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den Kreis Saarbrückken. —
2
Ar. 26.
Montag, 1. Juli
ISS.
Bekanntmachungen der Centralbehörden.
zustellendes Attest über Fleiß, Fortschritte und Fähig—⸗
keiten des Bewerbers.
Berlhin, den 21. Mai 1878.
Der Minister für Handel, Gewerbe und
öffentliche Arbeiten.
Maybach.
Aufforderung zur Bewerbung —8 Stipendium der Jacob Saling'schen
iftung.
Aus der unter dem Namen „Jacob Saling'schen Stif⸗
ung“ für Studirende der Königlichen Gewerbe-Akademte
hegründeten Stipendien-Stiftung ist vom 1. Oklober d. J.
ab ein Stipendium in Höhe von 600 Mark zu vergeben.
Nach dem durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung
zu Potsdam vom 9. Dezember 1864 veröffentlichten Sta—
ute ist dieses Stipendium von dem Ministerium für Handel,
Gewerbe und öffentliche Arbeiten an bedürftige, fähige und
leißige, dem Preußischen Staatsverbande angehörige Stu—
dirende der genannten Anstalt auf die Daner von drei
dahren unter denselben Bedingungen zu verleihen, unter
welchen die Staats-Stipendien an Studirende dieser Anftalt
bewilligt werden.
Es können daher nur solche Bewerber zugelassen werden,
welchen, wenn sie die Abgangsprüfung auf kiner Gewerbes
schule abgelegt haben, das Prädikat „mit Auszeichnung be—
standen“ zu Theil geworden ist, oder, wenn sie von einer
Realschule oder einem Gymnasium mit dem Zeugnisse der
Reife versehen sind, zugleich nachzuweisen vermögen, daß
iie sich durch vorzügliche Leistungen und hervorragende
Fähigkeiten ausgezeichnet haben.
Bewerber um das vom 1. Oktober d. J. ab zu ver⸗
Jebende Stipendium werden aufgefordert, ihre desfallsigen
Besuche an diejenige Konigliche Regierung resp. Landdrostei
zu richten, deren Verwaltungsbezirke sie ihrem Domicil nach
angehören. Dem Gesuche sind beizufügen;
1) der Geburtsschein,
2) ein Gesundheitsattest, in welchem ausgedrückt sein
muß, daß der Bewerber die körperliche Tüchtigkeit
für die praktische Ausübung des von ihm erwählten
Gewerbes und für die Anstrengungen des Unterrichts
in der Anstalt besitzt,
ein Zeugniß der Reife von einer zu Entlassungs prü—
fungen berechtigten Gewerbe⸗ oder Realschule oder
hon einem Gymnasium,
die über die etwaige praktische Ausbildung des Be—
werbers sprechenden Zeugnifse,
NRein Führungsattest,
5) ein Zeugniß der Ortsbehörde resp. des Vormund—
qaftsgerichts über die Bedürftigkeit mit spezieller
Angabe der Vermögensverhältnisse des Bewerbers,
die über die militairischen Verhältnisse des Bewerbers
sprechenden Papiere, aus welchen hervorgehen muß,
daß die Ableistung seiner Militairpflicht keine Unter—
brechung des Unterrichts herbeiführen werde,
falls der Bewerber bereits Studirender der Gewerbe—
Atademie ist, ein von dem Direktor der Anstalt aus⸗
Briefverkehr mit Lurxemburg.
Auf Briefsendungen nach und aus dem Großherzogthum
Luxemburg finden gegenwärtig die Taxen des Allgemeinen
Postvereinsvertrages vom 9. Oktober 1874 Anwendung.
Danach beträgt das Porto:
für frankirte Briefe 20 Psennig für je 13 Gramm,
für unfrankirte Briefe 40 Pfg. für je 153 Gramm,
für Postkarten 10 „„
für Postkarten mit Antwort 20 Pfg.
für Drucksachen, Waarenproben und Geschäftspapiere
5 Psg. für je 50 Gramm.
An Einschreibgebühr kommen 20 Pfennig zu Erhebung;
für die Beschaffung eines Rückscheins tritt eine weitere Ge⸗—
dühr von 20 Pfennig hinzu.
Berlin W., 7. Juni 1878.
Kaiserliches General⸗Postamt.
Wiebe.
Bekanntmachung der Provinzial-Behörden.
Besetzte und erledigte Pfarrstelle.
Der bisherige Pfarrverweser Gustaf Weber ist von
uns auf Grund geschehener Gemeindewahl zum Pfarrer
der evangelischen Gemeinde zu Heusweiler-Wahlschied er—
nannt worden.
Coblenz, den 8. Juni 1878.
Consistorium der Rheinprovinz.
Bekanntmachungen der Königl. Regierung.
Auf Ersuchen der K. K. Oesterreichisch-Ungarischen
Botschaft zu Berlin sind wir höheren Orts beaufiragt worden,
nach dem im Jahre 1858 zu Teplitz geborenen, in Schön—
vald, Bezirk Aussig, zuständigen Tischlergesellen Wenzel
Heimann, welcher nach Verbüßung einer wegen Führung
ines falchen Legitimationspapiers ihm auferlegten 1dtägig en
Haft am 29. März d. J. aus dem Gerichts-Gefängniß zu
Repper entlassen worden ist und sich von dem genannten
Orte entfernt hat, Ermittelungen anstellen und ihm im Be—