Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

kreises Trier verbunden, ist in Folge des freiwilligen Aus⸗
scheidens deren seitherigen Inhabers erledigt und soll nun—⸗—
mehr baldigst wieder besetzt werden.
Bewerber um diese Stelle wollen sich unter Beifügung
der erforderlichen Zeugnisse und eines Lebenslaufes inner—
halb 4 Wochen bei uns melden.
Trier, den 25. Oktober 1886.

Bekanntmachung anderer Behörden.
Versendung von Waarenproben mit Flüssigkeiten mit der Briefpost.
Vom 1. November ab werden, zunächst versuchsweise,
Waarenproben mit Flüssigkeiten im inneren Deutschen Ver—
kehr, sowie im Verkehr Deutschlands mit Argentinien, Bel⸗
gien, Britisch-⸗Indien, Chile, Dänemark, Egypten, Frank⸗
reich nebst Kolonien, Griechenland, Japan, Italien, Luxem—
burg, Niederland, Niederländisch Indien, Norwegen, Oester—
reich-Ungarn, Peru, Portugal, Rumänien, Schweden, der
Schweiz, Serbien, Spanien und der Türkei zur Beförderung
mit der Briespost zugelassen.
Diese Sendungen müssen hinsichtlich der Verpackung
den nachstehenden besonderen Bedingungen entsprechen. Die
Flüssigkeiten dürfen nur in Fläschchen von durchsichtigem,
aber genügend widerstandsfähigen Material (starkem Glase)
versandt werden, welche in Kästchen von Holz oder starker
Pappe verpackt sind. Die Zwischenräume zwischen Fläsch—
chen und Kästchen müssen in ausreichender Menge mit
Sägespänen oder anderen Stoffen ausgefüllt sein, welche
geeignet sind, im Falle des Zerbrechens des Fläschchens
hie Flüssigkeit vollständig aufzusaugen. Die Kästchen wie—
derum sind in eine Hülse von Metall, Leder oder starkem Holz
einzuschließen. Der Verschluß muß im Uebrigen so herge—
stellt sein, daß der Inhalt der Sendung als in Waaren—
proben bestehend geprüft werden kann.
Hinsichtlich der übrigen Bedingungen und der Taxen
finden die allgemeinen Vorschriften für Waarenprobensen—
dungen gleichmäßig Anwendung.
Berlin W., 20. Oktober 1886.
Der Staatssekretair des Reichs-Postamts.
von Stephan.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anuwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber geftellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
verden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver⸗
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) ist vorhanden, Effeld, Hauptzollamtsbezirk Kalden⸗
kirchen, 3) Grenzaufseher, 4) Elementarschulbildung und
körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf Lebenszeit, 7)
leine, 8) 900 M Gehalt, 60 M. Wohnungsgeldzuschuß und
30 4. Dienstbekleidungszuschuß, 9) ja, 10) Bewerbungen
sun an die Königl. Provinzial⸗Steuerdirektion zu Cöln zu
richten.
2. 2) ist bereits eingetreten, Eschweiler, Bürger⸗
meisterei, 3) Vollziehungsbeamter, 4) gesund und rüstig;
besondere Energie und leserliche Handschrift, 5) 6 Monate,
6) auf Kündigung, 7) keine, 8) ca. 900 M pro dJahr, 9)
nein, 10) Bewerbungsfrist bis zum 8. Dezember 1886.

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3. 2) 15. Dezember 1886, Wald (Klosterwald), Hohen⸗
zollern, Amtsgericht, 3) Kanzleigehilfe, 4) Anfertigung aller
Kanzlei⸗Arbeiten, namentlich auch von Hypothekenbriefen,
5) —, 6) in der Regel gegen 1monatliche Kündigung, kann
indeß bei nicht genügender Qualifikation sofort entlassen
werden, 7) keine, 8) ca. 1000 M, 9) ja.
4. 2) baldigst, Horhausen (Westerwald), Ober⸗Post⸗
direktion Coblenz, 3) Postverwalter, 4) Bestehen einer Vor—
prüfung beim Eintritt in den Postdienst und einer Dienst⸗
prüfung nach Ablauf des Probejahres, 5) 1 Jahr, 6) vor⸗
äufig auf Kündigung, nach 5 Jahren unter Umständen auf
Lebenszeit, 7) bei dem Eintritt 300 4, nach Jahresfrist
veitere 300 M.; die Kaution kann durch Abzüge vom Ein—⸗
fommen gebildet werden, 8) während des Probejahres 24.
50 H, Tagegelder, dann zunächst 1100 M. Gehalt und
180 M. Wohnungsgeldzuschuß jährlich, 9) ja.
5. 2) 1. Januar 1887, Brauweiler, Provinzial⸗-Ar⸗
beitsanstalt, 3) Bureaugehilfe, 4) gute Elementarschulbil⸗
dung, hubsche Handschrift, 5) die Stelle bleibt einftweilen
nur diätarisch besetzt, 6) auf 3monatliche Kündigung, 7)
eine, 8) 24. 50 5 Diäaten, 9) bei zufriedenstellenden
Leistungen wird nach 8 Monaten ein Diätensatz von 34.
pro Tag in Aussicht gestellt, 10) persönliche Vorstellung
w der Direktion erwünscht; Meldung bis zum 15. Dezem⸗
er cr.
6. 2) Dezember 1886, Herzogenrath, Postamt, 8)
Landbriefträger, 4) Elementarschulkenntnisse, 5) 6 Monate,
68) auf Kundigung, 7) 200 MA, kann durch Abzüge gebildet
werden, 8) 540 M. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeldzu⸗
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7. 2) vom Tage der Ausschreibung, Stationsort kann
noch nicht angegeben werden, Eisenbahn-Betriebsamt Trier,
3) i8 Hilfsweichensteller und 30 Hilfsbahuwärter, 4) Kennt⸗
niß der Gegenstände des Volksunterrichts, insbesondere
dentsch Lesen und Schreiben, ersteres auch in lateinischen
Buchsiaben und Rechnen in den 4 Spezies mit ganzen be—
nannten Zahlen, 5) 6 Monate, 6) nach zurückgelegter
Probedienstzeit und darauf bestandener Prüfung auf vier⸗
wöchentliche Ründigung, 7) keine, 8) zunächst je 67 4. 580
dezw. 55 4 Monatsbesoldung als Hilfsweichensteller bezw.
dufsbahnwärter, 9) im etatsmäßigen Verhältniß neben Woh—⸗
ungsgeldzuschuß oder Dienstwohnung a. als Weichensteller
310 bis 1000 M. Gehalt, b. als Bahnwärter von 660 bis
750 M. Gehalt, 10) Bewerbungen von Personen, welche
nicht im Bisitz des Civilversorgungsscheines sind, werden
unter keinen Umständen berücksichtigt.
8. 2) vom Tage der Ausschreibung, Stationsort kann
noch nicht angegeben werden, Eisenbahn-Betriebsamt Trier,
3) 20 Hilfsbremser, 4) Kenntniß der Gegenstände des Volksunterrichts,
 insbesondere deutsch Lesen und Schreiben, erste—
res auch in lateinischen Buchstaben und Rechnen in den 4
Spezies mit ganzen benannten Zahlen, 5) 6 Monate, 6)
nach zurückgelegter Probedienstzeit und darauf bestandener
Prüfung auf 4vöchentliche Kündigung, 7) keine, 8) zunächst
je 57 4. 50 5 Monaisbesoldung, 9) nach etatsmäßiger
Anstellung 690 bis 990 M. Gehalt neben Wohnungsgeldzuschuß
 bezw. Dienstwohnung und Fahrtengelder; bei Be—
förderung zum Schaffner, Packmeister bezw. Zugführer er—
höht sich das Gehalt bis auf 1350 M, 10) Bewerbungen
von Personen, welche nicht im Besitz des Civilversorgungs—
scheines sind, werden unter keinen Umständen berücksichtigt.

Saarbrücken, den 8. November 1886.
Der Königliche Landrath Dr. von Voß.
            
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