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Erlaubniß ertheilt worden, in Verbindung mit dieser Aus—⸗
ttellung eine öffentliche Verloosung von Equipagen, edlen
Zucht⸗ und Gebrauchspferden ꝛc. zu veranstalten und die
betreffenden Loose im ganzen Bereiche der Monarchie ab⸗
zusetzen.
Trier, den 4. November 1880.
Durch Erlaß des Herrn Ministers des Innern vom
16. v. M. ist dem Vorstande des Sächsisch⸗Thüring'schen
Reiter⸗ und Pferdezuchtvereins zu Merseburg die Erlaubniß
ertheilt worden, im Monat Maisk. J. daselbst eine öffent⸗
liche Verloosung von Equipagen, Reit- und Wagenpferden
ꝛc. zu veranstalten und die betreffenden Loose im ganzen
Bereiche der Monarchie abzusetzen.
Trier, den 4. November 1880.
Bekanntmachungen anderer Behörden.
Auf Grund Verfügung des Königlichen Justiz-Mini—
steriums hat der Königliche Herr Landgerichtspräsident hier⸗
selbst genehmigt, daß die Urtheile und Protokolle in Civilporzeßsachen
aus der Zeit bis zum Jahre 1850 des frühe—
ren Kgl. Friedensgerichts zu St. Johann — Saarbrücken
rassirt werden. Alle diejenigen, welche in dem früheren
Friedensgerichsbezirk St. Johann, jetzt umfassend die Amts⸗
gerichtsbezirke Saarbrücken, Völklingen und Sulzbach, Ge⸗
richtseingesessene waren und noch Ausfertigungen oder
Abschriften der Urtheile und Protokolle, die vernichtet werden
sollen, verlangen, haben sich dieserhalb bis zum 1. Januar
1881 an die diesseitige Gerichtsschreiberei zu wenden, die
angewiesen ist, ihnen dieseben gegen Zahlung der Gebühren
auszuhändigen.
Saarbrücken, den 24. November 1880.
Königl. Amtsgericht J.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Rähere
Bezeichnung der Stelie. 3) Einkommen der Stelle. 4) Ob die An⸗
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 5) Betrag den
zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
sann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An—
prüche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Be⸗—
werbungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Aachen, Königl. Polizei⸗-Direltion, 2) Schutzmann
3) 960 4. Gehalt und 180 M. Wohnungsgeldzuschuß 4)
zunächst probeweise eventuell später definitiv, d. i. auf Le—
benszeit; die gewöhnliche Zeitdauer der Probedienstleistung
beträgt 6 Monate, welche nach Umständen verlängert werden
kann, 5) keine, 6) ja, durch successives Aufrücken in die
2te und 1ste Gehaltsklasse von 1080 M. und resp. 1200 46.
pro Jahr; Wohnungsgeldzuschuß bleibt unverändert, 7)
Nüchternheit, Energie, gutes moralisches Verhalten körper⸗
liche Gesundheit und Rustigkeit, gutes Auffassungsvermögen
und genügende Gewandtheit in der schriftlichen Darstellung;
auch muß Bewerber schuldenfrei sein, 8) Königl. Polizei—
Direktion zu Aachen, 9) Bewerber hat seinem Gesuche ein
selbstgeschriebenes curriculum vitae, die nöthigen Führungs—
ec. Ätteste, ein National und den Nachweis geordneter
finanzieller Verhältnisse beizufügen.
1) Aachen, Königl. Straf- und Arrestanstalt, 2) Ge⸗
fangenauffeher, 3) 900 M. Gehalt und 210 M. Miethsent⸗
schädigung oder freie Dienstwohnung, 9 nach zurückge⸗
legter 6 monatlicher Probezeit erfolgt Anstellung auf Zmo⸗
Saarbrücken, 13. Dezember 18809
natliche Küundigung, 5) keine, 6) ja, 7) Elementarschul⸗
bildung, Energie und geistige wie körperliche Regsamkeit,
8) Strafanstalts⸗Direktion zu Aachen, 9) die Stelle ist so—
fofort zu besetzen, eine persönliche Vorstellung ist dringend
erwünscht.
1) Prüm, Postamt, 2) Landbriefträger 3) 450 M
Gehalt, 60 M. Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf 4wöchentliche
Kündigung, 5) 300 M. kann durch Abzüge von 3 M. mo—
natlich gebildet werden, 6) ja, 7) körperliche Rüstigkeit und
Elementarkenntnisse, 8) Ober-Post-Direktion zu Trier 9)
vom 1. März 1881 ab zu besetzen.
Körung der Zuchtstiere und Zuchteber im
Frühjahr 1880.
Die diesjährige in der rheinischen Stier⸗-Körordnung
vom 28. Mai 1839 vorgeschriebene Musterung der Zucht⸗
stiere und Zuchteber fand im Kreise Saarbrücken während
der Monate März, April und Mai statt.
Angemeldet waren im Ganzen 84 Stiere und zwar
in Saarbrücken in Dilsburg
St. Johann „Walpershofen
Malstatt⸗Burbach „Niedersalbach
St. Arnual Herchenbach
Güdingen „Rittenhofen
Bübingen Sellerbach
Kleinblittersdorf „Hilschbach
Auersmacher Guichenbach
Hanweiler Ueberhofen
Wintringerhof Etzenhofen
Bliesransbach Riegelsberg
Fechingen Püttlingen
Bischmisheim Rockershausen
Scheidt Völklingen
Dudweiler Wehrden
Sulzbach „Geislautern
Altenwald „Fennerhof
Friedrichstha' „Ludweiler
Quierschied Lauterbach
Wahlschied Carlsbrunn
Holz Clarenthal
Numborn Gersweiler
Eiweiler „Ottenhausen
Hirtel Aschbacherhof
Kurhof
Ein Stier in Auersmacher mußte wegen Senkrücken—
bildung von der Zucht ausgeschlossen werden, zwei schöne
Glanstiere in Clarenthal erwiesen sich als zu jung, weshalb
ihre einstweilige Verwendung zum Decken fremden Biehes
nicht gestattet werden konnte. Alle übrigen Stiere wurden
als zur Zucht mehr oder weniger tauglich bezeichnet.
Was die Beschaffung und Haltung der Zuchtstiere
betrifft, so bestehen in den einzelnen Gemeinden noch die
in den früheren bezüglichen Berichten angeführten Ver—
hältnisse.
Die in den meisten Gemeinden gehaltenen Zuchteber
gehören größtentheils der einheimischen hochbeinigen Ragçe
an, doch haben sich die aus Kreuzungen von diesen mit
Suffolkschweinen hervorgegangenen Eber mancherorts eine
gewisse Beliebtheit verschafft.
St. Johann, im Juni 1880.
Der Kreisthierarz
gez. Dr. P. Steinbach.
Der Kagl. Landrath von Geldern.