188
Bekanntmachungen des Landraths-Amtes.
Verpflegungs
losten für
Befangene
bro J. und II.
Quartal
1882/83
Verpflegungs⸗
koften für Ge⸗
fangene pro J.
und II. Quartal
1882 /88, welche
enGemeinden des
Amtsgerichts ·Be⸗
sirks Saarbrücken
rur Last fallen.
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Bürgermeisterei
54
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8
4M3
Saarbrücken .. 22712426
St. Johann .. 288535
Malstatt⸗Burbach 318 382 38
A 277104
Bifchmisheim.. 2178
Dudweiler. .. 28 22
Friedrichsthal . 38 62
gersweiler 60
deusweiler .. 48
dleinblittersdorf. 68
dudweiler ... 29
Püttlingen .. 429
A 03
Sulzbach ... 59 52
Völklingen .. 17 1801
Summa. 426 161. ⸗4131071437 29
An Verpflegungskosten für Gefangene, welche während
des Iften und Ilten Quartales des laufenden Rechnungsjahres
im hiesigen Justiz-Arresthause internirt waren, haben di—
Bürgermeistereien und beziehung?sweise Gemeinden des Kreie
ses die in Spalte 8 der Nachweisung ausgeworfenen Be—
träge zu erstatten.
Behufs Einziehung der einzelnen Beträge von den
zur Erstattung Verpflichteten werden den Herren Bürger—
meistern die betreffenden Verpflegungs-Nachweisungen ver
Tirculair zugehen.
An Verpflegungskosten für Ausländer, sind von den
zum Amtsgerichtsbezirke Saarbrücken gehörenden Gemeinden
die in Colonne 4 der Nachweisung enthaltenen Beträge
zu erstatten.
Demzufolge werden die Herren Bürgermeister ersucht,
die zuständigen Gemeindekassen zur Zahlung dieser Be—
träge, nebst den in Rubrik 5 berechneten Hebegebühren und
Portokosten, au die Kreis-Communalkasse hierselbst mit
entsprechender Anweisung zu versehen.
Saarbrücken, den 24. November 1882.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Dic Kiste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Laufende Nummer. 2) Die Vacanz tritt ein: wann? wo? bei
velcher Behörde? 3) Nähere Bezeichnung der Stelle. 4) Bezeichnung
der Anfor derungen, welche an die Bewerber gestellt werden. 5) Dauer
der etwa der Anstellung vorangehenden Probezeit. 6) Ob die An—⸗
stellung auf Lebenszeit oder auf Kundigung erfolgt. 7) Betrag der
zu bestellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzüge gedeckt
verden kann. 8) Einkommen der Stelle. Ob Aussicht auf Ver—⸗
ʒesserungen vorhanden. 10) Bemerkungen.
1. 2) —, Bensberg, Kadettenhaus, 8) Aufwärter, 4)
muß zuverlässig, nüchtern und körperlich noch rüstig sein:
es ist erwünscht, daß Expektant verheirathet ist, da die Frau
ihm bei seiner Arbeit behilflich sein muß, 5) —, 6) auf
Z monatliche Kündigung, 7) keine, 8) 600 M, freie Wohnung,
Heizung und Erleuchtung, 9) ja, das Gehalt steigt bis 840
M jährlich.
2. 2) —, Bliesransbach (Kreis Saarbrücken), Ge—
meindeverwaltung, 3) Polizeidiener und Feldhüter, 4) kör⸗
perliche Rüstigkeit, Gewandtheit und Elementarkenntnisse,
5) —, 6) auf Kündigung, 7) keine, 8) 540 M., 9) nein,
10) Bewerbungen sind an das Bürgermeisteramt zu Brebach,
Kreis Saarbruͤcken, einzureichen.
3. 2) 13. Dezember 1882, Siegburg, Direktion der
Geschoßfabrik, 3) Zeichner, 4) Gewandtheit im Zeichnen,
5) —, 6) auf 4wöchentliche Kündigung, 7) keine, 8) 112,50
AM pro Monat, 9) nein, 10) der Bewerbung ist ein Führungs—
attest bezufügen, Reisekosten werden nicht vergütet.
4. 2) —, Kreuznach, Bürgermeister-⸗Amt, 3) Polizei—
sergeant, 4) Zuverlässigkeit und Gewandtheit, 5) —, 6)
auf 3 monatliche Kündigung, 7) keine, 8) 900 M. Gehalt
und 75 . Kleidergeld, 9) unbestimmt, 10) persönliche
Vorstellung erwünscht.
5. 2) —, Bezirk des Königlichen Eisenbahn-Betriebs—
amtes zu Saarbrücken, Königl. Eisenbahn-Betriebsamt zu
Saarbrücken, 3) 10 Eisenbahnstations Aspiranten, 4) der
Anwärter hat bei der Annahme darzuthun, daß er deutsche
und lateinische Schrift richtig lesen und schreiben kann, so—
wie im Rechnen mit den 4 Spezies, mit gewöhnlichen und
Dezimalbrüchen, bewendert ist, auch geographische Kennt—
nisse von Deutschland und den benachbarten Ländern besitzt.
5) 1 Jahr, 6) nach bestandenem Examen, das nach Ablauf
eines Jahres abzulegen ist, auf gegenseitige 4 wöchentliche
Kündigung, nach demnächstigem Einrücken in eine etats—
mäßige Stelle auch auf Lebenszeit, d. h. nicht vor Vol—
lendung von 5 tadelfreien Dienstjahren, 7) späterhin vorerst
00 M, die event. durch entsprechende Gehaltsabzüge ge—
deckt werden kann, 8) bei der Einberufung zunächst je 75 M.,
event. auch Ortszulage, nach einem halben Jahre 90 M.,
nach einem Jahr 105 Ab., nach 2 Jahren 112,50 MA., 9)
nach der ersten etatsmäßigen Anstellung als Stations-Assistent
Aussicht auf Beförderung zum Stationsvorsteher bezw.
Güterexpedienten — das Ablegen der vorgeschriebenen Prüf—
ung und tüchtige Dienstführung vorausgesetzt — demgemäß
allmähliges Einrücken bis in die höchsten Gehaltsstufen nach
Maßgabe der Anciennetät, 10) die Bewerber müsseun körper—
lich und geistig rüstig sein.
6. 2) — Bezirk des Königl. Eisenbahn-Betriebs⸗
amtes Saarbrücken, Königl. Eisenbahn-Betriebsamt Saar⸗
hrücken, 3) 10 Bremser, 4) Kenntniß der Gegenstände des
Volksunterrichts, insbesondere deutsch lesen und schreiben,
ersteres auch in lateinischer Schrift, Rechnen mit den 4
Spezies mit ganzen benannten Zahlen, 5) 6 Monate, 6)
auf 4 wöchentliche Kündigung, 7) keine, 8) Diäten je 57,80 4.
monatlich, 9) nach befriedigender Führung und Dienstleistung
im Bedarfsfalle Beförderung zum Schaffner, bezw.
Packmeister und Zugführer, 10) die Bewerber müssen körper—
lich und geistig rüstig sein.