Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kundigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver⸗
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 13. März 1885, Gutenthal, Bürgermeisteramt,
3) Kommunalförster, 4) Forstversorgungsberechtigung, 5)
event. 1 Jahr. 6) auf Lebenszeit, 7) —, 8) baar 900 M.
nebst freiem Brennholz, 99 —.
2. 2) 1. Februar 1885, Prüm, Bürgermeisteramt, 8)
II. Nachtwächter, 4) Elementarkenntnisse im Lesen, Schreiben
und Rechnen, insbesondere körperliche Rüstigkeit und Nüch—
ternheit, 5) 3 Monate, 6) auf Kündigung, 7) keine, 8) 288
M Baargehalt, 9) nein.
3. 2) 1. April 1885, Schwirzheim, Bürgermeisteramt
Mürlenbach, 83) Feldhüter der Gemeinde Schwirzheim, 4)
Rüstigkeit und etwas Gewandtheit im Schreiben und Lesen,
5) keine, 6) auf Kündigung, 7) keine, 8) 180 Ab, 9) nein.
4. 2) 15. Februar 1885, Braunfels, Königliche Stener⸗
kasse, 3) etatsmäßiger Vollzichungsbeamter mit Pensionsberechtigung,
4) Pflichttreue, Energie, reger Diensteifer und
nöthige Fertigkeit im Schreiben, 5) —, 6) auf monatliche
Kündigung im Falle der Unbrauchbarkeit, 7) 300 M, welche
event. durch Abzüge von den Gebühren- ⁊c. Einkommen
innerhalb 2 Jahren gedeckt sein müssen, 8) 990 M. Gehalt,
72 M. Wohnungsgeldzuschuß, ea. 250 M. widerrufliche Ver⸗
gütungen für Zehrungs-, Uebernachtungs, und Fuhrkosten,
9) Maximalgehalt 1800 M, 10) die Bewerbungen sind bis
zum 11. Februar k. J. an das Königliche Landrathsamt zu
Wetzlar unter Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebens—
laufes und der Personalpapiere einzureichen.
5. 2) 1. März 18886, Coblenz, Postamt, 8) Packetträger,
4) Elemeuntarschulkenntnisse, körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Mo⸗—
nate, 6) auf 4wöchentliche Kündigung, 7) 200 M, kann
durch Abzüge von dem Diensteinkommen gebildet werden,
8) 700 M. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß, 9)
ja, 10) Meldungen bei der Ober-Postdirektion in Coblenz.
6. 2) 1. Februar 1885, Cölu 2, Postamt, Ober-Post⸗
direktion Coln (Rhein), 8) Postpacketträger, 4) Elementar—
schulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündi—
gung, 7) 200 M. tann durch Gehaltsabzüge gebildet wer⸗
den, 8) 780 Ab. Gehalt und 180 M. Wohnunqgsgeldzuschuß,
9) 800 .
7. 2) 1. Februar 1885, Deutz, Königliche Direktion
der Artilleriewerkstatt, 3) Hilfsschreiber, 4) gute und ge—
läufige Handschrift (deatsch und lateinisch), Sicherheit in
der Rechtschreibung, Gewandtheit im Rechnen mit ganzen
Zahlen und Brüchen, 5) 4 Wochen, 6) auf 4wöchentliche
Kündigung, 7) —, 8) monatlich 75 Ab, 9) ja, jedoch nur
bei besonders zusriedenstellenden Leistungen und auch dann
erst nach Verlauf von mindestens einem Jahre, 10) Reise—
und Umzugskosten für den Antritt der Stellung werden
nicht vergütet.
8) 2) 1. Februar 1885, Deutz, Bahnpostamt Nr. 8,
Ober-Postdirektion Cöln (Rhein), 8) Postschaffner im Be—
gleitungsdienst, 4) Elementarschulkenntnisse, 5) 6 Monate,
6) auf 4wöchentliche Kundigung, 7) 400 MA, kann durch Ge—
haltsabzüge gebildet werden, 8) 800 46. Gehalt und 180 M.
Wohnungsgeldzuschuß, 9) 1350 AMb.
9. 2) 1. April 1885, Neunkirchen (Bezirk Trier), 8)
Stadtpostbote, 4) körperliche Rüstigkeit, Gewandtheit, Elemen—
tarkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündigung,
7) 200 Ar, kann auch durch monatliche Einkommensabzüge
von mindestens 6 M. gebildet werden, 8) 720 M. Gehalt
und 108 M. Wohnungsgeldzuschuß, 9) ja, 10) Bewerbungen
an die Ober-Postdirektion in Trier.
Saarbrücken, den 5. Januar 1885.
Der Königliche Landrath Freiherr von Richthofen.
Heffentlicher KAnzeiger.
Der Preis der Kohlen II. Sorte von
Grube Jägersfreude beträgt vom 1. Januar 1885
ab 8 Mark 40 Pf. pro Tonne.
Koönigliche Bergwerksdirektion.
Bekannftmachung.
Die Lieferung von Spreugmaterialien nach den König
lichen Steinkohlenaruben bei Saarbrücken, und zwar:
1) 500 000 gekörntes Sprengpulver,
2) 500 000, komprimiertes Sprengpulver,
3) 20000, Dynamit,
4) 4000, Sprenggelatiue mit Zündnatronen
5) 160 000 Stück Dynamit⸗ und Sprenggelatine
Zuͤndhütchen,
3) 23 000, BGuttaperchazünder,
soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.
Die Offerten sind portofrei mit der Aufschrift:
„vubmission auf Lieferung von Spreng—
malerialien“
bis zum 16. Januar 1885, vormittags 11 Uhr, bei der Un⸗
terzeichneten einzureichen.
Die Lieferungsbedingungen können bei der Unterzeichneten
eingesehen oder auch von derselben bezogen werden.
St. Johaun a. d. Saar, 20. Dezember 1884
az8 Koönigliche Rergfaktorei.
Dr. Gräfström's schwedische Zahntropfen.
wirksamstes Ming gegen übeln Athem
un
Zahuschmerzen,
Fl. 60 Pfg. u haben bei
V. FR—thær.