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Personal⸗Chronik.
Der Bürgermeister Cloos ist definitiv zum Bürger⸗
meister der von ihm bisher kommissarisch verwalteten Bür—
germeisterei Heusweiler ernannt worden.
Der mit der Verwaltung des Bürgermeisterei-Amtes
zu Kleinblitters dorf beauftragle Major a. D. Lindow ist
zum Bürgermeister der Bürgermeisierei Kleinblittersdorf
ernannt worden.
Betrifft die Körung der Zuchtstiere im Kreise
Saarbrücken pro 18385.
Die durch die Körordnung vom 28. Mai 1839 vor⸗
geschriebene Musterung der Zuchtstiere, welche in erster
Linie eine Verbesserung in der Zucht der Nachkommen—
schaft anstrebt, nebenher auch die Verbreitung von anstecken⸗
den und erblichen Krankheiten (Tuberkulose ꝛc.) zu verhüten
sucht, fand in den Gemeinden unseres Kreises meist in den
Monaten April und Mai statt. Vorgefunden wurden im
Ganzen:
in Saarbrücken. Stiere, in Neumühle
„St. Johann. „Dilsburge.
Burboch .. „Bietschied.
St. Arnuale. Rittershof
Büdingen.. Heusweiler.
Bübingen.. Walpershofen
leinblittersdorf Herchenbach
Auersmacher. Rittenhofen
Hanweiler. Cöln ..
Wintringerhof Sellerbach
Bliesransbach Etzenhofen
Hartungshof. Ueberhofen
Scheidt .. Hirtel ..
Dudweiler. Obersalbach
Sulzbach .. Guichenbach
Altenwalde. Püttlingen
Friedrichsthal Altenkessel
Quierschiede. Völklingen
Holz .. Wehrden.
Wahlschied Beislautern
Kutzhof . Ludweiler.
Numborn. Lauterbach
Kirschhof. Karlsbrunnn.
Eiweiler. Groß⸗Rosseln
Fechingen.. Gersweiler.
Bischmisheim Clarenthal..
Curhof .. „Fennerhof. 2
Niedersalbach „Naßweiler. 2
Fünf von diesen wurden wegen geringen Alters auf
2 resp. 3 Monate zurückgestellt, Z wurden wegen mangel—⸗
haften Körperbaues und 1 wegen Erkrankung an der Lun—
gentuberkulose gänzlich von der Zucht ausgeschlossen. Die
Uebrigen wurden als zur Zucht mehr oder weniger taug—
lich erklärt, obgleich manche von ihnen in Bezug auf Kör—
perbau und Naͤhrzustand zu wünschen übrig ließen.
Völklingen, Püttlingen, Geislautern, Wehrden und
Dudweiler nehmen wie in früheren Jahren den ersten Rang
rin. Hier finden sich schön geformte, bestgenährte und vor—
züglich gepflegte Thiere meist der Glanrace angehörend,
welchen man in unserem Kreise deshalb den Vorzug geben
muß, weil sie neben hinreichender Milchergiebigkeit und
Mastfähigkeit auch zur Arbeitsleistung sich eignen. Hieran
ichließen sich in absteigender Stufenfolge Bischmisheim, St.
Arnual, Güdingen, Fechingen und Auersmacher wo die
Thiere wie in Völklingen ꝛc. von den Gemeinden beschafft
und unterhalten werden. Auch in denjenigen Gemeinden
welche Beschaffung und Haltung der Stiere an Unternehmer
verdingen, wie in Kleinblittersdorf, Sulzbach, Altenwald,
Ludweiler, Lauterbach u. a. ist die Beschaffenheit derselben
gleich wie in früheren Jahren zufriedenstellend, weil auch
hier von Seiten der Gemeinden ein gewisser Einfluß auf
Haltung und Pflege ausgeübt wird. Das Zuchtstierwesen
läßt zu wünschen übrig, wo dasselbe Privatsache ist, jedoch
mit Ausnahme von Fennechof, Wintringerhof, Dilsburg,
Obersalbach, Curhof, Clarenthal und St. Johann, in wel
chen Ortschaften Thiere von guter Qualität aufgestellt sind.
Die Zuchtstierverhältnisse siad am schlechtesten, wo die Bul—
len, auf der Reihe gehalten werden, wie in einigen Ge—
meinden des Köllerthales, d. h. wo die besser situirten Land—
wirthe die Verpflichtung haben sobald die Reihe an sie
kommt, einen Zuchtstier zu beschaffen, denselben während
eines oder zweier Jahre zu unterhalten und den Viehbe—
sitzern zur Disposition zu stellen. Die Nachtheile, welche
dieses Verfahren mit sich bringt, sind wiederholt in meinen
früheren Berichten hervorgehoben worden und kann somit
auf diese verwiesen werden.
St. Johann, den 25. Dezember 1885.
Dr. Heinen,
Kreis⸗Thierarzt.
Sparkasse des Kreises Saarbrücken.
Im Monat Januar sind eingelegt worden 147348,81 4
und zurückgezahlt
a. Einlagen. . 57503,63 Ma,
c. Zinsen .. 1129402,
68797,68
Mithin Mehr-Einlage 78550,66 M
Saarbrücken, den 1. Februar 1886.
Der Rendant,
Btweiler.
Srite aet⁊ nzenliste
e NBruwarter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? be
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeck
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver—
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) sofort, Cöln, Königl. Eisenbahndirektion (rechts—
rheinisch) zu Cöln, 3) 3 Bureau⸗Aspiranten, 4) orthographische
und grammatikalische Rechtschreibung, Rechnen der 4 Spezies
sowie mit gewöhnlichen und Dezimalbrüchen, Kenntniß der
Geographie, insbesondere derjenigen Deutschlands und der
benachharten Länder, 5) 1 Jahr, 6) nach Ablauf der Probe—
zeit auf Kündigung, nach Verleihung einer etatsmäßigen
Stelle bei mindestens 5 jähriger tadelfreier Dienstzeit au
Lebenszeit, 7) — 8) je 75 46. Monatsbesoldung und eine
widerrufliche Ortszulage von 15 46. monotlich, welch letz—
tere bei der ersten Erhöhung der Monatsdesoldung sich au
10 M. monatlich ermäßigt und bei der zweiten Erhöhung
der Monatsbesoldung fortfällt, 9) ja, die Besoldung steig'
nach 6 Monaten auf 90 A., nach 1 Jahre auf 105 4
nach 2 Jahren auf 115 MA. und nach 4 Jahren auf 125 M