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grau, Nase: gewöhnlich, Mund: gewöhnlich, Zähne: vorne
ein breiter Zahn, Kinn: gewöhnlich, Gesichtsfarbe: gesund,
Besondere Kennzeichen: Brandspritzen auf dem Rücken.
Saarbrücken, den 29. Juni 1882.
Der Königliche Erste Staatsanwalt.
Pattberg.
Steckbrief.
Gegen den unten beschriebenen Tagelöhner Jakob
Stemmler aus Friedrichsthal, welcher flüchtig ist, ist die
Untersuchungshaft wegen Jagdvergehens verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und dem
Köniqlichen Amtsgericht zu Sulzbdach vorzuführen.
Beschreibung:
Alter: 27 Jahre, Größe: 1,75 m, Statur: schlank,
Haare: dunkelblond, Stirn: gewölbt, Bart: Schnurrbart,
Augenbrauen: blond, Augen: grau, Nase: ziemlich groß,
Mund: gewöhnlich, Zähne: vollkommen und gesund, Kinn:
rund, Gesicht: oval, Gesichtsfarbe: gesund, Sprache: deutsch,
Saarbrücken, den 4. Juli 1882.
Der Königliche Erste Staatsanwalt.
Pattberg.
Der von mir am 8. Mai d. Is. gegen den Anstreicher
Johann Paulus von Sulzbach erlassene Steckbrief wird
als erledigt zurückgezogen.
Saarbrücken, den 6. Juli 1882.
Der Koͤnigliche Erste Staatsanwalt.
Pattberg.
Bekanntmachung des Landraths-Amtes.
Nach dem vorläufigen Ergebniß der Berufszählung
waren am 5. Juni d. J. im Kreise Saarbrücken vorhanden:
21590 Haushaltungen mit 110 225 anwesenden Per⸗
sonen, 865 vorübergehend abwesenden und 2765
porübergehend anwesenden Personen;
1251 Haushaltungen mit landwirthschaftlichem Be—
triebe und 1797 Gewerbebetriebe mit Gehülfen.
Die ortsanwesende Bevölkerung betrug nach der all—
gemeinen Volkszählung vom 1. Dezb. 1880.. 111468
am 5. Juni d. Is.. 112990
Personen. F
Mithin eine Zunahme von. ... 1522
Saarbrücken, den 5. Juli 1882.
Auf Grund des 8 10 des Statuts der unter dem Pro—
tectorate Seiner Majestät des Kaisers und Königs stehenden
„König Wilhelm-Stiftung für erwachsene Beamtentöchter“
sind die Unterzeichneten von Seiner Excellenz dem Lerrn
Ober⸗Präsidenten der Rheinprovinz als Müͤglieder einer
Provinzial-Commission für das Rheinland berufen worden.
Dieser Commission liegt es ob, die Interessen und Ge—
schäfte der Stiftung in der Provinz wahrzunehmen; nament—
lich auch den Wohlthätigkeitssinn für dieselbe dort anzu—
regen und würdige und bedürftige Bewerberinnen in hie—
siger Provinz um Unterstützungen aus der Stiftung dem
in Berlin funktionirenden Kuratorium derselben zur Unter—
stützung in Vorschlag zu bringen. Indem wir die Con—
fstituirung der Provinzial-Commission hiermit öffentlich be—
tannt machen, bitten wir Jedermann, insbesondere aber die
Herren Beamten, der gedachten Stiftung ein wohlwollendes
Interesse zuzuwenden, derselben gelegentlich Wohlthätig—
keitsspenden zuzuführen und uns wo sonst angängig bei
Erfüllung unserer Aufgabe gefälligst zu unterstühen.
Unter Hinweis auf das in Nr. 304 des Staatsan—
zeigers für das deutsche Reich und das Königreich Preußen
vom 28. Dezember 1881 vollständig abgedruckte Statut
der König Wilhelm⸗Stiftung heben wir hier noch hervor,
daß der Zweck der Stiftung die Unterstützung unverheira—
theter und unversorgter erwachsener Töchter verstorbener
höherer und Subalternbeamten des preußischen Civil—
Staatsdienstes, welchen letzteren auch Lehrer und Beamte
der Universitäten, sowie der ausschließlich vom Staate sub—
ventionirten Unterrichts- und sonstigen Anstalten gleich ge—
achtet werden, zur Förderung ihres wirthschaftlichen Wohles
oder zu ihrer Ausbildung ist, daß der Stiftung gewährte
Spenden, wenn von den Gebern nicht besondere Zweck.
bejstinmungen gemacht worden sind, dem Kuratorium in
Berlin in Gemäßheit des 8 4 des Statuts zur Verfügung
zu stellen und daß das Stiftungsvermögen zur Zeit rund
170000 Mark beträgt. Bei dieser dermals verhältniß⸗
mäßig noch geringfügigen Höhe des Grundstocks und da
überdies noch statutenmäßig ein Zehntel des jährlichen
Zinserträgnisses desselben so lange dem Kapitaile zuzu—
schlagen, bis letzteres den Betrag von 500000 Mark er—
reicht haben wird, so können laufende Unterstützungen aus
der Stisftung bis auf Weiteres noch gar nicht und ein—
malige nur in geringer Zahl und in kleinecen Beträgen
gewährt werden. Gleichwohl sind in der kurzen Zeit des
Bestehens der Stiftung bereits 14 bedürftige Beamten—
töchter (5 Töchter von höheren und 9 von Subalternbe—
amten) mit einmaligen Unterstützungen von zusammen
1000 Mark bedacht worden. Wenn es übrigens den Ab—⸗
sichten des einen oder andern Wohlthäters der Stiftung
entsprechen sollte, Angehörige der hiesigen Provinz vor—
zugsweise mit seiner Gabe zu bedenken, oder andere an sich
mit dem Stiftungszwecke vereinbare Anordnungen daran
zu knüpfen, so wird man denselben Rechnung tragen.
Coblenz, den 10. Juni 1882.
Die Rheinische Provinzial⸗Commission der
König Wilhelm⸗Stiftung.
gez.: Johm, gez.; Johnentgen,
Ober⸗Regierungs-Rath. Lanbgerichts⸗Rath.
gez.; Weissgerber,
Regierungs⸗-Sekretär,
Rechnungs⸗Rath.
Vorstehende Bekanntmachung wird mit dem Bemerken
veröffentlich, daß das Statut der König Wilhelm⸗-Stiftung
für erwachsene Beamtentöchter auf dem Landrathsamte
hierselbst zur Einsicht offen liegt und daß auf demselben
höherer Anordnung zufolge jederzeit Beiträge für diese
Stiftung zur Uebermittelung an die General ⸗Staatskasse
in Empfang genommeu werden.
Saarbrücken, den 6. Juli 1882.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Nähere
Bezeichnung der Stelie. 3) Einkommen der Stelle. 4) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 5) Betrag der—
zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
kann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An—⸗
sprüche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Be—
werbungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Wallerfangen, Postamt, 2) Landbriefträger, 8)
500 M. Gehalt und 60 AWohnungsgeldzuschuß, 4) aus