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Steckbrief.
Gegen den Geschäftsagenten Jakob Biethof, früher zu
Malstatt, zuletzt zu Saarbrücken wohnhaft, welcher flüchtig
ist, ist die Untersuchungshaft wegen Betruges verhängt.
Es wird ersucht, denselben zu verhaften und dem
—X——
Saarbrücken, den 5. Juni 1882.
Der Königliche Erste Staatsanwalt.
Pattberg.
Lehrerinnen-Conferenz.
Freitag, den 23. Juni, nachmittags 2 Uhr, findet im
neuen Schulhause zu Saarbrücken eine Conferenz statt, zu
welcher die der unterfertigten Inspektion angehörigen Leh—
rerinnen hiermit eingeladen werden.
Saarbrücken, den 10. Juni 1882.
Königliche Kreis-Schulinspektion.
Dr. Rachel.
RAuszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Nähere
Bezeichnung der Stelie. 83) Einkommen der Stelle. 4) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 53) Betrag der
zu stelsenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
kann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An⸗
sprüche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Be—
werbungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Aachen, Königl. Eisenbahn-Betriebsamt, 2) 6 Eisen—
bahu⸗Bureau⸗Aspiranten, 3) je 75 . Remuneration pro
Peonat und bis zur Erhöhung derselben auf 90 MA. eine
widerrufliche Ortszulage von 15 M. pro Monat, 4) zunächst
auf Kündigung, 5) keine, 6) Erhöhung der Remuneration
bis auf 1350 4. pro Jahr nach Verlauf zweier Jahre;
demnächst etatsmäßige Anstellung als Betriebs-Sekretär
mit dem Minimalgehalte von 1350 A6. und dem gesetzlichen
Wohnungsgeldzuschuß, nach befriedigender Ablegung der
reglementsmäßig vorgeschriebenen Prüfung zum Subaltern⸗
Beamten II. Klasse; als Voraussetzung für die Beförderung
zum Cisenbahn-Sekretär wird die erfolgreiche Ablegung
der Prüfnung zum Subaltern-Beamten J. Klasse gefordert;
das Gehalt der Betriebs-Sekretäre berägt 1350 bis 2400 46.,
das der Eisenbahn-Sekretäre 2100 bis 8600 M, 7) Bewerber
müssen orthographisch und grammatikalisch richtig schreiben,
4
im Rechnen der 4 Spezies sowie mit gewöhnlichen und
Dezimalbrüchen bewandert sein, Kenntniß der Geographie
insbesondere der Geographie Deutschlands und der benach—
barten Länder besitzen, 8) Königl. Eisenbahn-Betriebsamt
zu Aachen.
1) Aachen, Post⸗ bezw. Telegraphenamt, 2) Briefträger,
3) 800 M. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß, 4)
auf 4 wöchentliche Kündigung, 5) 400 4b, kann durch Ge—
haltszüge gedeckt werden, 6) ja, 7) Elementarkenntnisse.
8) Ober⸗Postdirektion zu Aachen.
1) Aachen, Königl. Polizeidirektion, 2) 2 Schutzmänner,
3) je 960 M. Gehalt und 180 4. Wohnungsgeldzuschuß,
4) zunächst probeweise, eventl. später definitiv, das ist auf
Lebenszeit; die gewöhnliche Zeitdauer der Probedienstleistung
beträgt sechs Monate, 5) keine, 6) ja, durch successives
Aufrücken in die 2. und J. Gehaltsklasse von 1080 Ab. und
resp. 1200 M. pro Jahr, Wohnungsgeldzuschuß bleibt un⸗
verändert, 7) Nüchternheit, Energie, gutes moralisches Ver—
jalten, körperliche Gesundheit und Rüstigkeit, gutes Auf—
sassungsvermögen, und genügende Gewandtheit in der schrift—
ichen Darstellung; auch müssen die Bewerber schuldenfrei
sein, 8) Königl. Polizeidirektion zu Aachen, 9) eine Stelle
wird zum ersten Juni cr., die andere zum 1. September
er. vacant; die Stellenbewerber haben ihren Gesuchen ein
selbstgeschriebenes curriculum vitae, die nöthigen Führungs—
rc. Atteste ein vollständiges Notional und den Nachweis
geordneter finanzieller Verhältnisse beizufügen; auch müssen
dieselben sich persönlich vorstellen.
1) Bleialf, Postamt, 2) ständiger Posthilfsbote für den
Landbriefträgerdienst, 3) 1.20 MA. Tagegeld, 4) kann jeder—
zeit entlassen werden, 5) 200 M, kann durch monatliche
Abzüge von mindestens 3 4 gebildet werden, 6) nein 7)
körperliche Rüstigkeit, Gewandtheit und Elementarkenntnisse.
8) Ober-Postdirektion zu Trier, 9) sogleich zu besetzen.
1) Düren, Bürgermeisteramt, 2) Nachtwächter, 3) 1,80
M. für jede vollgeleistete Dienstnacht, 4) auf 14 tägige
Kündigung, 5) keine, 6) ja bei tadelloser Führung wird
der Besoldungsfatz mit Ablauf des ersten Dienstjahres auf
1,90 M, des zweiten auf 2 M erhöht, 7) muß körperlich
rüstig sein, ordentlich lesen und schreiben, können, 8) Bür—
germeisteramt zu Düren.
Saarbrücken, 12. Juni 1882. Der Königl. Landrath von Geldrn.
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