31
Zahlung eines Deckgeldes einschließlich Trinkjeldes und
der Schreibgebühren für den Deckschein im Betrage von
9 Mk. 75 Pfg. für die Stute zur Benutzung bereit.
Zu den Deckkosten wird wie in den vergangenen Jah—
ren den Pferdebesitzern des Kreises ein Zuschuß und zwar
von 6 Mark für jede Stute aus der Bürgermeisterei Lud—
weiler und von 4 Mk. 75 Pfg. für jede Stute aus den
übrigen ländlichen Bürgermeistereien des Kreises und der
Stadt Malstatt-Burbach Seitens des Kreises gewährt.
Die Auszahlung erfolgt in Heusweiler aus der Kasse des
landwirthschaftlichen Kasinos dortselbst und in Schaafbrücke
durch Vermittelung des Gastwirthes Mertes, bei welchem
die Hengste untergebracht sind.
Behufs Legitimation der Erhebung des Betrages ist
auf Erfordern von den Pferdebesitzern eine Bescheinigung
des Bürgermeisters des Wohnortes vorzulegen.
Saarbrücken, den 15. Februar 1886.
Königliche Lehranstalt für Obst- und
Weinbau in Geisenheim a/ Rh.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß
im Monat März d. J. in unserer Anstalt folgende Curse
abgehalten werden:
1. Obstbaukursus für Geistliche, Lehrer, Gartenbesitzer
und Landwirthe vom 2. bis 27.
2. Baumwärterkursus in derselben Zeit,
3. Winzerkursus vom 8. bis 20. und
4. Rebveredelungskursus am 18. und 19,
Der „Halbjährige Spezialkursus für Obst- und Wein—
bau“ beginnt am 1J. April.
Programme werden nmnentgeltlich von dem Unterzeich—
neten abgegeben, an welchen auch die Anmeldungen zy
richten sind.
Der Direktor
Goethe.
Personal⸗Chronik.
Die Amtsrichter Dr. Schneider zu Saarlonis und
Scheerbarth zu Saarbrücken sind zum 1. April er. als
Landrichter an das Landgericht zu Coblenz versetzt und der
Staatsanwalt Rukser zu Saarbrücken vom 1. Februar cr.
ab nach Posen.
Der Militairanwärter Sommerfeld ist zum Gerichtsdiener
beim Königlichen Landgerichte zu Saarbrücken ernaunt
Nachweisung
der Markt⸗ und Laden-Preise im Regierungsbezirk Trier
pro Monat Januar 1886.
Vaarbrücken. St. Johann. Saar⸗
louis.
3
17 96
1770
17 50
15 63
15 48
15 23
Weizen, guter Sorte.
mittlerere,
zeringere,
Roggen, guter
mittlerer,
zeringere,
zuter s
nittlerer,
zeringer,
zuter
nittlerer,
geringere,
. 100 k«g
90o.
do.
do.
do.
yo.
do.
o.
8
.
do.
yo.
yo.
o.
do.
do.
do.
.. 1x8
ee
4—
1/
4—
14 50
14 25
14 —
23 —
25 —
39 —
510
5 42
710
126
06
20
14 48
14 23
13 96
31 50
36 —
37 —
4 —
470
6 40
160
135
130
120
1 50
1 609
220
5—
— 40
—34
— 60
A
Bohnen.
dinsen. ..
Kartoffeln. ..
Stroh, Richt⸗
Heu F
Rindfleisch von der Keule
vom Bauch.
Schweinefleisch....
Kalbfleisch
Hammelfleisch
Speck, ger..
Eßbutter ..
Fier
Weizenmehl Nr. 1.
Roggenmehl ,
Berstengraupen.
Berstengrütze
dirse...
Reis, Java...
Kaffe, Java mittlerer.
gelber gebrannter
Salz, gewöhnliches
Schweine⸗Schmalz. ..
Frbsen, gelbe zum Kochen
40
60
dos
64
36
— 30
60
50
40
— 60
2 60
3 60
2320
1 80
⸗
6o tüd 4
6
*
⸗
9
30
0
*
49
— 55
— 60
2 80
120
2 20
180
Anszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anuwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? be
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeck!
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver⸗
besßerungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) sofort, Bonn, Kuratorium der Universität, 3)
Rektoratssekretair, 4) Vorbildung auf einem Gymnasium
oder Realgymnasium mindestens bis Untersekunda inkl., ge—
gefällige Handschrift; einige Uebung im Protokollführen,
5) 6 Monate, 6) auf Lebenszeit, 7) —, 8) 1800 M nebst
Wohnungsgeldzuschuß, 9) bis auf 3600 4
2. 2) sogleich, Bütgenbach, Postamt, 3) Landbriefträger,
4) Elementarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf Kündi—
gung, 7) 200 M, kann durch Abzüge gebildet werden, 8)
600 M. Gehalt und 60 Ab. Wohnungsgeldzuschuß, 9) ja
3. 2) sofort, im Bezirk des Königl. Eisenbahn-Betriebs⸗
amts (rechtsrheinisch) zu Cöln, Königl. Eilenbahn⸗-Betriebs—
amt (rechtsrheinisch) zu Cöln, 8) 4 Stationsaspiranten, 4)
orthographische und grammatikalische Rechtschreibung, Rech—
nen der 4 Spezies, sowie mit gewöhnlichen und Dezimal-—
brüchen, Kenntniß der Geographie, insbesondere derjenigen
Deutschlands und der benachbarten Länder, 5) 1 Jahr, 6)
nach Ablauf der Probezeit auf Kündigung, nach Verleihung
einer etatsmäßigen Stelle bei mindestens 5 jähriger tadel⸗
freier Dienstzeit auf Lebenszeit, 7) vorläufig keine Kaution
später erforderlichenfalls mindestens 480 46, welche durch
Gehaltsabzüge gedeckt werden können, 8) je 785 4. monatlich
an theurenß Orten eine widerrufliche Zulage bis 18 M. monat⸗
lich, welch letztere bei der ersten Erhöhung der Monats—
besoldung höchstens 10 M4. monatlich beträgt und bei der
zweiten Erhöhmig der Monatsbesoldung fortfällt, 9) ja,
die Besoldung steigt nach 6 onaten auf 99 M., nach
1 Jahre auf 105 A, nach 2 Jahren auf 115 M. und nach
3 Jahren auf 125 A. monatlich; nach Ablauf dieser Zeit
erfolgt beim Eintritt von Vacaunzen die Verleihung einer
etatsmäßigeun Stelle als Stationsassistent mit einem Jahres
gehalte von 1800 4. und dem gesetzlichen Wohnungsgeidzu—
schuß brzw. Dienstwohnung; das Gehalt kann steigen bis
1800 M, alles unter der Voraussetzung befriedigende—