Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

der zu belohnenden Person verhindert worden ist, der gegen
die Telegraphenanlage verübte Unfug aber soweit fesisteht,
daß die Bestrafung des Schuldigen erfolgen kann.
Alle zur Mitwirkung an der Erhaltung öffentlicher
Anlagen berufenen Behörden und Beamten werden ersucht,
diese Mitwirkung zum Schutze der Reichs-Telegraphenlinien
eintreten zu lassen und im Falle der Ermutelung von
Personen, welche Beschädigungen an Telegraphenanlagen
herbeigeführt haben, der nächsten Post- oder Telegraphen⸗
anstalt hiervon Mittheilung zu machen.
Trier, den 2. Februar 1891.
Der Kaiserliche Ober⸗Postdirektor. Theusner.
In Gemäßheit des 8 483 des Gesetzes vom 12. April
1888 (Ges.S. S. 52) wird hiermit bekannt gemacht, daß
am heutigen Tage mit der Anlegung des Gruͤndbuchs für
den Gemeindebezirk Bischmisheim begonnen ist.
Saarbrücken, 21. Januar 1891.
Koönigliches Amtsgericht V.
Steckbrief.
Der Schuster Johann Dörrenbecher, geboren am 18.
April 1871 zu Stieringen, zuletzt in Malstatl sich aufhaltend
ist, nachdem er wegen Verbrechens gegen 88 242, 2432861
St.«G.«B. festgenommen war, entwichen.
Es wird ersucht, denselben fesizunehmen und in das
Justiz⸗Arresthaus zu Saarbrücken abzukiefern und Mittheilung
zu den Akten J 177491 zu machen.
Saarbrücken, den 5. Febrnar 1891.
Konigliche Staatsanwaltschaft.

Bericht über das Ergebniß der im Jahre 1890
im Kreise Saarbrücken ausgeführten Körungen
der Zuchtstiere und Zuchteber.
Die in der rheinischen Körordnung vom 28. Mai 1839
vorgeschriebene Musterung der Zuchtstiere und Eber fand
in den einzelnen Gemeinden unseres Kreises während der
Monate Maͤrz, April und Mai statt:
Angemeldet waren im Ganzen 96 Stiere, angekört wurden:
St. Johann... 4 Obersalbach .
Burbach .. A
St. Arnuale. Niedersalbach.
Güdingen .. Walpershofen
Bübingen .. Herrchenbach
Kleinblittersdorf Rittenhofen
Auersmacher. Fölln ..
Wintringerhof hilschbach.
Hartungshof Etzenhofen.
Fechingen .. Püttlingen
Bischmisheim Völklingen
Scheidt .. Wehrden.
Dudweiler Beislautern
Sulzbach. Fennerhof.
Altenwald Ldudweiler.
Quierscheid Lauterbach
Wahlschied Tarlsbrunn
Holz. St. Nikolaus
Bietscheid. Llarenthal.
Numborn.. Bersweiler.
Lummerscheid Aschbacherhof.
Kutzhof Altenkessel.
Heusweiler . Friedrichsthal. .1
Hof Großwalde Summ
Dilsburg ..

Außer den in den früheren Berichten angeführten Ge—
meinden, ist in Heusweiler, in Guichenbach, in Ueberhofen
und in Altenkessel die Gemeindestierhaltung eingeführt worden,
ebenso in Friedrichsthal.
Die sämmtlichen Stiere wurden als zur Zucht tauglich
angekört.
Nachgekört wurden im Laufe des Jahres:
1 Stier in Bischmisheim,
2 Stiere in Guichenbach,
1 Stier in Ueberhofen,
Stier in Dudweiler.
Die Mehrzahl der Stiere gehören der Glanrace an,
weil diese Thiere sehr geschickt und willig im Zuge sind, sehr
fette Milch geben und leicht gemästet werden.
Die englischen Racen sind nur noch in einigen Stallungen.
Die Holländer sind nur durch 1 Exemplar vertreten.
Die Zahl der Eber hat bedentend zugenommen, in
Folge der hohen Preise. Gezüchtet werden Kreuzungen von
englischen Schweinen mit der einheimischen hochbeinigen Race,
Saarbrücken, den 20. Januar 1801.
Der Königliche Kreisthierarzt.
Heinrichs.

Spar- und Darlehnskafse für den Kreis Saarbrücken.
Im Monat Januar sind an Einlagen
eingezahlt.. 18380319,41 M,
und zurückgenommen worden. . 112965,83 ,,
Mithin Mehr-⸗Einnahme 673538 .
Saarbrücken, den 31. Januar 1891.
Der Rendant,
Dettweiler.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Auwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
b) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
d) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. April 1891, Cöln, Ober-Bürgermeisteramt,
3) 2 Schuldiener und Heizer an Volksschulen, 4) nicht über
35 Jahre alt, körperliche Rustigkeit und Nüchternheit, Be—
werber müssen gelernte Schlosser oder Maurer, oder in der
Bedienung von Centralheizöfen erfahren sein, 5) 6 Monate,
bei gegenseitiger 14 tägiger Kündigung, 6) auf 4 wöchige
Kündigung ohne Pensionsberechtigung, 7) —, 8) bei 14
Schulklassen 800 M jährlich, für jede weitere Klasse 30 4.
Zulage, außerdem freie Wohnung und freien Hausbrand;
für Beschaffung von kleineren Reinigungsbedürfnissen wird eine
Entschädigung von 20 4. gewährt, 9) nein, 10) die Schul⸗
diener haben außer der Reinigung und Heizung der Schule,
auch die säumigen Schulkinder zwangsweise zur Schule zu
jUhren und Botengänge zu besorgen, für eine Schule ist die
Bedienung der Brausebäder im Schulgebäude mit zu über⸗
aehmen.
2. 2) 1. April 1891, Cöln, Ober-Buürgermeisteramt,
3) Aufseher bei der Straßenreinigung, 4) Befaͤhigung, einen
kurzen Bericht in deutlicher Handschrift anzuferligen, auch
            
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