Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

vorschriftsmäßige Ausstellung jeder der diesseitigen Be—
zirks-Feldwebel Auskunft ertheilt und unter persön—
licher Vorstellung des betreffenden Aspiranten Vor—
mittags 9 Uhr am 15. Februar, 15. Mai, 15. August
und 15. November jeden Jahres auf dem diesseitigen
Büreau in Saarlouis stattzufinden.
Fallen diese Termine auf einen Sonntag oder gesetz—
lichen Feiertag, so finden erstere an dem nächstfolgenden
Tage — Wochentage — statt.
Saarlouis, den 1. Oktober 1888.
Landwehr⸗Bezirks⸗Kommando.
In Gemäßheit des 8 58 der Ausführungs-Instruktion
zu dem Reichsgesetze vom 28. Juni 1880, betreffend die Ab—
wehr und Unterdrückung von Viehseuchen wird hiermit zur
öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in dem Stalle des Schlossers
Heinrich Schmidt, Luisenstraße Nr. 60, die Maul- und
Klauenseuche unter dem Rindvieh ausgebrochen ist.
Malstatt-Burbach, den 26. September 1883.
Der Bürgermeister.
Meyer

Die unter dem Rindoviehbestande des Hafensteigers
Peter Mathis, von hier, ausgebrochene Maulseuche ist er—
loschen, was ich unter Hinweis auf meine Bekauntmachung
vom 11. ds. Vets. hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe.
Malstatt-Burbach, den 27, September 18883.
Der Bürgermeister.
Meyer.

Bei einem von dem Pferdemetzger Philipp Düpre Wwe.
hierselbst geschlachteten und dem Fuhrunternehmer Heinrich
Roth von hier vordem gehörigen Pferde ist nach Kreisthier—
ärztlichem Befunde die Rotzkrankheit konstatiert worden, was
ich in Gemäßheit des 8 37 ad 2 der Instruktion vom 12.
Meärz 1881 zum Reichsgesetze vom 283. Juni 1880 be—
treffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen
hierdurch mit dem Hinzufügen zur öffentlichen Kenntniß
bringe, daß die übrigen Pferde des p. Roth unter Obser—
vation gestellt, und die Bannsperre für dieselben angeord—
net worden isi.
Malstatt-Burbach, den 28. September 1883.
Der Bürgermeister.
Meyer.

— 288*
V Personal⸗Chronik.
Der Schulamts-Candidat Mathias Adams aus St. Jo—
——
im Kreise Merzig, provisorisch berufen worden.
Der kathl. Schulamts-Candidat Franz Vaterrodt aus
Saarlouis, ist an die paritätische Schule zu St. Johann,
im Kreise Saarbrücken, provisorisch berufen worden.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.
Dic Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Vie Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 8) Nahere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaulion und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. Ob Aussicht auf Ver—
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) 1. Okttober 1883, Kreuznach, Postamt, 8) Land⸗
briefträger, 4) kräftige Gesundheit, Elementarschulkenntnisse,

5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündigung, 7) 200 4M,
kann durch Abzüge gebildet werden, 8) 650 4 Gehalt
und 108 AM. Wohnungsgeldzuschuß, 9) ja.
2. 2) 24. Oktober 1883, Kreuznach, Polizeibehöcde,
3) Polizeisergeant, 4) Zuverlässigkeit und Gewandtheit, 5) —,
6) auf 3monatliche Kündigung, 7) keine, 8) 900 4 Gehalt
und 75 M. Kleidergelder, 9) unbestimmt, 10) persönliche
Vorstellung erwünscht.
3. 2) 1. November 1883, Wilbdbergerhütte, Oberpost⸗
direktion Chln (Rhein), 3) Postverwalter, 4) der Bewerber
muß die für Post- und Telegraphen-Anwärter vorgeschrie—
benen Bedingungen erfüllen, 5) 1 Jahr, die Probedienstzeit
 ist bei einem größeren Verkehrsamte abzuleisten, 6)
auf Zmonatliche Kündigung, 7) zunächst 300 M. in einer
Summe als Anwärter, bei der Anstellung als Postverwalter
300 MA, der Nachschuß von 300 M. kann durch Gehalts⸗
abzüge gebildet werden, 8) 1000 M. Gehalt und 180 .
Wohnungsgeldzuschuß, 9) Aussicht auf Verbessernug ist
vorhanden.
4. 2) 1. Januar 1884, Cöln, Ober-Postdirektion Cöln
(Rhein), 8) Postschaffner, im inneren Dienst, 4) Elemen⸗
tarschulkenntnisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentiiche Kün⸗
digung, 7) 400 M, kann durch Gehaltsabzüge gebildet
werden, 8) 800 M. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzu⸗
schnß, 9) ja, bis 1350 4.
5. 2) 1. November 1833, Deutz, Ober-Postdirektion
Cöln (Rhein), 8) Postpacketträger, 4) Elementarschulkennt—
nisse, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kündigung, 7)
200 Ab, kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 8) 7606
b. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß, 9) ja, bis
300 4.
6. 2) 1. Oktober 1883 oder später, Puderbach, Post⸗
amt, 8) Landbriefträger, 4) Elementacschulkenntnisse, körper—
liche Rüstigkeit, 5) 6 Monate, 6) auf 4wöchentliche Kün⸗
digung, 7) 200 MA, kann durch Gehaltsabzüge gebildet
werden, 8) 540 M. Gehalt und 60 M. Wohnunqsgeldzu⸗
schuß, 9) ja.
7. 2) sogleich, Trier, Postamt, 3) ständiger Posthilfs—
bote, 4) körperliche Rüstigkeit, Gewandiheit, Elementarkennt⸗
nisse, 5) —, 6) kann jeder Zeit entlassen werden, 7) 200
AM, kann auch durch monatliche Einkommenzabzüge von
mindestens 3.4 gebildet werden, 8) 14. 20 Tagegeld,
9) nein, 10) Bewerbungen sind an die Ober-Postdirektion
in Trier zu richten.

3 —*

Sparkasse des Kreises Saarbrücken.
Au Einlagen sind erhoben und zurückgezahlt worden:
I. vom 1. Januar bis ulto September
a. Einnahme....... WMek. 5347987,00
b. Aus gqabee43826011,22
Mithin mehr. Mk. 221075,78
I1. Während des Monats September
a. Einnahme ... Mk. 39 666,40
b. Ausqabe . 30641,15
Mithin mehr. Mtk. 9025.25
Saarbrücken, den 1. Oktober 1888.
L. Dettweiler,
Rendant.

Saarbrücken, den 8. Oltober 1883.
Der Koenialiche Landrath Freiherr von Richthofen.
            
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