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dem Staate Steuer vorenthalten ist, in eine Geldstrafe, die
unter Umständen und mit Hinzurechnen der zu zahlenden
Rachsteuer den fünfzehnfachen Betrag der jährlichen Steuer
erreichen kann. Auch wenn dem Staate Steuer nicht
vorenthalten ist, wird die unterlassene Anmeldung von
Veränderungen, welche die neue Veranlagung oder Erhöhung
der bisherigen Steuer bedingen, mit einer Geldbuße von
ein bis fünfzehn Mark bestraft. Derjenige ferner, welcher
die Anzeige von einer Veränderung unterläßt, die eine
Befreiung oder Ermäßigung der Steuer gesetzlich begründet,
hat den Nachteil, daß er die in der Gebäudesteuerrolle ein⸗
zetragene Steuer bis einschließlich für den Monat fort—
dezahlen muß, in welchem die Anmeldung wirklich erfolgt.
Es wird ausdrücklich bemerkt, daß die bei den Be—
hörden angebrachte Bauerlaubnißgesuche als An—
pengen in dem vorbezeichneten Sinne nicht anzusehen
nd.
Im Uebrigen verweisen wir auf das Gebäudesteuer—
gesetz vom 21. Mai 1861, sowie auf die Anweisung III
sür das Verfahren bei der Fortschreibung der Gebäude—
stenerrollen vom 31. März 1877 (Beilage zu Nr. 89 unseres
Amtsblatts des Jahres 1877). Weitere Auskunft werden
die zur Entgegennahme der Anmeldungen verpflichteten
Bürgermeister und Katasterkontroleure ertheilen.
Trier, den 2. Oktober 1885.
dnigliche Regierung, Abtheilung für direkte Steuern.
Domainen und Forsten.
K. Linz.
Vorstehende Bekanntmachung, welche an Stelle der—
jsenigen vom 6. Mai 1874 IIe 1007 — Amtsblatt de 1874
S. 136 — erlassen ist, bringe ich hiermit zur allgemeinen
stennmiß.
Die Herren Bürgermeister, welche nach wie vor die
An⸗ und Ubmeldungen entgegen zu nehmen haben, werden
ersucht, für alsbaldige ortsübliche Veröffentlichung obiger
Bekanntmachung in sämmtlichen Gemeinden zu sorgen.
Saarbrücken, den 30. Oktober 1888.
Nachweisung
der Markt- und Laden-Preise im Regierungsbezirk Trier
pro Monat September 1888.
Saarbrücken. St. Johann. Saar⸗
——— lauis
49 ——
22 50 17 85
22 — 17 67
180 17 45
18* 15 20
—1630 14 98
16 — 14 67
Weizen, guter Sorte.
mittlerere,
zeringere,
guter —
mittlerere,
geringer,
guter
mittlerer,
geringere,
guter
mittlerer,
geringere,
Erbsen..
Bohnen.
Linsen ..
Kartoffeln.
Stroh, Richt⸗
Zrumm—
deu.—
Rindfleisch von der Keule
vom Bauch
Schweinefleisch ..
Kalbfleisch
dammelfleisch
Speck, ger..
Eßbutter ..
Fier,
Weizenmehl Nr.
Roggenmehle,
Berstengraupen
Herstengrütze
Dirse ....
Reis, Java...
Kaffe, Java mittlerer.
gelber gebrannter
Salz, gewöhnliches..
Schweine-Schmalze.
100 x.
do.
do.
do.
do.
do.
do.
do.
do.
vo.
do.
do.
dyo.
vo.
o.
0.
do.
— do.
. do.
188
* ⸗4
Hafer,
16 38
15 84
15 30
25 25
28 —
40 —
5 18
720
15 92
15 20
14 45
29 —
32 —
45 —
426
6 10
904
160 135
130 1 25
136 1 15
132 115
150 120
180 160
2 23 220
36044 12
— 50 — 36
— 36 — 32
— 80 — 50
— 60 — —
—40 — 40
270 — 60
320 8 —
4 — 4 50
— 20 — 20
170 160
J
4
860 Stüd A4
1x8 — 30
36
80
J
49
20
60
Saarbrücken, den 19. November 1888.
Der Köniagliche Landrath Dr. zur Nedden.
Heffentlicher Anzeiger.
Steckhrief.
Gegen den unten beschriebenen Hüttenarbeiter Mathias
Eiden aus Pölert bei Hermeskeil, welcher des Raubanfalls
derdächtig, ist die Untersuchungshaft verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das
Amtsgerichts-Gefängniß zu Birkenfeld abzuliefern.
Beschreibung:
Alter: 30—81 Jahre; Größe: 1,68 m; Statur: ziem—
lich groß und kräftig; Haare: blondröthlich; Bart: röthlicher
Schnurrbart; Gesicht: rund; Gesichtsfarbe: gesund. Besondere
Kennzeichen: Narbe an einem der Ringfinger von einer
Revolverkugel. Ziemlich heisere Stimme und 'etwas schiefer
Beine nach auswärts.
Birkenfeld, den 15. November 1888.
Großherzogliches Amtsgericht.
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