*
Bauverdingung.
Am küunftigen
Dienstag, den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr,
sollen bei Herrn A. Zeitz hier, nachstehende Baubebürfnisse zum
„Ban eines Maschinengitande⸗ bei den Kreuzgräben—
uchten
öffentlich an den prvemerddid verdungen werden:
circa 8700 Em. Erdarbeit; 1985 Em. Bruchsteine;
900 Em. auserlesene Bruchsteine; 275,000 St. Ofen—
brandbacksteine; 802 CEm. Kalk; 910 Em. Mauersand;
ca. 91 Em. Maschinenfundamentquadern von Britten
oder Landstuhl; 12337 Em. Schwellentritte; 84,18 Cm.
Sandsteinwerkstücke und ca. 133 Em. tannen Bauholz
Nähere Auskunft ertheilt Herr Bauwerkmeister Pitz zu Sulzbach
Sulzbach, den 16. November 1877.
Der Oberschichtmeister
Herteus.
254
Pekunntmachung.
Die Uebernahme der Pferdeförderung bei der Grubenabthe
lung König soll im Wege der Submission vergeben werden, wozu
Termin auf
Freitag den 30. ds. Mts., Vormittags 9 Uhr,
im Büreau der Untezeichneten anberaumt ist.
Offerten sind versiegelt mit der Aufschrift:
„BSubmission auf Pferdeförderung“
an uns einzureichen. Bedingungen können bei der Unterzeichneten ein—
Aehen oder gegen Erstattung der Copialien in Abschrift bezogen
werden.
Nennnkirchen, den 20. November 1877. 6788
124 LRöniqliche Bergqinspection VIII.
zur Errichtung eines Denkmals für den
Berghauptmann œggerath.
Unmittelbar nach dem Dahinscheiden des Berghauptmannt
Noeggerath am 13. September dieses Jahres mächte sich be
vielen seiner Collegen, Freunde, Verehrer und Schüler der Gebankt
geltend, daß diesem Manne am Orte seines sechszigjährigen Wirkens
ein Denkmal gebühre, welches in würdiger Weise sein Andenken auch
bei den nachkommenden Geschlechtern erhalte. Er war durch eine ser
tene Vielseitigkeit des Geistes ausgezeichnet. Dies drückt sich auch in
seinen Lebensverhältnissen aus. Er gehörte dem hiesigen Oberbergs—
amte seit seiner Errichtung, der hiesigen Friedrich Wilhelms-⸗Universität
seit ihrer Stiftung an. Seine Wirksamkeit als Stadiverordneter, als
Kreisdeputirter, als Abgeordneter zum Provinzial-Landtage setzte ihn
in ein näheres Verhältniß zur Städt, zum Kreise und zur Provinz.
Als Mitalied der drei wissenschaftlichen Vereine, welche ihren Sik
192
—
unserer Stadt haben, der niederrheinischen Gesellschaft für Natur⸗ und
heillunde, des naturhiftorischen Vereins für die preußischen Rhein—
lande und Westfalen und des Vereins von Alterthumsfreunden im
Rheinlande, war er mit allen gebildeten Kreisen unserer Provinz in
engen Bezichungen. Auch an den Wander-Versammlungen der deutschen
Niturforscher und Aerzte nahm er regsten Antheil und war hier in
Bonn weimal Geschäftsführer derselben. Ein Leben, welches sich in
geistiger Frische bis zu den äußersten Grenzen menschlichen Alters er—
streckte, erhöhte ebenso die Menge vielseitiger Leistungen, wie die durch
reiche Erfahrungen geförderte persönliche Einwirkung Noeggeraths
auf seine Genossen in den verschiedensten Gebieten.
So können es denn die Vertreter der verschiedenen Kreise, um
welche Noeggerath sich so viele Verdienste erworben hat, nur für
ihre Pflicht erachten, dem allgemeinen Gefühle Rechnung zu tragen
und ihre Mitbuͤrger und Genossen hiermit aufzufordern, Beiträge zu
einem Denkmal für den Berghauptmann Noeggerakth zu liefern.
Die Unterzeichneten erklären sich zur Empfangnahme der Bei—
träge bereit.
Sobald die Beiträge eine entsprechende Höhe erreicht haben,
wird eine allgemeine Versammlung sämmtlicher Beitragenden veran⸗
laßzt werden, um ein Ausführungs-Comité zu wählen.
Bonn, den 20. November 1877.
Bauerband, Brassert, von Decshen, Doetseh, A. Kelulé.
Marcus, vonm Samdt, Trosehel, aus Ve—;—th.
BiMAIIHhOS.
Saarbrücker Feuerwehr.
Zur Besetzung mehrerer Stellen
im Feuerwehrcorps werden junge
kräftige hiesige Einwohner, welche
Lust und Liebe zur Sache haben,
aufgefordert, sich im Laufe dieser
Weche gefälligst bei mir anzu⸗
melden.
Der Oberbrandmeister
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