ordnung vom 1. Juli 1883 zur öffentlichen Kenntniß bringe,
fordere ich zugleich auf, etwaige Einwendungen gegen dasselbe
binnen 14 Tagen schriftlich in zwei Cremplaren oder zu
Protokoll bei mir anzubringen.
Die Frist nimmt ihren Anfang mit Ablauf des Tages,
an welchem das die gegenwärtige Bekanntmachung enthaltende
Kreisblatt des Kreises Saarbrücken ausgegeben wird und
ist für alle Einwendungen, welche nicht auf privatrechtlichen
Titeln beruhen, präclusivisch.
Beschreibungen, Zeichnungen und Pläne liegen während
obiger Frist aus dem hiesigen Gemeindehause zur Einsicht
offen. Nach Ablauf der vorbezeichneten Frist können Ein—
wendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden.
Zur Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen
wird Termin auf Mittwoch den 29. Januar 1890 Vor—
mittags 10 Uhr auf meinem Amtslokale anberaumt mit der
Eröffnung, daß im Falle des Ausbleibens des Unternehmers
oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der
Einwendungen vorgegangen werden wird.
Riegelsberg, den 8. Januar 1890.
Der Bürgermeister.
Speicher.
Bekanntmachungen des Kal. Landrathsamtes.
Bekanntmachung betreffend die 18. Verloosung von Schuldverschreib⸗
ingen der 4prozentigen Staatsanleihe von 1868 A.
In der Nummer 51 unseres Amtsblattes vom 19.
Dezember d. Is. ist eine Bekanntmachung der Hauptver⸗
waltung der Staatsschulden vom 8. Dezember d. Is. über
die an demselben Tage bewirkte 18. Verloosung von Schuld⸗
verschreibungen der 4prozentigen Staatsanleihe von 1868 4
veröffentlicht worden.
Exemplare der Nummerliste sind sowohl dem Amts—
blatte beigefügt, als auch in dem Kaffenlokale unserer Haupt⸗
kasse und in den Geschäftsräumen der Herren Landräthe,
Bürgermeister, Steuer⸗ und Gemeinde- Empfänger zur Ein⸗
sicht der Betheiligten offen gelegt.
Die Interessenten werden hierauf mit der Aufforderung
aufmerksam gemacht, zur Vermeidung von Zinsverlusten die
Erhebung der Kapitalbeträge rechtzeitig zu bewirken.
Gleichzeitig werden die Besitzer von Schuldverschreibungen
aus den bereits früher stattgehabten Verloosungen zur Ver⸗
meidung weiteren Zinsverlustes an die baldige Erhebung der
Kapitalbeträge wiederholt erinnert.
Trier, den 24. Dezember 1889.
Konigliche Regierung.
v. PommerEsche.
Soweit den Herren Bürgermeistern, Steuer⸗ und Ge—
meinde-Empfängern nicht besondere Abdrücke der Nummer—
liste zugegangen, haben dieselben die dem Amtsblatte bei⸗—
liegenden Exemplare offen zu legen.
Saarbrücken, den 4. Januar 1890.
Mit Rücksicht darauf, daß das Musterungs-Geschäft für
den hiesigen Kreis im laufenden Jahre sehr frühzeitig und
war zu Anfang des Monats Marz beginnt, ersuche ich die
Herren Bürgermeister mir die Stammrollen des Jahrgangs
1870/90 sobald, wie nur irgend möglich vorzulegen.
Ebenso ersuche ich die Herren Bürgermeister die Militär—
Reklamationen, welche in diesem Jahre zur Verhandlung ge⸗
langen sollen, mir spätestens bis zum 20. k. M. einzureichen.
Saarbrücken, den 13. Januar 1890.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein;: wann? wo?
bei welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7) Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Ge⸗
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle.
9) Ob Aussicht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. März 1890, Aachen, Bahnpostamt 13, 8)
Postschaffner, 4) Elementarkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf
4wöchent liche Kündigung, 7) 400 M, kann durch Abzüge
gebildet werden, 8) 800 46 Gehalt und 180 MA. Wohnungs⸗
geldzuschuß, 9) ja.
2. 2) 1. März 1890, Aachen, Postamt, 1, 3) Post—⸗
schaffner, 4) Elementarkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf
1wöchentliche Kündigung, 7) 400 M, kann durch Abzüge
gebildet werden, 8) 800 46. Gehalt und 180 M. Wohnungqs⸗
geldzuschuß, 9 ja.
3) 2) 1. April 1890, Cöln, (Rhein), Bahnpostamt 10
im Ober-Postdirektionsbezirk Coln (Rhein), 3) Postschaffner,
4) Elementarschulbildung, 5) 6 Monate, 6) auf 4 wöchentliche
Kündigung, 7) 400 M, kann durch Besoldungsabzüge ge—
bildet werden, 8) 800 M. Gehalt und 180 M. Wohnungs⸗
geldzuschnß, 9) steigt bis 1380 4 Gehalt.
4. 2) voraussichtlich zum 1. April 1890, Cöln, Königl.
Amisgericht, 8) Aktenhefter, 4) Besorgung des Aktenheftens
bei sämmtlichen Abtheilungen des Amtsgerichts und der
Gerichtskaffe, 5) —, 6) die Annahme erfolgt auf jederzeitigen
Widerruf, 7) —, 8) 1000 M jährlich, 9) —, 10) den Be⸗
werbungsgesuchen sind die Militairpapiere und sonstige Zeugniffe.
sowie eine kurze Darstellung des Lebenslaufes beizufügen.
5. 2) sofort, Geilenkirchen (Regierungsbezirk Aachen)
Bürgermeistereiamt, 8) Nachtwächter, 4) körpertiche Rüstigkeit,
5) keine, 6) auf Kündigung, 7) keine, 8) 8300 M jährliches
Gehalt und alle 8 Jahre 80 A. für einen neuen Mantel
9) nein.
6. 2) 1. April 1890, Siegburg, Strafanstalt, 3) Auf⸗
seher, 4) die 78 m hohe Lage der Strafanstalt erfordert, daß
Bewerber von besonderer körperlicher Rüstigkeit, gesunden
Gliedmaßen und frei von Lungenkrankheiten sein muß; Be—
werber, der auch nicht das 35. Lebensjahr überschritten haben
darf, muß fertig lesen, schreiben und rechnen können, ruhigen
aber energischen Charakters sein und sich die zu tragende
Uniform aus eigenen Mitteln beschaffen, 5) 6 Monate, 6)
vorläufig auf 3 monatliche Kundigung; nach vorwurfsfreier
z jähriger Dienstzeit steht Anstellung auf Lebensdauer in
Aussicht, 7) keine, 8) 900 M Gehalt, freie Dienstwohnung
oder 150 M. Miethsentschädigung, 9) neben der Dienst⸗
wohnung oger Miethsentschädigung Gehaltsverbesserung bis
auf 1200 MA., 10) Bewerber hat Lebenslauf, Original-⸗Civil—
versorgungsschein, Militairpapiere, die Militair- und Civil—
führungsatteste, Atteste eines beamteten Arztes über den Ge—
jundheitszustand vorzulegen; hat derselbe bereits bei Behörden
amtirt, so hat er dies in der Eingabe anzuführen.
7. 2) sofort, Stationsort kann erst später bestimmt
werden, Königl. Eisenbahn-Betriebsamt Trier, 8) Telegraphen⸗
aspirant, 4) deutsche und geläufige Handschrift, Fähigkeit,
eine schriftliche Anzeige in angemessener Form zu machen,
Rechnen in den 4 Grundarten, auch mit gewöhnlichen und
Dezimalbrüchen; allgemeine Kenntniß in der Erdkunde über
Deutschland und die angrenzenden Länder; 5) 8 Monate,
8) nach zurückgelegter Probezeit uud darauf bestandener Prüfung