Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver—
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.

1. 2) —, Brauweiler, Provinzial⸗Arbeitsanstalt, 3)
Webkrmeister, 4) Energie, vollständige Kenntniß der Weberei,
5) —, 6) auf Zmonatliche Kündigung, 7) —, 8) 900 M.
Gehalt, freie Dienstwohnung oder 120 M. Vtiethsentschädi—
gung und 45 M. Kleidergelder, 9) bis zu 1200 M, 10)
nur civilversorgungsberechtigte Bewerber werden berücksichtigt;
durch die Anstellung wird dem Anwärter die Eigeunschäft
eines Beamten im Sinne des 8 406 des Gesetzes vom 28.
Juni 1871 beigelegt; persönlliche Vorstellung bei der Direk—
tion erwünscht; Meldungen bis zum 1. Januar 1886.
2. 2) sosort, Cöln Königl. Eisenbahndirektion Cöln
linksrhein.), 8) 6 Eisenbahn-Bureau Aspiranten, 4) ortho—
graphisch und grammatikalisch richtig schreiben, Rechnen der
4 Spezies, sowie mit gewöhnlichen und Dezimalbrüchen,
inige Kenntnisse in der Geographie, insbesondere derjenigen
Deutschlands und der benachbarten Länder, 5) 1 Jahr, 6)
nach Ablauf der Probezeit auf Kündigung, nach Aufrücken
in eine etatsmäßige Stelle bei mindestens 5jähriger tadel⸗
freier Diensizeit auf Lebenszeit, 7) —, 8) je 75 M Monats-⸗
besoldung und eine widerrufliche Ortszulage von 10 M.
monatlich; nach 6 Monaten 90 Ab. Monatsbesoldung und
10 M. Ortszuloge; nach einem Jahr erhöht sich die Be—
soldung unter Wegfall der Ortszulage von 10653 4, nach
2 Jahren auf 115 46 und nach 4 Jahren auf 125

nonatlich, 9) nach bestandener Prüfung zum Subaltern⸗
»eamten II. Klasse, welche nach Ablauf von 2 Jahren er—⸗
jolgen muß, und bei Eintritt von Vacanzen erfolgt etats—
mäßige Anstellung als Betriebssekretair, mit einem Jahres-—
gjehalte von 1330 4 nebst dem gesetzlichen Wohnungsgeld—
zuschuß; das Gehalt kanñn steigen bis 2400, .M alles unter
der Voraussetzung befridigender Führung und Leistungen;
die besser befähigten Bewerber rücken nach Ablegung des
Examens zum Subalternbeamten J. Klasse, und beim Ein⸗
tritt von Vacanzen in die Stellen der Eisenbahnsekretaire,
für welche das Gehalt von 2100 4. bis auf 83600 4 jährlich
 steigen kaun, 10) Bewerber müssen sich einer Vorprüfung
unterziehen; zur Ablegung derselben, welche entweder hei
der anstellenden Behörde oder bei einem dem Wohnorte
des Bewerbers zunächst gelegenen Königl. Eisenbahn- Be—
triebsamte erfolgt, wird freie Fahrt auf den Staats- und
anter Staatsverwaltung stehenden Bahnen bewilligt; ebenso
wird den Bewerbern und den Personen ihres Hausstandes
beim Dienstantritte freie Fahrt und freier Effekrentransport
auf den vorgenannten Bahnen gewährt.
3. 2) J1. Jannar 1886, Saarbrücken, Königl. Gewerbe—
schule, 3) Schuldiener, 4) körperliche Rüstigkeit, mindestens
gute Elementarschulbildung; in mittleren Jahren stehend,
5) 6 Monate, 6) auf Kündigung, 7) —, 8) 875 6 jährliche
 Remuneration (einschließlich der vom Schuldiener zu
zahlenden Entschädigung für die Entnahme des Feuerungs—
bedarfs aus den Anstaltsvorräthen von 75 4), 9) nän,
10) Bewerbungen sind an das Kuratorium der Königl. Ge—
werbeschule bis zum 16. Dezember er. einzureichen; den
Bewerbungsgesuchen sind ein selbst verfaßter und bezw.
geschriebener Lebenslauf, etwaige Führungsatteste und der
Civilversorgungsschein beizulegen.

Saarbrücken, den 16. November 1885.
Der Könialiche Landrath Dr. von Voß.

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