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Das Aushebungsgeschäft wird im laufenden Jahre nach
nachstehendem Plane an den bezeichneten Tagen von Vor—
mittags 8 Uhr ab im Saale des Restaurateurs Carl
Schumann hierselbst abgehalten werden.
J. Samstag, den 14. Juli:
Vorstellung eines Theiles der zur Ersatz-Reserve J.
Classe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen.
II. Montag, den 16. Juli:
Vorstellung der übrigen zur ErsatzReserve J. Classe
in Vorschlag gebrachten Mannschaften.
III. Dienstag, den 17. Juli:
Vorstellung
a. der Forstlehrlinge,
b. der Freiwilligen nach 62 ad 8 der Ersatz-⸗ Ordnung.
Letztere haben die von den Truppentheilen aus
gestellten Annahmescheine vorzuzeigen.
o. der vorwegeinzustellenden Ersatzpflichtigen,
d. der vorzumerkenden Militärpflichtigen der Jahr—
gänge 1859, 1860 und 1861.
IV. Mittwoch, den 18. Juli:
Vorstellung der vorzumerkenden Militärpflichtigen des
dahrgangs 1868.
V. Donnerstag, den 19. Juli:
Vorstellung eines Theiles der Ersatzpflichtigen des
laufenden Jahrgangs (bis incl. Loos Nr. 826.)
VI. Freitag, den 20. Juli:
Vorstellung
3. der in der Veränderungs⸗-Nachweisung in Zugang
gekommenen Mannschaften,
des Restes der Mannschaften des laufenden Jahr—⸗
ganges,
der in den Beilagen J, II und III enthaltenen
Mannschaften.
VII. Samstag, den 21. Juli:
Superrevision der Invaliden und kranken Wehrleute.
Sämmtliche im Kreise Saarbrücken sich aufhaltende
den vorbezeichneten Kategorien angehörende Militärpflichtige
werden hierdurch aufgefordert, bei Vermeidurg der gesetz—
lichen Strafen an den bezeichneten Tagen und dem angẽ—
gebenen Orte, Morgens punkt 8 Uhr, sauber gewaschen
und mit reiner Bekleidung versehen. zur Aushebung zu er—
scheinen; die Loosungsscheine sind mit zur Steile zu bringen.
Wer durch Krankheit am Erscheinen verhindert ist, hat ein
bezügliches ärztliches Attest einzureichen, welches durch die
Volizei Behörde zu beglaubigen ist.
Diejenigen Personen, welche bei Beurtheilung der Re—
clamationen in Betracht kommen, also namentlich die Väter
und die über 17 Jahre alten Brüder der Reclamirten,
müssen ebenfalls im Termine erscheinen, andernfalls der—
artige Reclamationen als nicht zu beurtheilen unnachsicht ˖
lich verworfen wecden müssen. Sind solche Personen etwa
durch Krankheit am Erscheinen verhindert, so ist dies durch
ein im Termin vorzulegendes Physikats-Attest und ein
Attest der Ortsbehörde nachzuweisen.
Zur Prüfung gelangen die Reclamationen derjenigen
Militarpflichtigen, welche bei der Musterung zur Einstellung
oder zur Ersatz-Reserve J. Classe designirt wurden, sowie
derjenigen, welche mit Entschuldigung gefehlt haben.
Jede Störung der Ruhe und Ordnung während des Aus—
hehungs⸗Geschäftes wird mit Geldbuße bis zu 15 Mark
oder entsprechender Haft bestraft.
„Die Herren Buͤrgermeister und Ortsvorsteher wollen
für mehrmaͤlige ortsuübliche Publication dieser Bekanntmachung
und namentlich auch dafür Sorge tragen. daß Nie—
mand für irgend eine Unterlassung im Termine Unwissen—
heit vorschützen kann.
Gleichzeitig wird hierbei bemerkt, daß die Herren
Bürgermeister an sämmt!ichen Geschäftstagen im Ter—
mine zu erscheinen haben, falls nicht deren vorherige Dis—
pensirung hiervon durch den Unterzeichneten erfolgt ist.
Saarbrücken, den 20. Juni 1883.
VPersonal⸗Chronik.
Der Gerichtsschreiberamts-Candidat Wirtz aus St. Jo—
hann ist zum Bureauhülfsarbeiter bei der Staatsanwaltschaft
des Landgerichts zu Saarbrücken ernannt worden.
der Kanzlist Klimke zu Saarbrücken ist zum etatsmä—-zigen
Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgerichte in Elberfeld
ernannt worden.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Dic Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
welcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anforderungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—⸗
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
werden kann. 8) Einkommen der Stelle. Ob Aussicht auf Ver—
besserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) sogleich, Coblenz, Telegraphenamt, 83) ständiger
Posthilfsbote, 4) Elementarkenntnisse, gute Gesundheit, 5)
—, 6) auf sofortige Kündigung, 7) 200 MAb, kann durch
Abzüge gebildet werden, 8) 2 MA Tagegelder, 9) nein, 10)
Bewerbungen sind an die Ober-Postdirektion in Coblenz
zu richten.
2. 2) sofort, Deutz, Betriebsmagazin Deutz, 3) Mate—
rialien Verwaltungsafsistent, 4) orthographische und gram—
matikalische Rechtschreibung, Rechnen in den 4 Spezies,
auch mit gewöhnlichen und Dezimalbrüchen, Regel Detri,
Kenntniß des metrischen Maaß- und Gewichtssystems, Flä—
chen⸗ und Körperberechnung, sowie Geographie, 5) 1 Jahr,
6) vorab auf Kündigung, 7) —., 8) 75 Ab. monatlich, 9)
bei guter Führung und Dienstleistungen innerhald 2 Jahren
auf 112 M. 50 5 monatlich, 10) Bewerber muß sich einer
Vorprüfung unterwerfen und vor der Anstellung die Prüf—
ung zum Meaaterialien-Verwalter II. Klasse ablegen.
3. 2) sofort, Deutzerfeld Deutz, Station, 8) Stations⸗
diätar, 4) orthographische und grammatikalische Rechtschreib⸗
ung, Rechnen in den 4 Spezies, auch mit gewöhnlichen
und Dezimalbrüchen, geographische Kenntniß, 5) 1 Jahr,
6) vorab auf Kündigung, 7) —, 8) 75 A. monatlich, 9)
bei guter Führung und Dienstleistungen innerhalb 2 Jahren
auf 112 AM. 50 5 monatlich, 10) Bewerber muß sich einer
Vorprüsfung unterwerfen und vor der Anstellung die Prüf—
ung zum Stationsassistenten ablegen.
5. 2) —, Sulzbach, Kreis Saarbrücken Königl. Steuer—
kasse, 3) Vollziehungsbeamter, 4) Bewerber muß ein ordent⸗
licher, in gutem Ruf stehender Mensch sein, welcher des
Lesens und Schreibens kundig, auch Treue, Energie und
Nüchternheit in sich vereint, 5) —, 6) auf Kündigung, 7)
—, 8) ca. 700 M Gebühren jährlich, 9) nein, 10) Bewerbungen
sind binnen 8 Wochen an das Königl. Landraths⸗
amt zu Saarbrücken zu richten und dabei einzusenden: der
Civilversorgungsschein, ein selbst verfaßter und geschriebener
Lebenslauf und soustige Führunqsatteste.
Saarbrücken, den 25. Juni 1883.
Doer Könlialiche Landrath Freiberrvon Richthofen