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die Enteignung von Grundeigenthum vom 11. Juni 1874
erforderlichen kommissarischen Verhandlungen beauftragt,
hierzu auf
Samstag den 4. Oltober ds. Is. Vormittags 10 Uhr
im Büreau des Bürgermeister-Amtes zu Malstatt-Burbach
Termin an, zu welchem alle Personen, welche ihre Be—
leiligung an der oben bezeichneten Angelegenheit bezw. eine
Berechtigung an dem zu enteignenden Grundstücke darzuthun
vermögen, zum Behufe der Wahrnehmung ihrer Rechte unter
der Verwarnung hiermit öffentlich vorgeladen werden, daß
bei ihrem Ausbleiben ohne ihr Zuthun die für das zu ent—
eignende Grundstück zuzubilligende Entschädigung fesigestellt
und wegen Auszahlung oder Hinterlegung der letzteren ver—
fügt werden wird.
Saarbrücken, den 11. September 1890.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwäcrter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo?
bei welcher Behörde? 83) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Be—
zeichnung der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden.
5) Dauer der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit.
6) Ob die Anstellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt.
7). Betrag der zu bestellenden Kaution und ob dieselde durch Ge—
haltsabzüge gedeckt werden kann. 8) Einkommen der Stelle
9) Ob Aussficht auf Verbesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. November 1890, Aachen, Königl. Polizei—
direktion, 3) 2 Schutzmänner, 4) Nuchternheit, Energie,
gutes moralisches Verhalten, körperliche Gesundheit und
Ruüstigkeit, gutes Auffassungsvermögen und genügende Ge—
wandtheit in der schriftlichen Darstellung; auch müssen die
Bewerber schuldenfrei sein, 5) 6 Monate, 6) zunächst probe—
weise, event. später definitip, das ist auf Lebenszeit, 7) keine,
A ——
die Equipirung erfolgt auf Kosten der Stadt Aachen, 9) ja,
durch sukzessives Aufrücken in die höheren Gehaltsklassen biz
zum Höchstgehalt von 1500 46; die Höhe des Wohnungs
geldzuschusses bleibt unverändert, 10) während der Probezeit
wird der Wohnungsgeldzuschuß nicht gezahlt, sondern nu
eine Remuneration in Hoͤhe des Anfangsgehalts der Schub—
leute von 1000 M.
2. 2) sofort, Mülheim (Rhein), Bürgermeisteramt, 8
2 Polizeisergeanten, 4) kräftige Körperbeschaffenheit, gründ—
siche Kenntniß im Lesen, Schreiben und Rechnen; unbeschol—
ener Lebenswandel, 5) 6 Monate, 6) auf Lebenszeit mi
3 monallicher Kündigung, 7) —, 8) 8 A pro Tag fur die
Dauer der Probezeit, 9) ja, bei definitiver Anstellung auf
1050 4 Gehalt und 90 6 Kleidergeld; Gehalt steigt bis
—1350 4
3. 2) J. Dezember 1890, Saarlouis, Garnisonverwal
tung, 8) Kasernenwärter, 4) Besitz des Civilversorgungsscheins,
Gesundheit, körperliche Rüstigkeit, geordnete Lebeüs.
verhältnisse, Schuldenfreiheit, Nüchternheit; Vorlegung der
Militärpapiere, Führungszeugnisse und fonstiger Ausweise
über Lebens⸗ und Dienstverhaäͤltnisse auch für die Zeit seit
dem Ausscheiden aus dem Heeresdienste bis zum Tage der
Bewerbung, 5) 6 Monate, 6) auf 6 wöchentliche Kündigung
7) keine, 8) 700 M4 jährlich neben freier Wohnung, Feueiungs-
und Erleuchtungsdeputaten oder entsprechende Geld
vergütung, 9) steigt bis zu 1100 A jährlich nach dem Dienst
alter, 10) Bewerbungen sind an die Intendantur des 8
Armee-Corps zu richten; Reisen zur ärztlichen Untersuchung
auf Gesundheit und Rüstigkeit, ferner die Reise zum An
stellungsorte und im Entlafsungsfalle von da zuͤrück hat
Bewerber auf eigene Kosten zu machen; Marketendereibetrieb
kann nicht in Aussicht gestellt werden.
Saarbrücken, den 15. September 18090.
Der Königliche Landrath Dr. zur Nedden.
Oeffentlicher Anzeiger.
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32,
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