Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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die in den Gemeindebezirken Clarenthal und Krughütte
belegenen Grundstücke erfolgt ist.
Von der Grundbuchanlegung find jedoch folgende Par—
zellen ausgeschlossen:
a. Parzellen, welche unter die Bestimmung des 82
der Grundbuchordnung fallen:
Gemeindebezirk Clarenthal:
Flur 7 Parzelle 316/33 — 317/33 —
Flur 11 Parzelle 233/1 —
Gemeindebezirk Krughütte:
Flur 2 Parzelle 829/149 —
b. Parzellen, welche nicht unter die Vorschrift des 82
der Grundbuchordnung fallen:
Gemeindebezirk Krughütte:
Flur 2 Parzelle 317/44. —
Saarbrücken, den 28. August 1891.
sKönigl. Amtsgericht, Abth. für Grundbuchsachen.

Bekanntmachung des Kgl. Landrathsamtes.
Bekanntmachung.
Zur Feststellung der Entschädigungen für die zum
Zwecke der Offenlegung eines öffentlichen Platzes zwischen
der Saar⸗ und Köllner Straße in Malstatt-Burbach zu ent—
eignende Gartenparzelle Nr. 529,93 in Flur 1, den Erben
Jakob Schmidt von Malstatt-Burbach gehörig, setze ich, von
dem Herrn Königlichen Regierungs-Rräsidenten in Trier
mit der Leitung der in Gemäßheit des 8 25 des Gesetzes
über die Enteignung von Grundeigenthum vom 11. Juͤni
1874 erforderlichen kommifsarischen Verhandlung beauftragt,
hierzu auf
Mittwoch, den 23. September d. Is. Vormittags 10 Uhr
im Büreau des Bürgermeisteramtes zu Malstatt-Burbach
Termin an, zu welchem alle Personen, welche ihre Be—
theiligung an der obenbezeichneten Angelegenheit, bezw. eine
Berechtigung an der zu enteignenden Parzelle darzuthun
vermogen, zum Behufe der Wahrnehmung ihrer Rechte unter
der Verwarnung hiermit öffentlich vorgeladen werden, daß
bei ihrem Ausbleiben ohne ihr Zuthun die für die zu ent—
eignende Parzelle zuzubilligende Entschädigung festgestellt und
wegen Auszahlung oder Hinterlegung der letzteren verfügt
werden wird.
Saarbrücken, den 2. September 1891.
Der Kgl. Landrath,
J. V.:
von Bötticher,
Königlicher Regierungs-Assessor

Personal-Chronik.

Der Lehrer Ferdinand Schößler zu Walterschen im
Kreise Alteükirchen ist an die evangelische Schule zu St.
Johann a/fd. Saar im Kreise Saarbrücken berufen worden.
Der Schulamtsbewerber Wilhelm Heinrich Herrmann
aus Buchenschachen, Kreis Saarbrücken, ist an die evange—
lische Schule zu Hottenbach im Kreise Bernkastel provisorüch
berufen worden.
Die katholische Lehrerin Lucie Rodermann zu Malstatt,
Kreis Saarbrücken, ist in dieser Eigenschaft definitiv be—
stätigt worden.

Spar- und Darlehnskasse für den Kreis Saarbrücken.
Im Monat August find an Einlagen
eingezahlt ... . . . 128645,24 M.,
und zurückgenommen worden. .. 109255,59 ,,
Mithin Mehr-Einnahme. 19389683
Saarbrücken, den J1. September 1891.
Der Rendant,
Dettweiler.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Austellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
8) Ob Aussficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) — Beulich, Bürgermeisterei Brodenbach (Mosel),
3) Gemeindeförster, 4) Forstversorgungsberechtigung, 5) —,
6) —, 7) —, 8) 1000 Mek. Baargehalt, 9)9 —, 10) Be—
werbungen sind vis 81. Oktober 1891 unter Vorlage des
Forstversorgungsscheins und der sonstigen Zeugnisse einzu—
reichen.
2. 2) 1. Oktober 1891, Cöln (Rhein), Postamt 1, 8
Briefträger, 4) Elementarschulbildung, 5) 6 Monate, 6)
auf 4 wöchige Kündigung, 7) 400 Mk. kann durch Gehalts—
abzüge gedeckt werden, 8) 900 Mk. Gehalt und 180 Mk
Wohnungsgeldzuschuß, 9) das Gehalt steigt bis 1600 Mk.
jährlich, 10) Bewerbungen sind an die Obervostdirektion
in Cöln (Rhein) zu richten.
3. 2) 15. Oktober 1891, Mülheim (Rhein), Bürger—⸗
meisteramt, 8) Sekretär bei der städtischen Verwaltung,
4) tüchtige höhere Schulbildung, ausreichende praktische Vor⸗
bildung im Verwaltungsfach; Kenntniß der einschlägigen
gefetzlichen Bestimmungen, insbesondere der der Armenver—
waltung, der Krankeü-⸗, Unfall- und Alters- und Invaliditätsversicherung,
 5) 6 Monate, 6) auf 3 monatige Kündig-⸗
ung, 7) —, 8) 1200 Mt. jährlich, 9) ja, bei aufrieden⸗
stellenden Leistungen.
4. 2) 1. Oktober 1891, Siegburg, Strafanstalt, 3) 6
Hilfsaufseher, 4) die 78 Meter hohe Lage der Strafanstalt
erfordert, daß Vewerber von besonderer körperlicher Rüstig—
keit, gesunden Gliedmaßen und frei von Lungenkrankheiten
sein müssen; Bewerber, die auch nicht das 35. Lebensjahr
überschritten haben dürfen, müssen fertig lesen, schreiben und
rechnen können und ruhigen, aber energischen Charakters
sein; die zu tragende Uniform haben sich dieselben aus
eigenen Mitteln zu beschaffen, 5) —, 6) auf 6 wöchige Kün⸗
digung, 7) keine, 8) 2,80 Mk, tägliche Diäten, 9) Aussicht
auf Einrücken in eine definitive Aufseherstelle, demnächst
neben der Dienstwohnung oder der Miethsentschädigung von
150 Mk. Gehaltsverbesserung, von 900 Mk. beginnend
steigend nach und nach bis 1500 Mk., 10) Bewerber han
selbstgeschriebenen Lebenslauf, Original-Civilversorgungsschein
Militairpaß, Militair- und Civilführungsattest, Attest eines
beamteten Arztes über den Gesundheitszustand vorzulegen
hat derselbe bereits bei Behörden amtirt, so hat er dies in
der Eingabe anzuführen.

Saarbrücken, den 14. September 1801.
Der Königliche Landrath, J. V.: v. Bötticher, Ras.Assessor.
            
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