153
wendige Hülfe wird Seitens der Brückenbau⸗Verwal⸗
dung gestellt.
Der Tiefgang der Schiffe darf nicht größer sein, als
dies das Regierungs- und Schiffermaaß am Pegel zu
Saarlouis maßgebend macht.
Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden
Seldbuße bis zu 80 Mark, im Unvermögensfalle mit
verhältnißmäßiger Haft bestraft.
Trier, den 6. September 1886.
2
3.
Der seitherige Rentmeister des Empfangsbezirkes Baumholder
Franz Adolf Schwarz ist vom 1. September d. J.
ab definitiv zum Königlichen Rentmeister und Gemeinde-Empfänger
des von ihm jetzt commissarisch verwalteten, aus
den Bürgermeistereien Heusweiler und Sellerbach bestehen—
den Empfangsbezirks Heusweiler, im Kreise Saarbrücken,
mit dem Amtswohnsitze in Heusweiler ernannt worden.
Trier, den 1. September 1886.
Bekanntmachung des Landraths-Amtes.
Se. Excellenz der Herr Oberpräsident der Rheinpro⸗
binz hat mittelst Erlasses vom 8. d. Mts. — Nr. 8685 —
die diesjährige Verlegung des in Heusweiler abzuhaltenden
Kram⸗-⸗ und Viehmarktes vom 5. auf den 7. Oktober ge⸗
nehmigt, was hiermit zur allgemeinen Keuntniß gebracht wird.
Saarbrücken, den 14. September 1886.
Bekanntmachung.
Es ist zur Kenntniß der Königl. General⸗-Lotterie—
Direktion in Berlin gelangt, daß sich der Loosehandel auch
zur 175. Preußischen Klassenlotterie eines Theiles der Loose
zu bemöchtigen gewußt hat und vielfach das Gerücht ver⸗
breitet ist, saͤmmtliche Lotterie-Loose seien bereits vergriffen.
Soweit die Loose⸗-Bestände indeß jetzt übersehen lassen, wird
die Lotterie-Verwaltung voraussichtlich in der Lage sein,
die Nachfrage nach Loosen von Selbstspielern befriedigen
zu können.
Indem ich nachstehend die Namen und Wohnorte der
nächsten Lotterie-Einnehmer zur öffentlichen Kenntniß bringe,
bemerke ich, daß die Letzteren Seitens der genannten Ge⸗
nera l⸗Lotterie-Direktion angewiesen sind, jedem einzelnen
der sich meldenden Loosekäufer mehrere von denjenigen
Lotterie-Einnehmern zu bezeichnen, bei welchen noch Loose
zu der genannten Lotterie zu haben sind.
Hierbei mache ich zugleich unter Hinweis auf die Aller⸗
höchste Verordnung vom 5. Juli 1847 (G. S. S. 261)
und das Gesetz vom 29. Juli 1885 (G. S. S. 317) auf
das Verbot des Spielens in auswärtigen Lotterien mit dem
Hinzufügen aufmerksam, daß alle nicht Preußischen,
von anderen Deutschen Bundesstaaten veranstalteten Lotte⸗
rien den Strafverboten unterliegen.
Namen und Wohnort der Lotterie-⸗Einnehmer:
a. in Trier: Anhäuser und Betz,
d. in Saarbrücken: Dettweiler.
Saarbrücken, den 14. September 1886.
Personal⸗Chronik.
Der Schulamts-Candidat Friedrich Heintz aus Neun⸗
tirchen ist an die evangelische Schule zu Scheidt, im Kreise
Saarbrücken, provisorifch berufen worden.
Der Schulamts-Candidat Karl Studt aus Cappeln
ist an die evangelische Schule zu Saarbrücken, im Kreise
Saarbrücken, provisorisch berufen worden.
Auszug aus der Vacanzeuliste
für Militair⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behorde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—⸗
stellung auf Lebenszeit oder auf Kundigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzuge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver—
beherungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. Oktober 1886, Büllingen, Postamt, 8) Land⸗
briefträger, 4) Elementarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6)
auf Kündigung, 7) 200 MA, kann durch Gehaltsabzüge ge—
bildet werden, 8) 570 M. Gehalt und 60 M. Wohnungs⸗
geldzuschuß, 9) ja.
2. 2) 1. November 1886, Bonn, Postamt, Ober-Post⸗
direktion Coln (Rhein), 3) Landbriefträger, 4) Elementar⸗
schulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4 wöchentliche Kündi—
zung, 7) 200 M kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden,
8) 600 M. Gehnlt und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß, 9)
bis 850 M.
3. 2) 1. November 1886, Cöln, Postamt 2, Ober-Post⸗
direktion Coln (Rhein), 8) Postpacketträger, 4) Elementar⸗
schulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündi—
gung, 7) 200, M. kann durch Gehaltsabzüge gebildet wer⸗
den, 8) 800 M. Gehalt und 1800 M. Wohnungsgeldzuschuß
9) bis 880 4
4. 2) 1. Dezember 1886, Cöln, Postamt 1, Ober-Post⸗
direktion Caln (Rhein), 8) Postschaffner, 4) Elementarschul⸗
kenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündigung,
7) 400 M, kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 8) 800
Ac. Gehalt und 180 46. Wohnungsgeldzuschuß, 8) bis 1860 4.
5. 2) 1. November 1886, Cöln, Postamt 2, Ober⸗
Postdirektion Coln (Rhein), 83) Postschaffner, 4) Elementar⸗
schulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündi—
gung, 7) 400 M, lann durch Gehaltsabzüge gebildet wer—
den, 8) 800 M. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß,
9) bis 1380 4
6. 2) 1. Dezember 1886, Cöln, Postamt 2, Ober⸗
Postdirektion Cöln (Rhein), 8) Postpacketträger, 4) Elemen—
tarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kün—
digung, 7) 200 M, kann durch Gehaltsabzüge gebildet
werden, 8) 780 4. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzu⸗
schuß, 9 dis 880 4
7. 2) 1. Dezemher 1886, Deutz, Bahnpostamt 8, Ober⸗
Postdirektion Coln (Rhein), 3) Postpacketträger, 4) Elemen⸗
tarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kün—
digung, 7) 200 4. ktann durch Gehaltabzüge gebildet
werden, 8) 780 M. Gehalt und 180 M Wohnungsgeldzu⸗
schuß, 9) bis 830 .
8. 2 1. November 1886, Ehrenfeld, Bürgermeister⸗
amt, 3) 2 Rachtwächter, 4) Nüchternheit und Ehrenhaftig⸗
keit des Charakters, sowie Fähigkeit, einen kleinen Rapport
selbstständig zu schreiben, 5) 1 Monat, 6) auf 4 wöchent⸗
liche Kündigung, 7) keine, 8) je 660 M jährlich, 9) nein.
9. 2) sofort, Süchteln, Bürgermeisteramt, 8) Poli—
seidiener, 4) körperliche Rüstigkeit, da der Gemeindebezirk
ein sehr großer, 5) 6 Monate, 6) auf gegenseitige Zmonat⸗
liche Kündigung, 7) keine, 8) 1050 M einschließlich Miethsund
Kleidergeld, 9) nein.
αν
Saarbrücken, den 2W. September 1886
Der Koͤnigliche Landrath Dr. von Voß.