Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

Das nunmehr erfolgte Erlöschen der unter den Pferden
des Fuhrmanns Christian Roth dahier ausgebrochen ge—
wesenen Räudekrankheit wird in Gemäßheit des 8 104 der
Ministerial-Instruktion vom 19. Mai 1876 zu dem Vieh—
euchen-Gesetze vom 25. Juni 1875 hiermit mit dem Be—
nerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die ange—
ydnet gewesenen Schutzmaßregegeln aufgehoben sind.
Malstatt-Burbach, den 23. September 1880.
Der Bürgermeister
Meyer.

Bekanntmachung des Landraths-Amtes.
Der Mühlenbesitzer Adolf Lucas zu Brebach beabsichtigt,
die Stauschützen an seiner im Jahre 1858 neu concessionir⸗
ten Mühle bei Brebach, belegen auf dem Gemeindebanne von
Büdingen Flur IV, Parzelle Nr. 271/80, um zwanzig
Tentimeter zu erhöhen.
Dies Unternehmen wird mit dem Bemerken zur öffent—
lichen Kenntniß gebracht, daß Zeichnungen und Beschreibungen
desselben auf dem Bürgermeisterei⸗ Amte zu Brebach zu
Jedermanns Einsicht offen liegen und daß etwaige Einwen⸗
dungen gegen das Project binnen 14 Tagen dort anzubringen
sind.

Diese Frist nimmt ihren Anfang mit Ablauf des Tages,
an welchem die diese Bekanntmachung enthaltende Nummer
des Regierungs-Amtsblattes ausgegeben worden und ist für
alle Einwendungen, welche nicht auf privatrechtlichen Titeln
deruhen, präklusivisch.
Saarbrücken, den 22. September 1880.

Personal-Chronik.

Der Schulamts-Candidat Fr. Jul. Conrath aus Neuer⸗
hurg ist an die katholische Schule zu Burbach, im Kreise
Saärbrücken, provisorisch berufen worden.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.

Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Nähere
Bezeichnung der Stelie. 3) Einkommen der Stelle. 4) Ob die An⸗
sellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 5) Betrag den
u stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
iann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An⸗
pruche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Woh in die Be⸗
verbuͤngen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Aachen, Strafanstalts-Direktion, 2) 2 Gefangenauf⸗
seher, 3) je 900 46. Gehalt jährlich und 210 4. Mieths⸗
entschädigung oder freie Dienstwohnung, 4) nach zurückge⸗
legter 6 monatlicher Probezeit erfolgt Anstellung auf 3 mo⸗
atliche Kundigung, 5) keine, 6) ja, 7) Elementarschulbildung,
Tnergie und geistige wie körperliche Regsamkeit, 8) Straf⸗
nstalts⸗Direktion zu Aachen, 9) die Stellen sind zum 1.
Dklober cr. zu besetzen; eine persönliche Vorstellung ist
dringend erwünscht.

1) Anhausen, Postagentur, 2) Hilfsbote, im Landbrief⸗
bestellungsdienst, 3) 75 Tagegeld, 4) — 58) 150 M
lann durch Tagegeld-Abzüge gebildet werden, 6) nein, 7)

körperliche Rüstigkeit, Elementarkenntnisse, 8) Ober-Post⸗
Direktion zu Coblenz.
1) Luzerath (Kreis Cochem), Steuerkasse, 2) Vollziehungs⸗
beamter, 3) ungefähr 550 4 jährlich, 4) auf monatliche
Kündigung, 5) 150 46.6) keine, 7) Pflichttreue, 8) Königl.
Landraths-Amt zu Cochem.
1) Malmedy, Bürgermeister, 2) 2ter Polizei⸗Agent, 8)
500 M. Gehalt, 100 MA. Miethsentschädigung, 4) zunächst
auf 6 monatliche Probe, hiernach eventl. auf Lebenszeit,
5) keine, 6) vorläufig kann eine Verbesserung nicht in Aus—
sicht gestellt werden, 7) außer körperlicher Rüstigkeit und
den sonstigen zur Stelle qualifizirenden persönlichen Eigen—
schaften, Kenntniß der französischen oder wallonischen Sprache,
8) Bürgermeister-Amt zu Malmedy.
1) Burgbrohl, Steuer- und Gemeinde⸗-Kasse, 2) Voll⸗
ziehungs-Beamter, 8) ungefähr 350 46, 4) auf monatliche
Kündigung, 5) 150 Ab, 6) keine, 7) Energie und Aus—
dauer, 8) Königl. Landraths-Amt zu Mayen'
1) Aachen, Königl. Polizei-Direktion, 2) Schutzmann,
3) 960 M. Gehalt und 180 46. Wohnungsgeldzuschuß pro
Jahr, 4) zuaächst probeweise, eventl. später definitiv, d. h.
auf Lebenszeit; die gewöhnliche Probedienstleistung beträgt
6 Monaie, weiche nach Umständen verlängert werden kann,
5) keine 6) allerdings durch successives Aufrücken in die
2. und 1. Gehaltsklasse von 1080 M. und resp. 1200 4.
pro Jahr, Wohnungsgeldzuschuß bleibt unverändert, 7)
Nüchternheit, Energie, gutes moralisches Verhalten, körper⸗
liche Gesundheit und Rüstigkeit, gutes Auffassungsver⸗
mögen und genügende Gewandtheit in der schriftlichen
Darstellung; auch muß Bewerber schuldenfrei sein, 8)
Khönigl. Polizei-Direktion zu Aachen, 9) der Stellenbewerber
hat seinem Gesuche ein selbstgeschriebenes Curriculum vitae
die nöthigen Führungs- p. p. Atteste, ein National und
den Nachweis geordneter finanzieller Verhältnisse beizu—
fügen; voraussichtlich werden in allernächster Zeit 2
Stellen vacant.

1) Daun, Landrathsamt, 2) Kreisbote, 8) 810 4
Gehalt, 60 Ab. Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf 8 monatliche
Küudigung, 5) keine, 6) ja, 7) schöne Handschrift, 8) Königl.
Landrathsamt zu Daun.
1) Randerath (Kreis Geilenkirchen), Bürgermeister, 9)
Gemeiudediener, 3) 250 M, sowie alle je 2 Jahre 40 4
zur Beschaffung einer neuen Uniform und alle je 8 Jahre
30 AM. für einen Dienstmantel, 4) auf 8 monatliche Kün⸗
digung, 5) —, 6) nein, event. jedoch nur unbedeutend, 7)
Energie, sowie Fähigkeit zur selbstständigen Aufnahme von
Protokollen, 8) Bürgermeistereiamt zu Randerath.
1) Stolberg, Bürgermeisteramt, 2) Polizeisergeant, 8)
840 Ab. Gehalt, 60 Mb. Kleidergelder, 4) auf 3 monatliche
Kündigung, 5) —, 6) ja, 7) gut Lesen und Schreiben, rüstig
und energisch, 8) Buͤrgermeisteramt zu Stolberg bei Aachen.
1) Landarmenhaus zu Trier, Direktion des Landarmen—
hauses, 2) Oekonomiegehilfe, 3) 144 M. nebst Wohnung
Beköstigung und Bekleidung, 9 auf 4 wöchentliche Kün—
digung, 85) keine 6) nein, 7) Vienstleistungen bei der Oe—
konomie, im Anstaltsgarten und bei den Feldarbeiten ꝛc.
8) Direktion des Landarmenhauses zu Trier.

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Saarbrücken, 4. Oktober 1880. Der Kgl. Landrath von Geldern.
            
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