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9. an Zuschußprämien für VLehrer
zum Besuch der Obstbau⸗-Kurse
in Geisenheim und St. Wendel
an Praͤmien für Gemeinden zur
Anlegung von Obstbaumschulen
zur Unterstützung von Hebammen
welche einen Nachkursus in Cöln
absolviren...
zur Unterstützung von auswärtigen
Hebammen, welche sich zur Nach⸗
prüfung durch den Herrn Kreis
physikus in Saarbrücken zu ge—
stellen haben....
zur Hebung der Bienenzucht
zur Beschaffung von 7000 Exem⸗
plaren der Schrift „Regeln für
die Pflege und Ernährung der
Kinder im ersten Lebensjahre und
für die Pflege der Wöchnerinnen
zur Beschaffung der Schrift „Ver
haltungs-Regeln bei Masern,
Scharlach und Diphtheritis“
als Reserve für etwaige andere
gemeinnützige Zwecke des Kreises
welcher Fonds bei der Kreisspar—
kasse einstweilen zinsbar belegt
bleibt.
200 Mk. — Pfg.
10
500 —
11
100, —
12.
13.
14.
60 — 4
2900, — ,
84,
—15
16
16.
11740, 53,
Zusammen . .32926 Mk. 77 Pf.
III. Auf Antrag des Referenten, Herrn Kreisdeputirten
L. H. Röchling wurde die Jahresrechnung der Kreis—
Spar- und Dahrlehns-Kasse pro 1890, gegen welche
sich bei der vom Vorstande derselben und dem Kreisausschusse
vorgenommenen Vorprüfung nichts zu erinnern fand, festgesetzt:
auf eine Einnahme von .. 2425815 Mk. 31 Pfg.
auf eine Ausgabe von .. 2263112, 68
auf einen Bestand von.. 162708 M. 6 Isg.
auf einen Einnahme-Rest von 1687 , 50
und dem Rendanten Decharge ertheilt.
IV. Dem Antrage des Kreisausschusses entsprechend, be⸗
schloß Kreistag in Gemäßheit des 8 5 des Gesetzes, betreffend
die Besteuerung des Wanderlagerbetriebes vom 27. Februar
1880, der Gemeinde Dudweiler die im Etatsjahre
189091Rerhobene Wanderlagersteuer von 80 Mk.
zu belassen.
V. Bezüglich des auf Grund des Reichsgesetzes vom 29.
Juli 1890 (K.-G.-Bl. S. 141) zu erlassenden Statuts, be—
treffend „Gewerbegericht für den Kreis Saar—
brücken“ beschloß die Kreisvertretung, die von Herrn Ernst
Wagner zu Z 185 u. ff. über die Wahlhandlung gestellten
Abãnderungsvorschläge insbesondere wegen Dezeutralisation
der Wahl,. Offenlegung der Wählerlisten, schriftliche Einladung
der Wahlberechtigten zur Wahl pp. dem Kreisausschuß zur
Vorberathung zu überweisen.
Nachdem die Versammlung noch einige Mittheilungen
des Vorsitzenden entgegen genommen, sprach schließlich Herr
Bürgermeister Dr. Neff Namens der siädtischen Herren
Bürgermeister des Kreises dem scheidenden Herrn Landrath
unter dem Ausdrucke tiesen Bedauerns seiner Versetzung, mii
warmen Worten herzlichen Dank aus für das während seiner
hiefigen Amtsthätigkeit auch den städtischen Verwaltungen
gegenüber jederzeit erwiesene wohlwollende Entgegenkommen
und verknüpfte mit dieser Danksagung die aufrichtigsten
Gluckwünsche zu dem neuen Wirkungskreise des Vorsitzenden.
Saarbrücken, den 17. Juli 1891.
Namens des Kreisausschusses,
Der Vorsitzende,
Koönigl. Landrath,
J. V.: v. Bötticher,
Königl. Regierungs-Assessor.
Personal⸗Chronik.
IELL ..,,,.
Der Notar Henrich zu Völklingen wurde zur Rechts⸗
anwaltschaft bei dem Amtsgerichte daselbst zugelassen.
Die Schulamts-Bewerberin Luise Haag aus Mühl—
heim a. d. M., Kr. Berncastel, ist an die evangelische
Schule zu Altenwald im Kreise Saarbrücken provisorisch
berufen worden.
Die katholische Lehrerin Katharina Thinnes zu Saar—⸗
brücken ist in dieser Eigenschaft definitiv bestätigt worden.
Der Schulamts-Bewerber Julius Jakob Schulz aus
Quierschied, Kreis Saarbrücken, ist an die katholische Schule
zu Hohenfels im Kreise Daun provisorisch berufen worden
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wor
bei welcher Behörde? 83) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit
8) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle
99 Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen
1. 2) sofort, Aachen, Königl. Polizeidirektion, 3) Schutz⸗
mann, 4) Nüchternheit, Energie, gutes moralisches Verhalten,
körperliche Gesundheit und Rüstigkeit, gutes AMuffassungsver—
mögen, genügende Gewandtheit in der schriftlichen Darstellung
und Schuldenfreiheit, 5) 6 Monate, 6) zunächst probeweise
event. später definitiv d. i. auf Lebenszeit, 7) keine, 8)
1000 M. Gehalt, 180 M. Wohnungsgeldzuschuß jährlich
und freie Dienstkleidung (Uniform), 9) ja, durch sukzessives
Aufrücken in die höheren Gehaltsklassen bis zum Höchstge—
halt von 1500 MW; daneben bleibt die Höhe des Wohnungs⸗
geldzuschusses und die freie Uniform unverändert, 10) während
der Probezeit wird der Wohnungsgeldzuschuß nicht gezahlt,
sondern nur eine Remuneration in Höhe des Anfangsgehalts
der Schutzleute von 1000 4 jährlich.
2. 2) sofort, Bonn, Postamt, 8) Packetträger, 4) Ele—⸗
mentarschulbildung, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchige Kündi⸗
gung, 7) 200 M., kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden,
8) 850 M. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß, 9)
das Gehalt steigt bis 1100 M jährlich, 10). Bewerbungen
sind an die Ober-Postdirektion in Cöln (Rhein) zu richten.
3. 2) sofort, Coblenz, Garnisonverwaltung, 8) Kaser⸗
nenwärter, 4) Besitz des Civilversorgungsscheins, Gesundheit,
körperliche Rüstigkeit, geordnete Lebensverhältnisse, Schulden⸗
freiheit, Nüchternheit, Vorlegung der Militairpapiere, Füh—
rungszeugnisse und sonstige Ausweise über Lebens⸗ und
Dienstverhältnisse auch für die Zeit seit dem Ausscheiden
aus dem Heeresdienste bis zum Tage der Bewerbung, 5)
b Monate, 6) auf 6 wöchige Kündigung, 7) keine, 8) 700
ährlich neben freier Wohnung, Feuerungs ⸗und Erleuchtungs-