Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Beldstrafe von 8 his 9 Mark, event. in eine verhältniß⸗
mäßige Haftstrafe.
Sulzbach, den 7. October 1880.
Der Bürgermeister
Woytt.

Vorstehendes wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß
gebracht.
Sulzbach, den 7. October 1880.
Der Bürgermeister
Woytt

Ein dem Fuhrunternehmer Johann Raubuch von hier
gehöriges Pferd wurde heute als rotzkrank getödtet und
diese Kraukheit bei der Obduktion auch constatirt.
Die übrigen Pferde des ꝛc. Raubuch, welche zur
Zeit noch für gesund befunden worden, sind unter poli—
zeiliche Beobachtung gestellt und die Bannsperre für die—
selben angeordnet worden, was ich in Gemäßheit des 8 48
der Ministerial-Instruktion vom 19. Mai 1876 zu dem
Viehseuchen-Gesetze vom 25. Juni 1875 hiermit zur öffent—
lichen Kenntniß bringe.
Malstatt-Burbach, den 8. Oktober 1880.
Der Bürgermeister
Meyer.

Bekanntmachungen des Landraths-Amtes.
Die Firma E. Meyer und Cie. zu St. Johonn beab—
sichtigt auf dem ihr zugehörigen auf dem Banne von
Friedrichsthal Flur J Parzelle Nr. 60 gelegenen Grundstück
zur Beleuchtung ihrer Preßkohlenfabrik daselbst eine Gas—
hereitungsanstalt zu errichten.
Dies Unternehmen wird hierdurch mit dem Bemerken
zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zeichnungen und
Beschreibungen des Projekts auf dem Bürgermeisterei-Amte
zu Friedrichsthal offen liegen und daß etwaige Einwendun—
gen binnen 14 Tagen dort anzubringen sind.
Diese Frist nimmt ihren Anfang mit Ablauf des Tages,
an welchem die diese Bekanntmachung enthaltende Nummer
des Regierungs-Amtsblattes ausgegeben worden und ist
für alle Einwendungen, welche nicht auf privatrechtlichen
Titeln beruhen, präclusivisch.
Saarbrücken, den 11. October 1880.

In Folge der diesjährigen Herbstübungen im Kreise
findet sich der Herr General-Lieutenant und Kommandeur
der 16. Division von Wichmann veranlaßt, für die den
Truppen der Division während den diesjährigen Herbst—
übungen überall gewährte patriotisch gastfreie Aufnahme im
Namen derselben wärinstens zu danken, was ich nicht ver—
fehle hierdurch allen Betheiliaten im Kreise zur Kenntniß
zu bringen.
Saarbrücken, den 14. October 1880.

Versonal-Chronik.
Versetzt ist der Postsecretair Ott von Saarbrücken
aach Offenburg in Baden.
Angestellt ist als Postsecretair der Postpraktikant Hey
n Saarbrücken.

Anszug aus der Vacanzenliste
für Militair⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Rähert
Bezeichnung der Stelie. 3) Einkommen der Stelle. 4) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 5) Betrag den
zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
kann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An—
sprüche, welche an die Bewerber gestellt wecden. 8) Wohin die Be—
werbungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Aachen J., Postamt, 2) Postschaffner, 8) 810 6
und 180 Ab. Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf 4 wöchentliche
Kündigung, 5) 450 Ab, 6) ja, 7) Elementarkenntnisse, 8
Ober-Post-Direktion zu Aachen.
1) Aachen, J., Ober-Bürgermeister⸗ Amt, 2) Nachtwacht:
meister, 3) 1035 b. und außerdem eine Remuneration von
300 46. für Kontrolle der Straßenbeleuchtung, 4) auf
Kündigung, 5) keine, 6) nein, 7) tadellose Führung, vollkommene
 körperliche Rüstigkeit, ein Alter von höchsteus 30
Jahren, Geläufigkeit in Änfertigung von schriftlichen Be—
richten ꝛc. und taktvolles Auftreten gegen Publikum und
Untergebene, 8) Ober-Bürgermeister-Amt zu Aachen.
1) Aachen, J., Ober-Bürgermeister-Amt, 2) Feldhüter
3) 828 Ab, 4) auf Kündigung, 5) keine, 6) nein, 7) Energit
den Feldfrevlern gegenüber, 8) Polizei-Praͤsidium zu Aachen
1) Brosdorf, Landbürgermeisterei Merzig, 2) Feldhüter
Wegewärter und Polizeidieuer, 8) 300 A6, 4) auf 4 wöchent
liche Kündigung, 5) —, 6) bei guter Führung persönliche
Z3nlagen, 7) körperliche Rüstigkeit, Nüchternheit und Fertig—
keit im Lesen und Schreiben, 8) Bürgermeister-Amt zr
Merzig.

1) Coblenz, Telegraphen-Amt, 2) Posthilssbote, 3) 2 AMb
Tagegeld, 4) —, 5) 300 46. in Staatspapieren, 6) nein,
7) besonders kräftige Körperbeschaffenbeit, Elementarkenntnisse,
 8) Ober-Post-Direktion zu Coblenz.
1) Cöln 1, Postamt, 2) Hausdiener, 8) 810 46. Gehalt
180 Ab. Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf 4 wöchentltche Kün—
digung, 5) 450 At, kann durch Gehaltsabzüze gebilde:
werden, 6) bis 1350 Ac. Gehalt, 7) Elementarichulkennt.
nisse, 8) Ober Post-Direktion zu Cöln.
1) Cöln 1, Bahn-Postamt Nr. 24, 2) 7 Postschaffner
im Bahnpost-Begleitungs-Dienste, 3) je 810 Ab. Gehalt
180 Ab. Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf 4 wöchentliche Kün—
digung, 5) 450 A6., kann durch Gehaltsabzüge gebilder
werden, 6) bis 1350 M46. Gehalt, 7) Elementarschulkennt
nisse, 8) Ober-Post-Direktion zu Cöln.
1) Deutz, Bahn-Postamt Nr. 8, 2) 3 Postschaffner, im
Bahnpost⸗-⸗Begleitungs-Dienste, 3) je 810 6. Gehalt, 180 Mb
Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf 4 wöchentliche Kündigung, 5)
450 Ab, kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 6) bis
1350 46. Gehalt, 7) Elementarschulkenntnisse, 8) Ober—
Post⸗Direktion zu Coln.
1) Eupen, Postamt, 2) Packetträger, 83) 780 A6. u. 180.46. Woh—
nungsgeldzuschuß, 4) auf 4 wöchentliche Küudigung, 5)
300 Ab, kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 6) ja,
7) Elementarkenntnisse, 8) Ober-Post-Direktion zu Aachen.
1) Ehrenfeld b. Cöln, Bürgermeister-Amt, 2) Polizei—
sergeant, 3) jährlich 10500 Ab., 4) vorläufig auf Kündigung,
5) —, 6) —, 7) Elementarschulkenntnisse, 8) Bürgermeister—
Amt zu Ehrenfeld, 9) der Polizeisergeant muß bereits im
Polizeidienst beschäftigt gewesen sein.
            
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