Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Saarbrücker

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Mr. 29.

Montag, 16. Juli

1877.

Bekanntmachungen der Centralbehörden.
Dem in Folge stetiger Zunahme des telegraphischen
Verkehrs zwischen Berlin und Frankfurt am Mad einerseits
und Paris andererseits vor einiger Zeit bemerkbar geworde⸗
nen Bedürfnisse einer Vermehrung der auf jenen Linien
vorhandenen telegraphischen Betriebsmittel ist neuerdings
durch Herstellung von zwei weiteren Leitungen zwischen
Berlin und Paris bz. Frankfurt am Main und Paris Rech—
nung getragen worden.
Bei der Französischen Telegraphenverwaltung hatten
die bezüglichen Vorschläge der Veutschen Telegraphenver⸗
waltung von vornherein günstige Aufnahme gefunden und
ist es dem bereitwilligen Entgegenlommen dieser Verwaltung
zu verdanken, daß die Verbindung der neuen Leitungen an
der deutsch-französischen Grenze bei Apvricourt schon vor
einigen Tagen hat bewirkt werden können.
Es darf mit Zuversicht erwartet werden, daß nicht
allein die deutsch-französische, sondern auch die von anderen
Staaten durch Vermittlung deutscher Linien mit Frankreich
ausgewechselte telegraphische Korrespondenz für die Folge
ine nicht unerhebliche Beschleunigung erfahren wird.
Berlin, W., den 26. Juni 1877.
Kaiserliches Gener al⸗Telegraphen⸗Amt.

1000
Ein Tausend Mark
zahlt die Reichsbank-Hauptkasse in Berlin ohne Legitima—
lions-Prüfung dem Einlieferer dieser Banknote.
Berlin, den 1. Januar 1876.
Reichsbank⸗Directorium.
Machbildung der sieben Unterschriften.)
Auf der linken Seite neben diesen Unterschriften be—
findet sich ein achteckiget, mit guillochirten Linien umzogener
Kontrol⸗Stempel mit dem Reichsadler und der Umschrift.
„Reichsbank-Directorium.“
Der von einer fortlaufenden Verzierung, in welcher die
Zahl 1000 wiederholt erscheint, umzogene Rand enthält
1. in dem obern Felde das Wort:
„Reichsbanknote“
2. in dem linken breiteren Felde das mit Verzierungen
umgebene Reichswappen und darunter
„M 1000 M.“,
3. in dem rechten Seitenfeld oben die Zahl
1000,
darunter eine Verzierung, deren Mitte die Kaiserkrone
von einem Eichenkranz umgeben bildet und ein Memit
der Inschrift:
„1000 Mark 1000,
in dem untern Felde in doppeltem Satz zweimal wieder⸗
holt die Strafandrohung:
„Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder
nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in
Verkehr bringt, wird mit Zuchthaus nicht unter
zwei Jahren bestraft.“
Die Rückseite enthält auf guillochirtem Untergrunde
eine bildliche Darstellung, bestehend in einer sitzenden weib⸗
ichen Figur und zwei Knaben mit den Attributen der In—
ustrie, des Handels und des Verkehrs.
Der Rand enthält:
l. oben die Worte
„Ein Tausend Mark“
2. links die Werthzahl
—XW
das Reichswappen und darunter die vorstehend auf⸗
geführte Strafandrohung,
rechts die Zahl
1Iooo
und eine verzierte Fuͤllung, deren Mitte die von Lor—⸗
beerzweigen umschlungene Kaiserkrone bildet, darunter
einen verzierten Kreis mit dem Wort
„Banknote“
in viermaliger Wiederholung, endlich
unten zweimal die Nummer mit der Littera (a. .54)

bekanntmachung, die Ausgabe von Noten der Reichsbank zu 1000 Mark
betreffend.

In nächster Zeit werden Noten der Reichsbank zu 1000
Mark ausgegeben werden, deren Beschreibung wir nachstehend
zur öffentlichen Kenntniß bringen.
Berlin, den 20. Juni 1877.
Reichsbank⸗Directorium.
von Dechend. Boese. Rotth. Gallenkamp.
Herrmann. Koch. von Koenen.

Beschreibung
der Noten der Reichsbank zu 1000 Mark.
.Die Noten sind 11 em. hoch, 19 em. breit und be—
tehen aus Hanfpapier mit dem Wasserzeichen: „Ein Tausend
Mark“ im hellen, länglichen, dunkel punktirten Felbe, und
der Werthzahl 1000 darunter.
Der Kontrol⸗Stempel und die Nummern sind in Buch⸗
druck mit ro ther Farbe, die übrigen Theile mittelst Kupfer⸗
deucks in brauner Farbe hergestein.
Die Schauseite zeigt in einem oblongen Mittelfelde,
dessen Ecken Verzierungen enthalten, auf quillochirtem Unter⸗
drunde folgenden Text:
            
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