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b. für die der Klasse C angehörenden Gewerbetreibenden
(Gast⸗ und Schenkwirthe) auf
Samstag, den 28. gzbpr ds. Is. Vormittags
9 r.
Die Mitglieder der gedachten Steuergesellschaften wer—
den hiermit zu diesen Terminen, unter der Verwarnung ein⸗
geladen, daß die Wahlen ohne Rücksicht auf die Zahl der
Erschienenen bezw. ihre Stimmen Abgebenden gültig vor—
genommen werden können und daß, falls die Wahlen der
Abgeordneten überhaupt nicht oder nicht in vorgeschriebener
Weise zu Stande kommen, die Steuervertheilung durch die
Veranlagungsbehörde bewirkt werden wird.
Da im Interesse einer gleichmäßigen bezw. richtigen
Vertheilung der Steuer die Wahl von Abgeordneten, welchen
die Verhältnisse der Gewerbetreibenden in sämmtlichen länd—
lichen Gemeinden des Kreises bekannt sind, nothwendig er—
scheint, so ist eine rege Betheiligung an den Wahlen wün—
schenswerth.
Denn auch für die Entscheidung der etwaigen Steuer—
Reclamationen ist das über dieselben abzugebende Gutachten
der Abgeordneten von wesentlicher Bedeutung.
Sofern die Gewählten zur Stelle sind, wird sofort
nach der Wahl das Einschätzungsgeschäft vorgenommen werdeu.
Die von mir aufgestellte Nachweisung der zur Einschätzung
in Klasse A II vorgeschlagenen Handeltreibenden liegt
von heute ab zur Einsicht der Betheiligten hier offen.
Vorstehende Bekanntmachung wollen die Herren Bür—
germeister und bezw. Ortsvorsteher in ihren Amtsbezirken
durch Circulation zur Kenntniß der betreffenden Gewerbe—
treibenden bringen.
Saarbrücken, den 13. Februar 1885.
Auszug ans der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) VDie Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver⸗
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) gleich, Besseringen, Bürgermeisteramt in Mettlach,
3) Feldhüter und Polizeidiener, 4) leserliche Handschrift,
Energie und Nüchternheit, 5) —, 6) auf 4wöchentliche Kün—
digung, 7) —, 8) 3600 MA, 9) bis jetzt nicht.
2. 2) —, Daun, Königl. Landrathsamt, 8) Gefängniß⸗
aufseher, 4) gute Schulbildung, Rüstigkeit und Energie, 3)
—, 6) auf 3monatliche Kündigung, 7) —, 8) 255 46. Ge—
halt, freie Wohnung, vertragsmäßige Vergütung für Ver—
pflegung der Gefangenen, 9) nein, 10) Bewerbungen sind
an das Königl. Landrathsamt zu Daun zu richten; dem
Bewerbungsgesuche sind ein selbstgeschriebener Lebenslauf
und die Militairpapiere beizufügen.
3. 2) J. April 1885, Hillesheim, (Eifel), Postamt, 3)
Landbriefträger, 4) körperliche Rüstigkeit, Gewandtheit, Ele⸗
mentarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche
Kündigung, 7) 200 MAb, kann auch durch monatliche Ein—
kommensabzüge von mindestens 8 Ab. gebildet werden, 8)
450 Ab. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeldzuschuß, 9) ja,
10) Bewerbungen sind an die Ober-Postdirektion in Trier
zu richten.
Saarbrücken, den 16. Februar 1885.
Der Königliche Landrath Freiherr von Richthofen.
ODeffentlicher Anzeiger.
Vekanntmachung.
Die Pacht des Fischerei⸗Distrik—
tes in der Saar, von der Mündung
des Scheidterbaches bei Brebach
bis Güdingen läuft mit Ende
des Monats März ds. Is ga.
Auf Anordnung der Königl. Re—
giexung zu Trier soll dieser Distrikt,
welcher mit Rücksicht jauf die in⸗
zwischen eingerichteten Laichschon⸗
reviere, nunmehr die Strecke vom
Ende des Schoureviers unterhalb
des Güdinger Nadelwehres d. h
vom Ende der Zunge am Unter
graben daselbst bis zur Brebacher
Fähre umfaßt, vom 1. April d.
J. ab, auf 36 oder 9 Jahre unter
Vorbehalt einer dreimonatlichen
Kündigungsfrist vor Ablauf, des
dritten oder sechsten Pachtjahres,
anderweit öffentlich versteigert
werden.
Es ist hierzu Termin auf
Samstag, den 21. Februar d. J
Nachmittags 3 Uhr
auf dem landräthlichen Bureau
anberaumt und liegen die Pacht⸗,
bedingungen dort zur Einsich—
offen. 7
Saarbrücken,
den 13. Januar 1884.
Der Königliche Landrath,
Fréeiherr von Richthofen.
Der Fischerei-Distrikt in der
Saar, von der Brebacher Fähre
bis zu dem am Wehrrücken des
Nadelwehres zu Saarbrücken be—
zinnenden Schonreviere — mi
Ausschluß des Saarhafens — soll
von 1. April d. J. ah, auf
3, 6oder 9 Jahre unter Vorbehal
riner dreimonatlichen Ründigungs⸗
irist vor — des dritten oder
echsten Pachtjahres anderweit öf⸗
entlich versteigert verden.
Es ist hierzu Termin auf
Samstag, den 14. März d. J.
Nachmittags 3 Uhr
auf dem landräthlichen Büreau
anberaumt und liegen die Pachtbe⸗
dingungen dort zur Einsicht offen
Saarbrücken, 16
den 16. Februar 1885.
Der Königliche Landrath
Freiherr von Riehthofen.
Wekannkmachung.
Die Anlieferung von
50000 Kg gereinigtem Rüböl,
25 000 „ Petroleum
soll im Wege der Submission vergeben werden.
Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift
„Lieferung von Veleuchtungsmaterialien betr.“
bis zum 25. Februar d. J., morgens 11 Uhr bei der Unter—
zeichneten einzureichen.
Die Lieferungsbedingungen können bei der Unterzeichneten
eingesehen oder auch von derselben abschriftlich bezogen werden.
St. Johann, den 13. Februar 1885. 15
Königliche Bergfaktorei.
Dr. Grafström's schwedische Zahntropfen,
wirksamstes Mittel gegen übeln Athem
un
Zahuschmerzen,
—A
V. Reufher.