Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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b. ein Häkeltuch mit 70 bis 90 Maschen Anschlag, wel⸗
hes mehrere Muster enthält und mit einer gehäkelten
Kante umgeben ist;
:. ein gewöhnliches Peannshemd (Herren-Nachthemd);
J. ein Frauenhemd;
3. einen alten Strumpf, in welchem ein Haken neu ein—
gestrickt und eine Gitterstopfe, sowie eine Strickstopfe
eingeführt ist;
vier bis sechs kleine Proben von verschiedenen mittel—
feinen Stoffen, wie dieselben im Hausstande vorzu—
kommen pflegen, jede etwa 12 zu 12 em groß. Die—⸗
jselben können sowöhl einzeln als auch zu einem Tuche
derbunden abgegeben werden und sollen enthalten:
einen aufgesetzten und einen eingesetzten Flicken;
eine weiße und eine bunt karrirte Gitterstopfe;
eine Köperstopfe;
zwei gezeichnete Buchstaben in Kreuzstich, zwei
ebensolche in Rosenstich;
drei gestickte lateinische Buchstaben und zwei
Ziffern in rothem Garn, drei ebensolche gothische
Buchstaben und zwei Ziffern in weißem Garn und
rein gesticktes Monogramm aus den Namensbuch—
staben der Bewerberinnen.
Die unter ksaufgezählten Arbeiten müssen vor Allem
dem gewählten Stoffe gemäß ausgeführt sein. Sämmtliche
Arbeiten sollen schulgerecht und deshalb auch nur in Stoffen
und aus Garnen von mittlerer Feinheit hergestellt werden.
Die Arbeiten werden durch die Einreichung von den
Bewerberinnen ausdrücklich als selbstgefertigt bezeugt; die
Hemden sind indessen nicht ganz zu vollenden, damit nach
Anweisung der Prüfungs-Kommission und unter Aussicht
derselben an der Arbeit fortgefahren werden kann.
Die geforderten Arbeiten müssen genügen, und es ist

nicht zulässig, daß weitere Arbeiten der Examinandinnen
angenommen werden, gleichviel, ob sie Minderleistungen
in den vorgeschriebenen Leistungen übertragen oder eine
über die Anforderungen hinausgehende Befähigung nach—
weisen wollen.
Vor dem Eintritte in die Prüfung ist eine Prüfungs—
gebühr von 6 M. zu entrichten.
Coblenz, den 21. Okttober 1887.
Königliches Provinzial⸗Schul-Collegium.

Bekanntmachungen der Königl. Regierung.
Auf Grund des Gesetzes vom 26. Februar 1870, be—
treffend die Schonzeiten des Wildes, wird sür das laufende
Jahr und den ganzen Regierungsbezirk der Schluß der
Jagd auf Rebhühner auf den 18. d. Mis. festgesetzt, so
daß nach diesem Tage Rebhühner nicht mehr erlegt wer—
den dürfen.
Trier, den 8. Noveuber 1887.

Auf Grund der Erlasse des Herrn Ministers für Land—
wirtschaft, Domainen und Forsten vom 16. Mai und 14.
Oktober d. Is. ist die durch Versetzung des Wiesenbaumei—
sters Hector in den Ruhestand erledigte Stelle eines Bezirks—
Wiesenbaumeisters für den hiesigen Regierungs-Bezirk dem
bisher bei den Eifelmeliorationen beschäftigten Wiesenbau—
meister Leimbrock aus Prüm vom 1. d. Mts. ab mit dem
Amtswohnsitze in Trier übertragen worden.
Trier, den 4. November 1887.

Saarbrücken, den 24. November 1887.
Der Königliche Landrath Dr. von Voß.

Heffentlicher Anzeiger.

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