Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

⸗

3) ein Zeugniß über die Art, den Umfang und die
Dauer der Vorbereitung,
4) ein amtliches Fuͤhrungsattest,
5) ein von einem zur Fuͤhrung eines Dienstsiegels be—
rechtigten Arzte ausgestelltes Attest über den Gesundheits—
zustand.
Lehrerinnen, welche die Prüfung als Schulvorsteher⸗
innen ablegen wollen, haben ihr Zulassung mindestens 8
Monate vor dem bezüglichen Termine bei uns nachzusuchen
und ihrem Gesuche außer den von den Aspirantinnen für
das Lehrerinnenamt beizubringenden Zeugnissen auch solche
über ihre bisherige Lehrthätigkeit beizufügen.
Wegen ihrer Zulassung zur Pruͤfung werden die Ge—
suchstellerinnen demnächst beschieden werden.
Toblenz, den 26. November 1880.
Königliches Provinzial-Schul⸗Collegium.
v. Neefe.

—EEXEEIZIEIZäZ

Bekanntmachung der Königl. Regierung.
Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom
17. März ecr. J. B. 2834 (Amtsbl. No. 13 Seite 110)
pringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der
H. Oberpräsident der Rheinprovinz mittelst Erlasses vom 8.
Dezember cr. No. 9994 ausnahmsweise die Frist zur Ab—
halliung der behufs Aufbringung der Mittel zum Wieder⸗
aufbau der durch Feuersbrunst zerstörten Pfarrwohnung
und Kapelle der evangelischen Vicariats-Gemeinde Berncastel
dei den evangelischen Bewohnern der Rheinprovinz bewilligten
Haus⸗Collekte bis zum 1. April 1881 verlängert hat.
Trier, den 11. Dezember 1880.

Durch Erlaß des Herrn Ministers des Innern vom
18. v. Mtis. No. II. 11322 ist dem Vereine zur Förderung
der Hannoverschen Landespferdezucht die Erlaubniß ertheilt
vorden, bei Gelegenheit der im Jahre 1881 zu Hannover
stattfindenden Rennen eine öffentliche Verloosung von Pfer⸗
den und Equipagen, für Pferdebesitzer brauchbarer Gegen—
stände ꝛc. zu veranstalten und die betreffenden Lose à 8
M. im ganzen Bereiche der Monarchie abzusetzen.
Trier, den 7 Dezember 1880.

Auf der Königlichen Lehranstalt für Obst- und Wein⸗
‚au zu Geisenheim wird wiederum ein Unterrichtskursus
Wer die Reblaus (Phylloxera vastatrix) und zwar in der
—X
„10. bis 15. Januar 1881“
Ralten werden.
Am teser Kursus, welcher unentgeltlich ist, besteht in einer
e eon Vorträgen und eingehenden Uebungen im Mi⸗
Xn.
aurs Gen Herren, welche beabsichtigen, an diesem
Dirigente n nehmen, werden ersucht, sich bei dem
Anstalt, Herrn Goethe, zu melden.
Trier, 16. Dezember 1880.

Bekanntmachungen anderer Behörden.
Am 17. Oktober d. J. gegen Abend wurden auf der
Bahn von hier nach Saargemünd zwischen Güdingen und
Bübingen verschiedene Gegenstände, Schwellen und eiserne
Schienen auf das Eisenbahn-Geleise gelegt, in der Absicht,
Entgleisungen der nächsten Züge herbeizuführen.
Die Thäter dieser höchst strafbaren Handluug zu er—⸗
mitteln, ist den Behörden bis jetzt nicht gelungen. Das
Königliche Eisenbahn-Betriebs-Amt hieselbst hat dieserhalb
auf die Ermittelung derselben und für den Fall eine ge—
cichtliche Bestrafung herbeigeführt wird, eine Belohnung
von 200 Mark ausgesetzt.
Ich ersuche hiernach Jeden, der über die Person des
Thäters Auskunft zu geben im Stande ist, mir oder der
nächsten Polizeibehörde hiervon Anzeige zu machen.
Saarbrücken, den 27. December 1880
Der Königliche Erste Staatsanwalt.
Vattberg.

—— —— — —

Auszug aus der Vacanzenliste
für NMilitairAnwärter.

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Nähere
Bezeichnung der Stelie. 83) Einkommen der Stelle. 4) Ob die An⸗
tellung auf Lebenszeit oder auf Kundigung erfolgt. 53) Betrag den
zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werde
ann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An—⸗
pruche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Be⸗
werbungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Meisenheim, Bürgermeisterei-⸗Amt Meisenheim 2)
Polizeidiener, 3) 340 46. Gehalt, 45 4. jährlich Kleidergeld,
100 M für das Ausschellen, 4) auf 3 monatliche Kündigung,
5) keine 6) keine, 7) besondere Energie und Leidenschaft—
losigkeit, 8) Bürgermeisterei-Amt zu Meisenheim, 9) die
Stelle ist durch den Tod des früheren Polizeidieners pakant
geworden uund soll alsbald anderweitig besetzt werden.
1) Barackenlager auf der Wahner-Haide bei Wahn,
Barnisonverwaltung Cöln, 2) Kaserneuwarter, 83) 600 M.
ährlich, 10 cbm Weichholz resp. dafür die ortsüblichen
Surrogate und 80 Psd. Petroleum nebst Dochtband pro
Jahr; freie Wohnung, 4) auf Küudigung und zunächst auf
; monatliche Probe; wird die Nichtbefriedigung schon vor
Ablauf dieser Zeit festgestellt, so tritt Entlassung ein; nach
»estandener Probezeit erfolgt die definitive Anstellung, 5)
—, 6) ja, bis 840 M jährlich; das Aufrücken in die
zöheren Besoldungsstufen ist abhängig in den darin vor—
ommenden Abgängen, 7) körperliche Rüstigkeit zur Aus—
ührung des Wärterdienstes, was durch ein Attest eines
Militärarztes nachzuweisen ist; gute Führung, Gehorsam
und Nüchternheit; dem Stande angemessene reinliche
Zleidung, geregelte Privatverhältnisse, ohne Schulden, 8)
Intendantur des 8ten Armee-Corps zu Coblenz, 9) die
Reise nach dem Anstellungsorte und eventl. von da zurück,
jat der Bewerber auf eigene Kosten zu machen; der
Betrieb einer Marketenderei kann nicht zugesichert werden.
1) Pfalzel, Gemeinde Pfalzel, 2) Nachtwächter, 8)
216 M. und 4 Raummeter Derbholz, 4) auf 8 monatliche
dündigung, 5) —, 6) nein, 7) —, 8) Bürgermeister⸗
Amt zu Ehrang.
            
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