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Vermißte Person.
Der Notariatsschreiber Michael Mann, 36 Jahre alt,
zu Völklingen wohnhaft, hat am 4. November er. Morgens
gegen 5 Uhr seine Wohnung verlassen, ist bis jetzt noch
nicht zurückgekehrt und hat keinerlei Nachricht von seinem
Verbleibe gegeben. Da derselbe in einem gewöhnlichen alten
Hausanzuge sortgegangen und kein Geld mitgenommen haben
soll, liegt die Vermuthung nahe, daß er durch Selbstmord
seinem Leben ein Ende gemacht hat.
Mann ist 1,66 bis 1,68 Meter groß, hat dunkelblonde
Haare, blonden Vollbart und ist bekleidet mit einem alten
schwarzen niedrigen Filzhute, einer alten dünnen Joppe von
schwarzem Lüstre, welche am rechten Aermel geflickt, einer
hraunen Tuchhose und Weste, einem weißen Hemde ohne
Kragen, Unterjacke, Unterhose, Strümpfe und Schaftstiefeln.
Ich ersuche Jedermann, der über den Anfenthalt oder
Verbleib des Genannten Auskunft zu geben vermag, mir
oder der rächsten Polizeibehöcde unverzüglich hiervon Mit—
theilung zu machen.
Saarbrücken, den 4. Dezember 1888.
Der Erste Staatsanwalt.
J. V.
Rukser.
Sparkasse des Kreises Saarbrücken.
Während des Monats November sind ein⸗
gelegt worden. 33711,95 M.
und zurückgenommen... ... 26722,42,
Mithin Mehr Einlage . 26989,53 M
Saarbrücken, den 1. Dezember 1883.
Dettweiler,
Rendant.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.
Dic Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzuge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. Ob Aussicht auf Ver—
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
4. 2) —, im Verwaltungsbezirk des Königlichen Eisen⸗
bahn⸗Betriebsamtes Saarbrücken, 3) 6 Eisenbahn Stations⸗
aspiranten, 4) vor eer Annahme hat der Bewerber durch
Ablegung einer Vorprüfung darzuthun, daß er deutsch und
laleinisch lesen und schreiben, einen entsprechenden Aufsatz
machen, mit den 4 Spezies, mit gewöhnlichen und Dezi—
malbrüchen zut rechnen kann und einige Kenntnisse in der
Geographie von Deutschland und den benachbarten Län—
dern besitzt; Bewerber müssen körperlich und geistig rüstig
sein, 5) 1Jahr, 6) nach bestandenem Examen, welches nach
Ablauf des Probejahres abgelegt werden muß, auf 4wöchent⸗
liche Kündigung; nach demnächstigen Einrücken in eine
etatsmäßige Stelle kann die Anstellung auf Lebenszeit bei
iortgesetzter guter Führung erfolgen, wenn der Betreffende
mindestens 5 Jahre im Staats-Eisenbahndienste ist, 7)
Ppäterhin vorerst 900 M., welche ebenfalls durch entsprechen—
Gehaltsabzüge gedeckt werden kann, 8) zunächst bei der
Einberufung je 75 M. und eventl. eine widerrufliche Orts⸗
zulage, nach Verlauf eines halben Jahres 90 MA, es ent⸗
jällt alsdann die Octszulage, nach einem Jahre 105 .
und nach zwei Jahren 112 MA. 50 , monatliche Eutschä—
digung, 9) nach der ersten etatsmäßigen Unstellung als
Stationsassistent Aussicht auf Beförderung zum Stations⸗
oorsteher oder Güterexpedienten, das Bestehen der deßfalls
vorgeschriebenen Prüfung und gute Dienstführung voraus—
gesetzt, und demnächstiges allmäliges Aufrücken bis in die
höchste Gehaltsstufe, 10) Bewerbungen sind an das König—
liche Eisenbahn-Betriebsamt zu Saarbrücken einzureichen.
Saarbrücken, den 10. Dezember 1883.
Her Köniagliche Landrath Freiherr von Richthofen.
Heffentlicher Anzeiger.
* 4— 0
Bekanntmachung.
Zum Bau des Landgerichts zu Saarbrücken
soll die
Ausführung der Zimmer-Arbeiten
incl. Lieferung der Materialien
am Samstag, den 22. Dezember er., vormittags 10392 Uhr
auf dem Bureau des mitunterzeichneten Regierungs-Baumeisters zu
Saarbrücken, Bahnhofstraßße Nr. 17, 2 Treppen, durch offent
Submission an einen der drei Mindestfordernden verdungen
werden.
Die zugehörigen Bedingungen können ebenda in den gewöbhnlichen
Bureaustunden eingesehen werden.
Hierauf Reflektierende wollen ihre Offerten, mit entsprechender
Aufschrift versehen, bis zu vorbezeichnetem Termin auf dem obenge⸗
nannten Bureau abgeben, wo dieselben alsdann in Gegenwart der
etwa erschienenen Subwittenten eröffnet werden.
St. Johaun a. S., den 4. Dezember 1883. 116
Der Rönigl. Kreisbauinspeklor Der Reggs.⸗Paumeister
Se hvm brocddl. vV. Rĩtgen.
—*8
Bekannlkmachung.
Die Anlieferung einer
0 *. 2
Zwillingsfördermaschine
für die Königliche Steinkohlengrube Gerhard zu Louisenthal soll
im Wege der Submission vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können auf dem Büreau der Unter—
‚eichneten eingesehen, auch gegen portofreie Einsendung von 1 Mark
20 Pfg. bezogen werden.
Offerten mit Aufschrift „Submission auf Lieferung
einer Zwillingsfördermaschine“ sind bis zum 21 Ja—
nuar 1884 an die Unterzeichnete einzureichen, an welchem Tage
mittags 8 Uhr dieselben in Gegenwart der etwa erschienenen Sub—
mittenten eröffnet werden.
Louisenthal, den 1. Dezember 1883. 117
Hönigliche Berginspektion II.
* e
O. Fritze's Bernstein-Oel-Lackfarbe
zum Selbst⸗Sackieren von FPussbö den in bekannter vorzüglicher
Qualität. RNiederlacae bei F. O hoↄnaneor. Saarbrücken.