Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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XNr. 42.

Montag, 15. October

1877.

Bekanntmachungen der Centralbehörden.
Mit Bezug auf die Allerhöchste Verordnung vom 8.
d. Mts., durch welche die beiden Häuser des Landtages der
Monarchie, das Herrenhaus und das Haus der Abgeord—
neten, auf den 21. Oktober d. Is. in der Haupt⸗ und
Residenzstadt Berlin zusammenberufen worden sind, mache
ich hierdurch bekannt, daß die besondere Benachrichtigung
über den Ort und die Zeit der Eröffnungssitzung in dem
Büreau des Herrenhauses und in dem Büreau des Hauses
der Abgeordneten am 20 d. Mts. in den Stunden von 8
Uhr früh bis 8 Uhr Abends und am 21. d. Mts. in den
Morgenstunden offen liegen wird.
In diesen Büreaus werden auch die Legitimationskarten
zu der Eröffnungssitzung ausgegeben und alle sonst erfor—⸗
derlichen Mittheilungen in Bezug auf dieselbe gemacht werden.
Berlin, den 5. Oktober 1877.
Der Minister des Innern.
Graf Enlenburg.

Kalender-Jahres bei der Polizeibehörde ihres Wohnortes
(dem betreffenden Bürgermeister) nachgesucht werden.
Wir bringen diese Bestimmungen mit dem Bemerken
in Erinnerung daß im eigenen Interesse der Betheiligten
Gewerbetreibenden der vorgeschriebene Anmeldungs-Termin
pünklichst einzuhalten ist, da bei Unterlassung der recht—
zeitigen Anmeldung die betreffenden Hausirer es sich selbst
heizümessen haben, wenn sie am Jahresschlusse noch nicht
m Besitze der verspätet nachgesuchten Gewerbe-Legitimation
sich befinden und dadurch an der Fortsetzung ihres Ge—
werbes gehindert werden.
Trier, den 3. September 1877.

Bekanntmachungen anderer Behörden.
Am 23. d. M. wurde durch den Kreisthierarzt Herrn
Dr. Steinbach constatirt, daß das Pferd des Kaufmanns
Friedrich Metz aus Burbach, ein Fliegenschimmel, Wallach,
13 Jahre alt, rotzkrank sei. Das Pferd wurde am 24. d.
Mts. getödtet und verscharrt. Für den Stall des ꝛc. Metz
ist die Sperre angeordnet, welche Anordnung in Gemäßheit
des 8. 48 der Ministerial-Instruction zur Ausführung der
88. 17-27 des Gesetzes vom 25. Juui 1875, betreffend
die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen hiermit zur
öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Malstatt-Burbach, den 28. September 1877.
Der Bürgermeister.
Meyer.

Bekanntmachungen der Königl. Regierung.

Perlorener Gewerbeschein.
Nach einer am 19. September c. auf dem Bürgermeister—
Amte zu Malstatt — Burbach zu Protokoll gegebenen Erklär—
ung hat der Regenschirmflicker Mathias Weishaar aus Burbach
den ihm unterm 2. November pr. sub No. 35 zum Steuer⸗
satze von 6 Mark pro 1877 von uns ertheilten Legitima—
lions- und Gewerbeschein zum Betriebe des Gewerbes als
Regenschirmflicker im Umherziehen verloren, weßhalb dieser
Schein, nachdem wir für den ꝛ⁊c. Weishaar einen Duplikat⸗
Schein ausgefertigt haben, hierdurch für ungültig erklärt
wird.
Indem wir den etwaigen Finder des bezeichneten Origi—
nal⸗Gewerbescheines ersuchen, letzteren der nächsten Polizei—
behörde zur Einsendung an uns abzugeben, veranlassen wir
zugleich sämmtliche Polizeibehörden und deren Organe, zur
Verhütung mißbräuchlicher Benutzung des fraglichen Scheines
resp. behufs eventl. Protokollirung die erforderliche Notiz zu
nehmen.
Trier, den 27. September 1877.

Das dem Kaufmann Michel Hauck von hier gehörige
als rotzkrank am 11. ds. Mts. getödetete Pferd war kurz
vor der Tödtung Eigenthum des Schiffsknechtes Heinrich
Wagner von hier und hat einige Tage in dessen Stall ge—
tanden.
Für den Stall des ꝛc. Wagner wird daher Sperre ange—
ordnet, welche Anordnung in Gemäßheit des 8 48 des
Ministerial⸗Instruktion zur Ausführung der 88 17—27 der
—R
Unterdrückung von Viehseuchen hiermit zur öffentlichen Kennt—
niß gebracht wird.
Malstatt-Burbach, den 11. Oktober 1877.
Der Bürgermeister.
Meyer.

Termin zur Anmeldung von Gewerbeschein⸗Gesuchen.
Nach den bestehenden Bestimmungen soll von Per—
sonen, die ein Gewerbe im Umherziehen betreiben, die Er—
neuerung der Gewerbescheine für das nächste Kalender-Jahr
wenigstens drei Monate vor dem Schlusse des laufenden
            
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