Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Während der Ferien werden Termine zur mündlichen
Verhandlung im Verwaltungsstreitverfahren nur in schleunigen
Sachen abgehalten werden.
Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen bleiben die Ferien
ohne Einfluß.
Malstatt-Burbach, den 10. Juli 18983.
Der Bürgermeister.
Meyer.

Bekanntmachung.
Der Metzgermeister Johann Weber zu Heusweiler be—
absichtigt, auf dem ihm zugehörigen, auf dem Banne der
Gemeinde Heusweiler, Flur 4 Nr. 104 belegenen Grund⸗
stücke ein Schlachthaus zu errichten.
In Gemäßheit des 8 17 der Gewerbe-Ordnung vom
1. Juli 1883 und der Nr. 34 ff. der Ministerial-Anweisung
vom 19. Juli 1884 wird dieses Vorhaben zur allgemeinen
Kenntniß gebracht mit dem Bemerken, daß die Beschreibung
und Zeichnung der Anlage in meinem Amtslokale zur Ein—
sicht offen liegen.
Etwaige Einwendungen gegen die Ausführung der be—
absichtigten Anlage sind innerhalb 14 Tagen bei der unter—
zeichneten Polizeiverwaltung schriftlich in 2 Exemplaren oder
zu Protokoll anzubringen.
Diese Frist nimmt ihren Anfang mit Ablauf des Tages,
an welchem das die gegenwärtige Bekanntmachung enthaltende
Saarbrücker Kreisblatt ausgegeben wird.
Nach Ablauf der vorbezeichneten Frist können Ein⸗—
wendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden.
Zur Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen
wird Termin auf
Samstag, den 5. August er. Vormittags 10 Uhr
auf meinem Amtslokale anberaumt mit der Eröffnung, daß
im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der
Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Ein—
wendungen wird vorgegangen werden.
Heusweiler, den 14. Juli 1893.
Die Polizeiverwaltung,
Der Bürgermeister,
Cloos.

Personal-Chronik.

Veränderungen im Justizbeamten-Personal des VLandgerichtsbezirks
Saarbrücken.

Der Erste Staatsanwalt Krobitzsch zu Hirschberg ist in
gleicher Eigenschaft an das Landgericht in Saarbrücken versetzt.
Ernannt ist der Ober—-Postdirektionssekretär Blaß in
Saarbrücken zum Postkassirer.
Versetzt sind: der Ober-Postassistent Rhein von Solingen
nach Saarbrücken, die Postverwalter Mann von Friedrichs⸗
thal nach Stadtkyll und Weber von Jünkerath nach Fried—
richsthal.
Der Stations⸗Aufseher Josef Rother zu Schleifmühle
ist zum Stations-Vorfteher 2. Klasse ernannt worden.
Der Lehrer Albert Gemmel zu Balesfeld im Kreise
Prüm ist an die katholische Schule zu Malstatt-Burbach be—
rufen worden.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be⸗
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Aussicht auf Verbefferungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. August 1893, Höngen, Bürgermeisteramt,
3) Vollziehungsbeamter für die Gemeinden Höngen, Broich
und Weiden, 4) Kenntniß im Lesen und Schreiben, sowie
die Befähigung zum Verständniß der Geschäftsanweisung
für die Vollziehungßsbeamten, 5) —, 6) auf 3 monatige
Kündigung, 7) —, 8) 3- bis 400 Mt. jährlich, 9 —.
10) Stelle ist nicht pensionsberechtigt.
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gericht, 3) Lohnschreiber, 4) gute Handschrift, 5) —, 6)
auf Kündigung, 7) —, 8) etwa 60 Mk. monatlich, 9 nein.
3. 2) 15 August 1898, Malstatt-Burbach, Bürger⸗
meisterami, 2) 2 Schutzleute, 4) körperliche Rüstigkeit, nicht
über 35 Jahre alt, nüchtern, Elementarschulbildung, einige
Gewandtheit im Schreiben; persönliche Vorstellung erwünscht,
5) 6 Monate, 6) auf 4 wöchige Kündigung, 7) —, 8) je
1100 Mk. Anfangsgehalt, nach Ablauf der Probe 1200 Mt.
neben 100 Mk. Miethsentschädigung für ledige und 180 Mk.
für verheirathete Personen, sowie freie Dienstkleidung, 9)
nein, 10) die Stelle ist pensionsberechtigt.
4. 2) sofort, Mülheim (Rhein), städtische Verwaltung,
3) Sekretär, 4) Bewerber muß nachweisbar mit dem Gange
der städtischen Verwaltung vollständig vertraut und in der
Lage sein, alle die städtische Verwaltung betreffenden Ge—
schaͤfte selbstständig zu erledigen, 5) 6 Monate, 6) aus
Kündigung, 7) —, 8) 1800 Mtk. Gehalt jährlich, 9) ja.
5. 23) sofort, Aachen, Königl. Polizeidirektion, 8) 61
Schutzmänner, 4) Nüchternheit, Energie, gutes moralisches
Verhalten, körperliche Gesundheit und Rustigkeit, gutes Auf⸗
fassungsvermögen, genügende Gewandtheit in der schriftlichen
Darstellung und Schuldenfreiheit, 5) 6 Monate, 6) zunächst
probeweise, event. spaͤter auf Lebenszeit, 7) keine, 8) je 1000
Mark Anfangsgehalt, 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß und
freie Dienstkleidung (Uniform) jährlich, 9) ja, durch sukzeffives
Aufrücken in die höheren Gehaltsklafsen bis zum Höchstgehalt
von 1500 Mk. daneben bleibt die Höhe des Wohnungsgeld⸗
zuschusses und die freie Uniform unverändert, 10) während
der Probezeit wird nur eine Renumeration in Höhe des
Anfangsgehalts der Schutzleute von 1000 Mk. jaͤhrlich gezahlt.
6. 2) sofort, Mülheim (GKhein), städtische Verwaltung,
3) Kanzlist, 4) saubere korrekte Handschrift und Kenntnis
des allgemeinen Ganges der städtischen Verwaltung, 5)
6 Monate, 6) auf Kündigung, 7) —, 8) 900 Mk. Gebalt
jaͤhrlich, 9) ja.
7. 2) sofort, Mülheim (Rhein), staͤdtische Verwaltung,
3) Buregaugehilfe, 4) Bearbeitung von Steuersachen und
tadellose Führung des Dienstjournals und der Registratur
einer größeren Verwaltung oder wenigstens so gebildet, daß
er in Kürze diesen Anforderungen genügen kann, 5) 6 Monate.,
6) auf 6 wöchige Kündigung, 7) —, 8) 1000 bis 1200 Mk
Gehalt jährlich, 9 ja.
8. 2) 1. Oktober 1893, Bonn, Kaiserl. Postamt, 3)
Briefträger, 4) Elementarschulbildung, 5) 6 Monate, 6) auf
4wöchige Kündiaung, 7) 400 Mk. kann durch Gehaltsabzüge
            
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