Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

sie mündlich beim Bezirksfeldwebel geltend ge—
macht werden, bei diesem am 15. jeden Monats Vor⸗
mittags, unter Vorlage der nöthigen Beweisstücke statt⸗
zufinden.
Anmeldungen für die Unteroffizier-Vorschule, Unter⸗
offizier-Schulen und Schiffsjungen-Abtheilung haben
unter Beibringung der nöthigen Anmeldepapiere, über
deren vorschriftsmäßige Ausstellung jeder der dies—
seitigen Bezirksfeldwebel Auskunft ertheilt und unter
persoönlicher Vorstellung des betreffenden Aspiranten
Vormittags 9 Uhr am 15. Februar, 15. Mai, 15.
August und 15. November jeden Jahres und wenn
diese Termine auf einen Sonntag oder gesetzlichen Feier—
tag fallen, an dem nächstfolgenden Tage — Wochentage
— auf dem diesseitigen Büreau in Saarlouis stattzufinden.

Ausnahmen sind nur in besonders dringenden
Fällen zulässig.
Saarlouis, den 1. Oktober 1884.
Landwehr-Bezirks-;Kommando.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 83) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An⸗
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. 9) Ob Aussicht auf Ver—
bejsserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. September 1884, Saarbrücken, Königliches
Eisenbahn- Betriebsamt, 3) 30 Eisenbahn Stationsaspiran⸗
ten, 4) orthographische und grammatikalische Rechtschreibung
Rechnen der 4 Spezies, sowie mit gewöhnlichen und Dezi—
malbrüchen, einige Kenntnisse in der Geographie Deutsch—
lands und der benachbarten Länder; dem Gesuche sind die
vorhandenen Zeugnisse, ein amtliches Führungsattest und
ein in deutscher Sprache abgefaßter Lebenslauf beizufügen,
5) 1 Jahr, 6) zunächst nach Ablauf der Probezeit kon—
traktlich auf 4wöchentliche Kundigung, nach Zjähriger be—
friedigender Dienstzeit in der übertragenen Stelle auf Le—
benszeit, 7) bei Verwendung im Kassendienste zunächst
900 M, welche event. durch Gehaltsabzüge gedeckt werden
kann, 8) je 75 4M. monatlich und nach Lage des Stations—
ortes eine widerrufliche Ortszulage bis zu 15 Ab., nach
8 Monaten unter Fortfall der Ortszulage 90 M, nach
1 Jahr 105 M, nach 2 Jahren 115 M. und nach 3 Jahren
125 Mc, 9) auf Anstellung als Stationsassistent mit einem
Jahresgehalte von 1500 bis 1800 M, demnächst auf Be⸗
förderung zum Stationsvorsteher oder Güterexpedienten mit
einem Jahresgehalte von 1800 bis 2550 M, bei Beförde⸗
rung in höhere Chargen bis zu 3200 MAß, außerdem die
Gewährung des gesetzlichen Wohnungsgeldzuschusses, 10)
Bewerber müssen sich einer Vorprüfung hinsichtlich ihrer
allgemeinen Bildung unterwerfen (efr. unter 4) und später
die reglementsmäßigen Prüfungen ablegen.
2. 2) 1. September 1884, Saarbrücken, Königliches
Tisenbahn⸗Betriebsamt, 3) 2 Telegraphisten-Aspiranten,
4) Fähigkeit, Anzeigen ꝛc. in angemessener Form und or⸗
thographisch richtig niederzuschreiben, sowie mit gewöhnlichen
und Dezimalbrüchen zu rechnen, einige Kenntnisse in der
Geographie Deutschlands; dem Gesuche sind die vorhandenen

1

—

Zeugnisse, ein amtliches Führungsattest und ein in deutscher
Sprache abgefaßter Lebenslauf beizufügen, 5) 9 Monate,
6) zunächst nach Ablauf der Probezeit kontraktlich auf
4wöchentliche Kündigung, nach djähriger befriedigender Dienst⸗
zeit in der übertragenen Stelle auf Lebenszeit, 7) keine,
8) bis zu je 853 M. monatlich, nach 6 Monaten 75 M,
nach 1 Jahr 81,25 M. und nach 2 Jahren 87,50 M., 9)
auf Anstellung als Telegraphist mit einem Jahresgehalte
von 1050 bis 1500 M. nebst dem gesetzlichen Wohnungsgeldzuschusse,
 10) Bewerber müssen sich einer Vorprüfung
hinsichtlich ihrer allgemeinen Bildung unterwerfen (efr. unter
4) und wäter die reglementsmäßigen Prüfungen ablegen.
3. 2) 2. September 1884, Saarbrücken, Königliches
Eisenbahn-Betriebsamt, 3) 4 Lademeister-Aspiranten, 4)
Fähigkeit, eine schriftliche Anzeige in angemessener Form
zu machen, Rechnen in den 4 Spezies, auch mit gewöhn⸗
lichen und Dezimalbrüchen, einige Kenntnisse in der Geo—
zraphie Deutschlands; dem Gesuche sind die vorhandenen
Zeugnisse, ein amtliches Führungsattest und ein in deutscher
Sprache abgefaßter Lebenslauf beizufügen, 5) 1 Jahr, 6)
zunächst nach Ablauf der Probezeit kontraktlich auf 4wöchentliche
 Kündigung, nach Sjähriger befriedigender Dienstzeit
in der übertragenen Stelle auf Lebenszeit, 7) keine, 8) bis
zu je 75 M. monatlich, nach 6 Monaten 75 46, nach 1 Jahr
81,25 M. und nach 2 Jahren 87,50 Ab, 9) auf Anstellung
als Lademeister mit einem Jahresgehalte von 1050 bis
1850 Ab. nebst dem gesetzlichen Wohnungsgeldzuschusse, 10)
Bewerber müssen sich einer Vorprüfung hinsichtlich ihrer
allgemeinen Bildung unterwerfen (efr. unter 4) und später
die reglementsmäßigen Prüfungen ablegen.
4. 2) seit 1. April 1884, Saarbrücken, Königliches
Eisenbahn-Betriebsamt, 8) 30 Hilfsweichensteller, 4) Kennt⸗
niß der Gegenstände des Volksunterrichts, insbesondere
deutsch Lesen und Schreiben, ersteres auch in lateinischen
Buchstaben und Rechnen in den 4 Spezies mit ganzen be—
nannten Zahlen, 5) —, 6) vorlänfig bis auf weiteres im
Arbeiterverhältniß, später kontraktlich auf 4wöchentliche Kündigung,
 7) keine, 8) je 1,80 -2,20 M. Tagelohn, 9) auf
Anstellung als Weichensteller mit einem Jahresgehalte von
310 - 1050 M, außerdem die Gewährung des gesezlichen
Wohnungsgeldzuschusses, 10) Bewerber müssen sich einer
Vorprüfung unterwerfen (efr. unter 4) und nach 6 Monaten
die reglementsmäßige Prüfung ablegen.
5. 2) seit AApril 1884, Saarbrücken, Königliches
Eisenbahu-Betriebsamt, 8) 25 Hilfsbahnwärter, 4) Kennt⸗
niß der Gegenstände des Volksunterrichts, insbesondere
deutsch Lesen und Schreiben, ersteres auch in lateinischen
Buchstaben und Rechnen in den 4 Spezies mit ganzen be—
nannten Zahlen, 5) —, 6) vorlänfig bis auf Weiteres im
Arbeiterverhältniß, später kontraktlich auf 4 wöchentliche
Kündigung, 7) keine, 8) je 1,80 —2,20 MA. Tagelohn, 9)
auf Anstellung als Bahnwärter mit einem Jahresgehalte
von 660 — 750 A6. nebst Wohnungsgeldzuschuß, 10) Be—
werber müssen sich einer Vorprüfung unterwerfen (efr unter
4) und nach 6 Monaten die reglementsmäßige Prüfung
ablegen.
s 2) sofort, Saarlouis, Bücgermeisteramt, 8) Schul⸗
diener beim Realprogymnasium, 4) Rustigkeit, größte So⸗
lidität und Nüchternheit, womöglich ohne Kinder, 5) 8 Mo⸗
nate, 6) auf Zmonatliche Kündigung, 7) keine, 8) jährlich
225 . Gehalt, freie Wohnung und Brand, 9) nein.

Saarbrücken, den 6. Oktober 1884.
Der Königliche Landrath Freiherr von Richthofen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.