von Baumaterialien,
Prüfung von Baurechnungen, Aufstellung von Massen⸗
berechnungen; einige Erfahrungen im Erd- und Wasserbau
5) —, 6) auf gegenseitige 2monatige Kündigung, 7) keine,
8) 1600 Mark Gehalt jahrlich, 9) Verbesserungen sind bei
guten Leistungen nicht ausgeschlossen, 10) Meldungen sind
unter Beifügung eines Lebenslaufs und von Zeugnissen
einzureichen; Pensionsberechtigung ist mit der Stelle nicht
verbunden.
4. 2) 15. September 1893, Trier, Ober-Bürger⸗
meistereiamt, 3) Feldhüter und Gemeindebote, 4) gute
Führung, Nüchternheit, Energie, 5) keine, 6) auf drei—
monatige Kündigung, 7) keine, 8) 250 Mk. jährlich, 9) ja,
10) die Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
5. 2) 1. Oktober 1893, wird bei der Einberufung
bestimmt, 3) Stadtpostbote, 4) Elementarschulkenntnisse und
körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kün⸗
digung, 7) 200 Mark, kann durch Gehaltsabzüge gebildet
werden, 8) 700 Mk. jährlich und der gesetzliche Wohnungs⸗
geldzuschuß, 9) ja, das Gehalt steigt bis auf 1100 Mark
ährlich, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserliche Ober—
Postdirektion in Coblenz zu richten.
6. 2) 1. September 1893, wird bei der Einberufung
bestimmt, 3) Postschaffner, 4) Elementarschulkenntnisse und
körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kün—
digung, 7) 400 Mark, kann durch Gehaltsabzüge gebilde!
werden, 8) 900 Mark jährlich und der gesetzliche Wohnungs—
geldzuschuß, 9) ja, das Gehalt steigt bis auf 1600 Mark
jährlich, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserliche Ober—
Postdirektion in Coblenz zu richten.
7. 2) 1. August 1893, Kerpen, Kaiserl. Postamt, 3)
Landbriefträger, 4) Elementarschulbildung, 5) 6 Monate,
6) auf 4wöchige Kündigung, 7) 200 M, kann durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden, 8) 660 Mk. Gehalt und 60 Mk.
Wohnungsgeldzuschuß jährlich, 9) das Gehalt steigt bis 900
Mk. jährlich, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserl. Ober—
VPostdirektion Köln (Rhein) zu richten.
8. 2) 1. August 1893, wird bei der Einberufung be—
stimmt, 3) Landbriefträger, 4) Elementarschulkenntnisse und
körperliche Rüstigkeit, 58) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kün—
digung, 7) 200 Mark, kann durch Gehaltsabzüge gebildet
werden, 8) 650 M.k Gehalt und der gesetzliche Wohnungs—
geldzuschuß, 9) ja, das Gehalt steigt bis auf 900 Marl
sährlich, 10) Bewerbungen sind an die Kaiserliche Ober—
Postdirektion in Coblenz zu richten.
9. 2) sofort, Godesberg, Gemeinde, 3) Schuldiener
an der katholischen Schule, 4) Elementarbildung, gesund
und kräftig, 5) —, 6) auf ajährige Kündigung, 7) —,
8) 600 Mk. Gehalt, freie Wohnung event. 160 Mk. Mieths—
entschädigung, 9) —, 10) nicht pensionsberechtigt.
10. 2) sofort, Kaisersesch, Bürgermeisteramt, 3) Ge⸗
meindeförster, 4) befähigte Bewerber wollen sich unter Bei⸗
fügung ihrer Zeugnisse binnen 2 Monaten bei dem Bürger—
meister Surges in Kaisersesch melden, 5) —, 6) —, 7) —
8) 1000 M., 9) —.
            
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