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83.
Gegenwärtige Polizei ⸗ Verordnung tritt mit dem Tage
hrer Publikation in Kraft. *
deusweiler, den 25. November 1888.
Der Bürgermeister
WXIloDoOos.
Uuszug aus der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen: —
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Ansftellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
tellung auf Lebenszeit oder auf Kuündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver—
esserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
4. 2) 1. April 1886, Aachen, Stadtverwaltung, 8)
3 Konzleigehilfen, 4) gute Handschrift und die Fähigkeit,
eine Klassensteuerrolle sammt Einkommensnachweisung selbst—
tändig aufzustellen und zu berechnen, Lokalkenntniß dringend
erwünscht, 5) —, 6) auf 3monatliche Kündignng, 7) —.
3) je 990 - 1200 M. Gehalt, 9) nein.
2. 2) 1. Dezember 1885, Cöln, Betriebsamt Cöln
linksrheinisch), 3) Magazinaufseher, 4) Fähigkeit, schrifliche
Anzeigen zu erstatten, auch schriftliche Unfragen in ver—
ständlicher Weise schriftlich zu, beantworten, Rechnen in
den 4 Spezies, mit gewöhnlichen und Dezimalbrüchen, auch
Kenntniß des metrischen Maß- und Gewichtsystems, Ver—
ständniß der Flächenberechnung ebener Figuren, sowie der
Inhaltsberechnung der von ebenen Flächen begrenzten Körper,
körperliche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche
sündigung, 8) 900 Gehalt und 180 M. Wohnungs⸗
geldzuschuß, 9) bis 1859 Mb, 10) bei der Einberufung wird
freie Fahrt und, falls Bewerber verheiratet ist, auch freie
Fahrt für die Familie, sowie frachtfreie Beförderung der
Haushaltungseffekten auf den preußischen Staats- und unter
Staatsverwaltung ftehenden Privatbahnen gewährt.
83. 2) 1. Maärz 1886, Cöln (Rhein), Postamt 1, Ober—⸗
Postdirektion Coln (Rhein), 8) Postschaffner für den innern
Dienst, 4) Elementarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf
twöchentliche Kündigung, 7) 400 M, kann durch Gehalts⸗
bzüge gebildet werden, 8) 800 M. Gehalt und 180 4
Wohnungsgeldzuschuß, 9) bis 1330 4
4. 2) 1. März 1886, Kaisersesch, Postamt, 8) Land⸗
briefträger, 4) Elementarschulkenntnisse und körperliche Rüstig—
keit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündigung, 7)
200 M., kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 8)
540 AM. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeldzuschuß, 9) ja,
10) die Meldung ist an die Ober⸗-Posidirektion in Coblenz
zu richten.
5. 2) sofort, Puderbach, Bürgermeisteramt, 8) Gemeinde⸗
förster, Urbach II, 4) Forstversorgungsberechtigung, 5) event.
1 Jahr, 6) —, 7) —, 8) 960 M Baargehalt, 7 rm Derb⸗
und 14 rm Reiserholz, sowie einiges geringwerthiges Dienst⸗
land, 9) —, 10) Bewerber haben sich bis zum 1. März
1886 beim Bürgermeister Kanowsky in Puderbach zu melden.
6. 2) 1. Dezember 1888, Bleialf, Postamt, 3) Land⸗
briefträger, 4) körperliche Rüstigkeit, Gewandtheit, Elemen⸗
tarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kün—
digung, 7) 200 M, kann auch durch monatliche Einkommens⸗
abzüge von mindestens 3 M gebildet werden, 8) 500 4
GBehalt und 60 M Wohnungsgeldzuschuß, 9) ja, 10) Be—
werbungen an die Ober-Postdirektion in Trier.
7. 2) 1. Januar 1886, Bensberg, Poftamt, Ober—
Postdirektion zu Cöln (Rhein), 8) Landbriefträger, 4) Ele⸗
mentarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche
Kündigung, 7) 200 M., kann durch Gehaltsabzüge gebildet
werden, 8) 5340 M. Gehalt und 72 M. Wohnunqgsgeldzu—
ichuß, 9) bis 750 46. J
8. 2) sogleich, Bettingen (Kreis Saarlouis), Post⸗
agentur, 3) Landbriefträger, 4) körperliche Rüstigkeit, Ge⸗
wandheit, Elementarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) aus
4wöchentliche Kündigung, 7) 200 .4., kann durch monatliche
Einkommensabzüge von mindestens 3A gebildet werden,
8) 500 4. Gehalt und 60 A46. Wohnungsgeldzuschuß, 9
ia, 10) Bewerbungen an die Ober-Postdirektion in Trier.
9. 2) 1. Januar 1886, Cöln (Rhein), Bahnpostamt
10, Ober-Postdirektion zu Cöln (Rhein), 8) Postschaffner
für den Begleitungsdienst, 4) Elementarschulkenntnisse, 5)
6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Küundigung, 7) 400 MWb,
kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 8) 800 M. Ge⸗
halt und 180 MA. Wohnungsgeldzuschuß. 9) bis 1350 M
10. 2) sofort, wird bei der Einberufung bestimmt,
Königl. Eisenbahndirektion (iinksrh.) Coln, 8) 30 Eisenbahn—
Bureau⸗Aspiranten, 4) orthographisch und grammäatikalisch
richtig Schreiben, Rechnen der 4 Seezies, sowie mit ge—
wöhnlichen und Dezimalbrüchen, einige Kenntnisse in der
Geographie, insbesondere der enigen Deutschlands und der
benachbarten Länder, 5) 1 Jahr, 6) nach Ablauf der Probe—
zeit auf Kündigung, nach Aafrücken in eine etatsmaßige
Stelle bei mindestens 5 jähriger tadelfreier Dienstzeit auf
Lebenszeit, 7) —, 8) je 75 M Monatsbesoldung und eine
viderrufliche Ortszulage bis zu 15 MA. monatlich; nach
3 Monaten 90 M. Monatsbesoldung und bis zu 10 M. Orts⸗-zulage;
nach 1 Jahr erhöht sich die Besoldung unter Weg—
sall der Ortszulage auf 105 MA.,, nach 2 Jahren auf 115 M.
and nach 4 Jahren auf 125 4. monatlich, 9) nach be—
tandener Prüfung zum Subalternbeamten II. Klasse, welche
nach Ablauf von 2 Jahren erfolgen muß, und bei Eintritt
oon Vacanzen erfolgt etatsmäßige Anstellung als Betriebs—
ekretair mit einem Jahresgehalte von 13850 M nebst dem
zesetzlichen Wohnungsgeldzuschuß, das Gehalt kann steigen
hbis 2400 Mb.; Alles unter der Voraussetzung befriedigender
Führung und Leistungen; die besser befähigten Bewerber
rücken nach Ablegung des Examens zum Subalternbeamten
l. Klasse und beim Eintritte von Vacanzen in die Stellen
der Eisenbahnsekretaire, für welche das Gehalt von 2100 M.
dis auf 8600 4 jährlich steigen kann, 10) Bewerber müssen
ich einer Vorprüsung unterziehen, zur Ablegung derselben,
velche entweder bei der anstellenden Behörde oder bei einem
dem Wohnorte des Bewerbers zunächst gelegenen Königl.
Eisenbahn-Betriebsamte erfolgt, wird freie Fahrt auf den
Staats- und unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen be—
willigt, ebenso wird den Bewerbern und den Personen ihres
Hausstandes beim Dienstantritt freie Fahrt und freier
Effektentransport auf den vorgenannten Bahnen gewährt.
11. 2) sofort, Gemünden, Bürgermeisteramt, 8) Ge—
meindeförster zu Schlierschiedt, 4) Forstversorgungsberechti—
gung, 5) ev. 1 Jahr, 6) —, 7) —, 8) 1200 M baar, 9)
quaufizitrte Bewerber haben sich bis zum 13. Mai 1886 bei
dem Magistrat zu melden.
Saarbrücken. den 7. Dezember 1886.
Der Köniagliche Landratb Dr.von Voß.